Connect with us

Seit dem Ende der Post-Season begann in der NHL auch wieder die Tradephase. Wir werfen einen Blick auf die Trades, die bis zum Beginn der Free Agency Phase getätigt worden sind.

15. Juni:

VON ZU WER
Montréal Canadiens Arizona Coyotes Alex Galchenyuk (F)
Arizona Coyotes Montréal Canadiens Max Domi (F)

Den ersten großen Trade tätigten zwei Teams, die in der vergangenen Saison die Playoffs deutlich verpasst hatten. Der Tausch ist positionsgetreu, beide Spieler wurden hauptsächlich am linken Flügel eingesetzt. Doch Hauptgrund für den Transfer sind die Verhältnisse zwischen den Spielern und ihren ehemaligen Teams.

Galchenyuk wurde 2012 in der ersten Runde auf der dritten Position vom Rekordmeister als Center gedraftet. In der Saison 2012/13 erzielte er in achtundvierzig NHL-Einsätzen bereits siebenundzwanzig Punkte. In den folgenden fünf Spielzeiten konnte er zweihundertachtundzwanzig Punkte in dreihundertsiebzig Spielen verzeichnen. In achtundzwanzig Playoffpartien konnte er dreizehn Punkte beisteuern.
Doch obwohl er als Center gedraftet worden war, wurde er in den letzten Saisonen durchgehend am Flügel eingesetzt. Dies resultierte sowohl bei ihm als auch den Fans in Unmut. Der Bruch kam am Ende der abgelaufenen Saison, als Galchenyuk darum bat, die verbliebenen Matches als Center auflaufen zu dürfen. Coach Claude Julien verweigerte ihm jedoch diesen Wunsch.

Auf der anderen Seite steht mit Max Domi ein Spieler, der ein Jahr jünger ist, jedoch nur drei Saisonen in der besten Liga der Welt absolvierte. Für die Coyotes verbuchte der Flügelstürmer einhundertfünfunddreißig Punkte in zweihundertzweiundzwanzig Spielen.
Auch für Domi, der im kanadischen Winnipeg geboren wurde, ist es ein Neuanfang. Zwar war er in Arizona einer der besten Spieler, doch erhofft sich der 23-Jährige durch den Wechsel nach Quebéc ebenfalls eine Verbesserung seiner Karriere.

19. Juni:

VON ZU WER
Ottawa Senators San Jose Sharks Mike Hoffman (F)

Cody Donaghey (D)

2020 5th Round Pick

San Jose Sharks Ottawa Senators Mikkel Bødker (F)

Julius Bergman (D)

2020 6th Round Pick

     
San Jose Sharks Florida Panthers Mike Hoffman (F)

2018 7th Round Pick

Florida Panthers San Jose Sharks 2018 4th Round Pick

2018 5th Round Pick

2019 2nd Round Pick

Innerhalb nur weniger Stunden wechselte Mike Hoffman, der jede der sieben NHL-Saisonen seiner Karriere bei Ottawa verbracht hatte, zwei Mal das Team. Grund für den Wechsel ist ein Zerwürfnis innerhalb der Senators, das zum Bruch mit Kapitän Erik Karlsson geführt hatte. Karlsson wurde nach der verkorsten Saisonen der Kanadier als höchste Aktie auf dem Trademarkt gehandelt, mit dem Wechsel von Hoffman keimt bei den Fans wieder die Hoffnung auf einen Verbleib des schwedischen Starverteidigers.

Spielerisch kann sich die Bilanz von Mike Hoffman durchaus sehen lassen. In dreihundertzweiundvierzig NHL-Partien kam er auf zweihundertdreißig Punkte, in den Playoffs gelangen ihm vierzehn Zähler bei fünfundzwanzig Einsätzen. Der 28-Jährige wurde 2009 in der dritten Runde gedraftet, debütierte jedoch erst zur Saison 2011/12.

Die Senators erhielten im Gegenzug den Dänen Mikkel Bødker, der wie Hoffman am linken Flügel zum Einsatz kommt.
Bødker wurde 2008 als insgesamt Achter von den Coyotes gedraftet und debütierte in der folgenden Saison. Zum Ende der Regular Season 2015/16 wurde er in seiner achten Saison zu Colorado getradet. Für die Avalanche absolvierte er achtzehn Partien. Im Sommer unterschrieb der Linksschütze dann bei den San Jose Sharks einen Vier-Jahres-Vertrag.
Der Mann aus Brøndby absolvierte sechshundertachtzehn NHL-Spiele und kam dabei auf zweihundertachtundachtzig Punkte, während er in vierunddreißig Playoff-Partien siebzehn Zähler verbuchen konnte.

Doch wieso dieser Trade und wieso gaben die Sharks Hoffman kurz darauf weiter? Wahrscheinlichster Grund wird der Vertrag des Dänen sein, der ihm vier Millionen Dollar pro Jahr bringt. Bødker hat noch zwei Jahre zu spielen, ehe er neuverpflichtet werden müsste.
Bødker lieferte nicht die Leistungen, die sich die Sharks erwartet hätten, weswegen der Vertrag zu einer Bürde wurde. In Ottawa fanden die Kalifornier einen Abnehmer, die gleichzeitig froh waren, Hoffman loszuwerden.
Der Vertrag des Kanadiers gilt ebenfalls noch zwei weitere Jahre und beläuft sich zusätzlich auf knapp fünfkommazwei Millionen US-Dollar. Die Sharks hätten nun also mehr ausgeben müssen, als zuvor. Doch wurde man sich mit den Panthers einig, was San Jose drei Draft Picks und damit neue Jugendspieler einbrachte.

22. Juni:

VON ZU WER
Washington Capitals Colorado Avalanche Brooks Orpik (D)

Philipp Grubauer (G)

Colorado Avalanche Washington Capitals 2018 2nd Round Pick

Meister Washington gab am Tag des Drafts zwei Stützen für einen Zweitrundenpick auf.
Brooks Orpik wurde im Jahr 2000 als Gesamtachtzehnter von den Penguins gedraftet. Der 37-Jährige spielte in fünfzehn Spielzeiten mindestens sechs NHL-Spiele, die vergangenen vier Saisonen lief er für Washington auf.

Orpik kann in der kommenden Saison die 1000-Spiele-Marke überschreiten, es fehlen ihm hierzu noch achtzehn Spiele. Aus den bereits absolvierten neunhundertzweiundachtzig Partien befinden sich einhundertfünfundachzig Punkte auf seinem Konto. In einhundertneundunvierzig Playoffpartien gelangen ihm vierundzwanzig Punkte – und zwei Meistertitel.
Doch wird Orpik wohl nicht für Colorado auflaufen, denn die Avalanche hatten drei Tage nach diesem Trade seinen Vertrag aufgelöst und ihm das Gehalt für das verbliebene Jahr ausgezahlt.

Denn eigentliches Hauptziel des Trades war Torhüter Philipp Grubauer. Der Deutsche konnte sich in der abgelaufenen Saison ins Rampenlicht spielen. Seine Zahlen aus der Regular Season (92,3 Saves-%; 2,35 GAA) waren deutlich besser als jene von Braden Holtby, weshalb der gebürtige Rosenheimer auch in die Playoffs als Nummer Eins startete. Nach zwei verkorksten Spielen gegen Columbus wurde Grubauer jedoch durch Holtby ersetzt, der die Caps zu ihrem ersten Meistertitel führte.

Die Avs reagieren mit diesem Trade auf ein großes Problem in ihren Reihen, das sich vor allem in der ersten Playoffrunde gegen Nashville offenbart hatte. Einsergoalie Semyon Varlamov hatte sich bereits in der Regular Season verletzt, weshalb die Avalanche mit Bernier und Hammond in die Post Season starten mussten. Beide ließen zwar vereinzelt ihre Klasse aufblitzen, insgesamt waren sie jedoch deutlich zu schwach, um Nashville zu bezwingen. Mit Varlamov und Grubauer hat Colorado nun also zwei Top-Torhüter, die das Team wieder weiter in Richtung Finale führen sollen.

23. Juni:

VON ZU WER
Calgary Flames Carolina Hurricanes Michael Ferland (F)

Dougie Hamilton (D)

Adam Fox (D)

Carolina Hurricanes Calgary Flames Elias Lindholm (F)

Noah Hanifin (D)

Den ersten kleinerern Blockbustertrade vollführten zwei Teams, die vergangene Saison die Playoffs verpasst hatten. Calgary verjüngte sich mit diesem Tausch, während Carolina zu ihrer Youngster-Truppe zwei erfahrenere Spieler hinzufügte.

Denn Dougie Hamilton hat bereits sechs NHL-Saisonen hinter sich. Der 25-jährige Verteidiger war 2011 als Gesamtneunter von den Bruins gedraftet worden und absolvierte in drei Spielzeiten für die Bären einhundertachtundsiebzig Partien, in denen er dreiundsiebzig Zähler verzeichnen konnte.
Zur Saison 2015/16 wechselte der Kanadier nach Calgary. Bei den Flames verpasste er in drei weiteren Saison nur ein einziges Spiel und erzielte insgesamt einhundertsiebenunddreißig Punkte.
Carolina sicherte sich damit also die Dienste eines starken offensiven Verteidigers, der den nötigen Schwung in der kommenden Saison bringen soll.

Ebenfalls eine wichtige Rolle soll Michael Ferland spielen.
Ferland wurde 2010 in der fünften Runde von Calgary gedraftet, kam jedoch erst in der Saison 2014/15 zu seinen ersten sechsundzwanzig Einsätzen in der besten Liga der Welt. In der zweiten und dritten Spielzeit kam er jeweils auf mehr als siebzig Spiele, ehe der 26-jährige Flügelstürmer in der abgelaufenen Saison mit einundvierzig Punkten aus siebenundsiebzig Spielen die beste seiner NHL-Karriere verbuchte.
Der Kanadier entwickelte sich von einem eher körperbetontem Spieler zu einem soliden Punktelieferanten. Kann er seine Formsteigerung halten, wird er ein wichtiger Baustein im Team der Hurricanes sein.

Auf der anderen Seite des Trades erhalten die Flames zwei Erstrundenpicks der Canes.
Elias Lindholm wurde 2013 als Gesamtfünfter gedraftet und spielte seitdem bis auf sechs Matches in der AHL nur für Carolina in der NHL. In dreihundertvierundsiebzig Partien kam der schwedische Stürmer auf einhundertachtundachtzig Punkte. Der 23-Jährige steuerte ab seiner zweiten Saison regelmäßig mindestens neununddreißig Punkte bei und konnte auch für die schwedische Nationalmannschaft mit fünfzehn Punkten aus dreiundzwanzig Einsätzen überzeugen.

Letzter in der Runde ist das US-amerikanische Verteidigungstalent Noah Hanifin. Der 21-Jährige wurde 2015 als Gesamtfünfter gedraftet und konnte ähnlich wie Lindholm von Anfang an überzeugen. In den drei von ihm absolvierten Saisonen verpasste Hanifin nur sieben Spiele und verbuchte insgesamt dreiundachtzig Zähler.

Beide Teams konnten sich also mit sehr starken Spielern verstärken und ihre Lücken etwas schließen. Während Carolina also etwas Erfahrung in eines der jüngsten Teams der NHL bringt, verjüngen die Flames ihrerseits den Kader und fügen zwei vielversprechende und hungrige Youngsters hinzu.

27. Juni:

VON ZU WER
Pittsburgh Penguins Buffalo Sabres Conor Sheary (F)

Matt Hunwick (D)

Buffalo Sabres Pittsburgh Penguins 2019 4th Round Pick

Die Sabres konnten sich die Dienste zweier erfahrener Spieler sichern. Stanley-Cup-Sieger Conor Sheary und Veteran Matt Hunwick kommen im Gegensatz für einen Viertrundenpick nach Buffalo.

Conor Sheary wurde nie gedraftet, fand aber über die College Liga und die AHl zu den Pittsburgh Penguins. Für diese absolvierte der 26-Jährige über drei Saisonen hinweg einhundertvierundachtzig Spiele, in denen er dreiundneunzig Punkte erzielen konnte.
In allen drei Spielzeiten kam der US-Amerikaner auch in den Playoffs zum Einsatz, an deren Ende er zwei Stanley-Cup-Titel bejubeln durfte. In siebenundfünfzig Partien kam er dabei auf neunzehn Punkte.

Matt Hunwick kann zwar noch keinen Meistertitel vorweisen, absolvierte dafür in der Saison 2007/08 sein erstes NHL-Spiel. Für Boston, Colorado, die Rangers, Toronto und zuletzt Pittsburgh lief der Verteidiger insgesamt fünfhunderteinundzwanzig Mal aufs Eis und verbuchte dabei zweihundertdrei Punkte.

30. Juni:

VON  ZU  WER
 Winnipeg Jets  Montréal Canadiens  Steve Mason (G)

Joel Armia (F)

2019 7th Round Pick

2020 4th Round Pick

 Montréal Canadiens  Winnipeg Jets  Simon Bourque (D)

Der Rekordmeister ist am Tag vor Beginn der Free Agency Phase noch einmal aktiv geworden. Im Austausch für Youngster Simon Bourque erhalten die Habs Veteran Steve Mason, Stürmer Joel Armia und zwei Picks in den kommenden beiden Drafts.

Steve Mason wurde 2006 in der dritten Runde von Columbus gedraftet und absolvierte in fünf Saisonen zweihundertzweiunddreßig Spiele für die Blue Jackets. Von 2012 bis 2017 spielte er als Nummer Eins der Philadelphia Flyers in zweihunderteinunddreißig Partien, ehe er im Sommer vor der vergangenen Saison im Austausch für Torhüter Brian Elliott zu Winnipeg wechselte. Dort sollte er wie Elliott vor ihm als Nummer Eins fungieren, wurde jedoch von Hellebuyck übertrumpft und absolvierte nur dreizehn Spiele für die Jets.
Es wird jedoch gemunkelt, dass Montréal nur eine kurze Zwischenstation für Mason sein wird. Denn die Canadiens haben mit Carey Price eine unantastbare Numemr Eins und Antti Niemi machte in Abwesenheit des Superstars eine tolle Figur, weshalb ihm durch eine Vertragsverlängerung die BackUp-Position wohl sicher scheint.

Ebenfalls nach Quebéc gewechselt ist der junge finnische Stürmer Joel Armia. Der 25-Jährige wurde zwar bereits 2011 von den Buffalo Sabres gedraftet, absolvierte aber erst in der Saison 2014/15 seine erstes NHL-Spiel, nachdem er bereits ein Jahr in der AHL verbracht hatte. Im gleichen Jahr wurde er nach Winnipeg getradet, doch auch die Jets ließen ihn zunächst im Farmteam spielen.
2015/16 spielte er dreiundvierzig Partien für die Jets und nur noch achtzehn in der AHL, ehe er 2016/17 nur mehr in der NHL verbrachte.
Die abgelaufene Saison war für Armia die erfolgreichtse, in neunundsiebzig Spielen gelangen ihm neunundzwanzig Punkte. Auch in den Playoffs spielte er, dort gelangen ihm in dreizehn Spielen zwei Tore.

Aufgeben mussten die Habs dafür Jungverteidiger Simon Bourque. Der 21-Jährige wurde 2015 gedraftet, hat bisher jedoch noch kein einziges NHL-Spiel absolviert. Die meiste Zeit seiner jungen Karriere verbrachte er in der kanadischen Ausbildungsliga QMJHL.
2015/16 absolvierte er bereits drei Spiele in der AHL, ehe er die gesamte vergangene Saison mit sechsundvierzig Spielen und drei Assists dort verbrachte.

Weitere Trades:
8. Juni:

VON ZU WER
Toronto Maple Leafs Edmonton Oilers Nolan Vesey (F – Rechte)
Edmonton Oilers Toronto Maple Leafs 2020 7th Round Pick

13. Juni:

VON ZU WER
Tampa Bay Lightning LA Kings Peter Budaj (G)
LA Kings Tampa Bay Lightning Andy Andreoff (F)

14. Juni:

VON ZU WER
Arizona Coyotes San Jose Sharks Kyle Wood (D)
San Jose Sharks Arizona Coyotes Adam Helewka (F)
     
Arizona Coyotes Buffalo Sabres Michael Sislo (F)

Brandon Hickey (D)

Buffalo Sabres Arizona Coyotes Hudson Fasching (F)

24. Juni:

VON ZU WER
Vancouver Canucks Chicago Blackhawks Michael Chaput (F)
Chicago Blackhawks Vancouver Canucks Tanner Kero (F)

27. Juni:

VON ZU WER
Chicago Blackhawks Columbus Blue Jackets J.F. Berube (G)
Columbus Blue Jackets Chicago Blackhawks Jordan Schroeder (F)

30. Juni:

VON ZU WER
 Anaheim Ducks  Winnipeg Jets  Nicolas Kerdiles (F)
 Winnipeg Jets  Anaheim Ducks  Chase De Leo (D)

für ring-hockey.at (Lukas Hörmandinger)

Comments

More in NHL