Überraschungen in der Champions Hockey League

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Mit dem EC KAC, den Vienna Capitals und den Graz99ers waren heuer wieder drei Mannschaften für die Champions Hockey League qualifiziert. Und alle Teams konnten durchaus überraschen. Eine erste Analyse.

Der EC KAC steht nach den ersten vier Runden in der Gruppe A sogar auf Platz 1 in der Tabelle. Die Rotjacken zeigten sich in den Spielen gegen Tappara und Frisk Asker bereits in Frühform, gewannen drei der insgesamt vier Spiele. Beeindruckend war hier vor allem das erste Spiel zuhause gegen den finnischen Vertreter Tappara Tampere. Comrie und Co. hatten den Gegner durchaus im Griff und gewannen am Ende nicht unverdient mit 3:2. Aufgrund der Verletzung von Lukas Haudum setzte KAC-Headcoach Petri Matikainen auch auf Daniel Obersteiner, der bereits gegen Tappara das Vertrauen zurückzahlte und seine Leistung mit einem Treffer krönte. Lars Haugen erwies sich in diesen Spielen wieder als sicherer Rückhalt. Der Goalie stand nur in Finnland nicht zwischen den Pfosten, hier unterlagen die Rotjacken mit 3:8. Nun warten im Oktober noch die beiden Spiele gegen den EHC Biel, der aktuell auf Platz 2 in der Tabelle steht.

Graz überrascht beim Titelverteidiger
Die 99ers hatten einen unglaublichen Start in die Champions Hockey League. Die Grazer lagen bereits nach wenigen Sekunden auswärts beim Titelverteidiger Frölunda mit 0:2 im Rückstand. Die Steirer hat aber bereits im letzten Jahr eines ausgezeichnet: Man gibt bei keinem Spielstand auf. Dwight King erzielte den ersten Treffer für Graz in der Champions Hockey League und Sebastian Collberg stellte sogar noch im ersten Abschnitt auf 2:2. Zwischenzeitlich führte das Team von Doug Mason sogar mit 5:3, ehe Frölunda doch noch eine Verlängerung erzwingen konnte. Hier sicherte Robin Weihager den 99ers den Sieg. In Cardiff unterlag man anschließend im Shootout und vor eigenem Publikum blieb man leider ohne Punkte. Das vermutlich auch deswegen, da mit Colton Yellow Horn und Sebastian Collberg zwei große Stützen der 99ers verletzt passen mussten. Doch auch die Grazer haben noch alle Chancen auf den Aufstieg in die Playoff-Phase. Mit zwei Siegen gegen Mountfield, könnten die Grazer eventuell sogar noch den zweiten Platz schaffen.

 

Caps mit Anlaufschwierigkeiten
Die Vienna Capitals kamen in der Champions Hockey League zunächst schwer aus den Startlöchern. Zuhause setzte es gegen die Adler aus Mannheim eine klare 1:6 Niederlage. Das Team von Dave Cameron war in diesem Spiel absolut chancenlos. Im zweiten Spiel gegen Djurgarden lief schon vieles besser, dennoch ging man am Ende mit einer 1:2 Niederlage vom Eis. Dafür überraschten Loney und Co. in Schweden. Hier zeigte man taktisch eine sehr feine Leistung und setzte sich mit 6:3 durch. Die Wiener konnten hier durchaus ihr Potential unter Beweis stellen. Anschließend ging es noch einmal nach Mannheim, doch auch dieses Mal hatte man gegen den DEL-Klub das klare Nachsehen. 0:4 hieß es nach 60 Minuten, wobei die Adler eine unglaublich kompakte und tolle Leistung ablieferten. Die Wiener liegen aktuell auf dem dritten Platz, 6 Punkte hinter Djurgarden.

Alle drei Teams konnten die EBEL in der Champions Hockey League sehr gut vertreten und wer weiß, vielleicht hat man im Playoff doch 1-2 Teams die um den Titel mitkämpfen.

 

Bild KAC: ©CHL/Hämäläinen

 

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