NHL

8 mins read

In der heutigen NHL Ausgabe blicken wir etwas genauer auf die Playoff Chancen einzelner Teams bzw. über Teams, die positiv überraschen bzw. die Erwartungen nicht erfüllen können und eher enttäuschen. Zwischen 24 und 28 Spielen sind mittlerweile gespielt, ein Drittel der regular season ist also quasi vorbei.

Metropolitan Divison:

Wir starten in der stärksten Division der heurigen Saison. In der Metropolitan Division. Unter den ersten 11 Teams der kompletten Liga befinden sich 5 davon in der Metropolitan Division. Der Cup Champion 2018, die Washington Capitals, führen die Division aktuell mit 39 Punkten an. Dahinter befinden sich die New York Islanders, die zuletzt eine fantastische Serie von 17 Spielen ohne Niederlage in der regulären Spielzeit hatten (2 der 17 Spiele wurden in Overtime verloren). Diese Serie endete erst diese Woche bei den Anaheim Ducks. Die Islanders darf man daher durchaus zu den Überraschungen zählen, letztes Jahr ging der langjährige Kapitän John Tavares nach Toronto und heuer in der Off-Season der 1er Goalie Robin Lehner nach Chicago. Aber Greiss und Varlamov teilen sich die Spiele und machen dies sehr souverän. Auch dank einer sehr physischen Vordermannschaft wo jeder für jeden kämpft und auch die nötige Physis mitbringt. Dahinter gibt es ein Kopf an Kopf Rennen zwischen den Pittsburgh Penguins, Carolina Hurricanes und Philadelphia Flyers. Der dritte Platz würde einen fixen Playoffplatz bedeuten. Bei Pittsburgh geht heuer bisher der Verletzungsteufel um. Malkin, Bjugstad, Hörnqvist  und auch Rust mussten schon einige Spiele zuschauen, nun hat es auch den Kapitän, Sydney Crosby, erwischt. Er wird ca. 1 Monat fehlen. Bei Raffl´s Flyers gibt es, wie bei den Islanders, auch eine Goalie Rotation. Carter Hart und Brian Elliott wechseln sich ab, wobei Carter Hart natürlich die Zukunft gehört. Raffl selbst konnte bisher 3 Tore und 5 Assists beisteuern. Bei den Flyers kommen die Routiniers Voracek, Van Riemsdyk und Hayes (den man erst mit einem „Megavertrag“ ausgestattet hat) nicht wirklich auf Touren. Lichtblick dagegen ist Morgan Frost, 1st round Pick 2017, welcher vor kurzem in die NHL hochgezogen wurde. Fast unmöglich hingegen scheint der Playoff Einzug für die New Jersey Devils und Columbus Blue Jackets. Die New York Rangers haben zuletzt ihre Form gefunden und haben noch (nach oben und unten) alle Möglichkeiten.

Atlantic Division:

In der Atlantic Division kann man 2 Teams ausnehmen. Die Boston Bruins führen die Division und auch die Liga an und können sich schon Tipps für den perfekten Playoff Bart holen, während die Detroit Red Wings abgeschlagen letzter sind. Nur 17 Punkte aus den ersten 27 Spielen sind deutlich zu wenig. Bis auf die 1er Linie rund um Mantha, Bertuzzi und Larkin fehlt hier einfach das secondary scoring. Mit Robby Fabbri hat man durch einen  Trade jemanden dazugeholt (von den Blues), der zuletzt begeistern konnte. In negativer Hinsicht führt man die +/- Statistik gleich dreifach an. Andreas Athanasiou (-25), Valtteri Filppula (-19) und Dennis Cholowski (-16). Dazwischen kämpfen die Florida Panthers, die Toronto Maple Leafs, die Montreal Canadiens, die Tampa Bay Lightning und die Ottawa Senators um die Playoff Tickets. Sollte Sergei Bobrovsky bei den Panthers seine Form finden und das Trio Barkov, Dadonov und Huberdeau fit bleiben, wird es ganz schwierig, diese noch aus den Playoff Plätzen zu befördern. Auch für Toronto und Tampa Bay ist ein Playoff Einzug mit diesen Teams quasi Pflicht.

Central Division:

Nach einem relativ schwachen Start ist der Titelverteidiger aus St. Louis an der Spitze der Division. Für viele verwunderlich, weil mit Tarasenko der Topspieler des Teams noch mehrere Monate ausfällt. Dies wird aber im kollektiv wunderbar aufgefangen. Der erste Verfolger sind aktuell die Dallas Stars, die dank einem starken Goalieduo (Bishop/Khudobin) und einem bestens aufgelegten Miro Heiskanen in der Defensive stärker auftreten, als erwartet. Man hat mit Corey Perry und Joe Pavelski viel Erfahrung hinzugeholt, die ihre Schwächen was die Schnelligkeit angeht, kaschieren können. Das Durchschnittsalter bei knapp 29 Jahren liegt klar über dem Durchschnitt. Man wird sehen, ob diese Truppe über die Saison keinen Leistungseinbruch hinnehmen muss. Dahinter kämpfen die Winnipeg Jets und Colorado Avalanche um Platz 3. Während bei Colorado fast der ganze Erfolg an Nathan MacKinnon und Cale Makar (ein großer Favorit auf den Rookie der Saison) liegt, teilt sich bei den Jets alles auf mehrere Schultern auf. Colorado muss offensiv durch Verletzungen auf Rantanen und Landeskog verzichten, während die Winnipeg Jets schon auf 10 Verteidiger zurückgreifen mussten. Dahinter wird es für die übrigen Teams aus Nashville, Chicago und Minnesota schwierig. Es müsste schon eine Siegesserie her, um den Anschluss nicht zu verlieren.

Pacific Division:

Hier sieht es bisher ganz ungewohnt aus. Kaum jemand hätte auch nur € 1,- darauf gesetzt, die Edmonton Oilers vor den Arizona Coyotes und Vancouver Canucks auf einen Playoff Platz zu sehen. Die in den letzten Jahren dominierenden Teams wie Calgary, San Jose oder auch Vegas sind bisher hinter den Erwartungen zurück geblieben. Auch die Anaheim Ducks „watscheln“ unkonstant durch die Saison. Die Edmonton Oilers haben mit Dave Tippett einen neuen Headcoach, der es wunderbar versteht, die Stärken seiner Spieler aufs Eis zu bringen. Große Fragezeichen waren hinter dem Kader, bis auf Connor McDavid und Leon Draisaitl fehlt „Starpower“. Mit Zack Kassian, Alex Chiasson, Sam Gagner oder Joakim Nygard haben sich schon viele Spieler in den zwei ersten Linien wiedergefunden, die für viele Fans wohl absolute „bottom 6“ Spieler wären. Die große Waffe der Oilers? Das Powerplay! Von 84 erzielten Toren, fielen ganze 24 im Powerplay. Da hat auch James Neal großen Anteil, den man in einem Trade für Milan Lucic von den Calgary Flames geholt hat. McDavid und Draisaitl haben in 27 Spielen gemeinsam schon über 90 Punkte erzielt, einsame Spitze in der NHL. Die Vancouver Canucks setzen sehr auf die Jugend, mit Brock Boeser, Elias Petterson, Bo Horvat, Quinn Hughes und auch Adam Gaudette sind viele Leistungsträger 24 oder jünger. Mit JT Miller kam von den Tampa Bay Lightning ein Powerplay Experte hinzu, der sich nicht scheut vors Tor zu gehen. Auf Platz 2 aktuell das Team von Michi Grabner, die Arizona Coyotes. Mit Darcy Kuemper hat man einen verlässlichen Rückhalt, vorne wirbeln die Jungspunde Keller, Schmaltz, Garland und Dvorak. Mit Phil Kessel hat man einen erfahrenen Spieler hinzugeholt, der die Jungen führen kann. Die Durststrecke der Coyotes ist lange, 7 Jahre lang gab es keine Post-Season. Man ist aktuell auf bestem Wege, diese Serie endlich zu beenden.

 

 

 

Comments