Quelle: ÖEHV

Saisonstart für Team Österreich

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Österreichs Nationalmannschaft bestritt Anfang November in Oslo gegen Norwegen und Dänemark die ersten zwei Testspiele der Saison. Hans-Peter Gauster fasst die Ereignisse zusammen.

In den letzten Wochen vor der Abreise nach Norwegen musste Teamchef Roger Bader leider eine Hiobsbotschaft zur Kenntnis nehmen. Capitals Verteidiger Patrick Peter hatte sich einen Kreuzbandriss zugezogen, was für ihn schmerzlicherweise das Saisonende bedeutete. Die ebenfalls verletzungs- oder krankheitsbedingten Absagen von Stefan Ulmer, Gerd Kragl Thomas Vallant, Stefan Gaffal, Lukas Haudum, Patrick Obrist und Nico Brunner führten dazu, dass die rot-weiß-rote Auswahl auf zahlreiche Leistungsträger verzichten musste, die ursprünglich für das Aufgebot vorgesehen waren. Als Ersatz für die verletzten Spieler wurden Daniel Jakubitzka, Michael Kernberger, Lucas Birnbaum, Alexander Cijan, Lukas Kainz, Daniel Obersteiner und Kevin Macierzynski und nachnominiert.

Team Österreich reiste schlussendlich in dieser Aufstellung zur ersten Positionsbestimmung:
Torhüter: David Kickert (BWL), David Madlener (KAC), Florian Vorauer (KAC)
Verteidiger: Lucas Birnbaum (VIC), Daniel Jakubitzka (RBS), Michael Kernberger (KAC), Erik Kirchschläger (G99), Philipp Lindner (G99), Layne Viveiros (RBS), Bernd Wolf (VSV), Raphael Wolf (VSV)
Stürmer: Florian Baltram (RBS), Alexander Cijan (BWL), Manuel Ganahl (KAC), Stefan Häussle (DEC), Mario Huber (RBS), Lukas Kainz (G99), Kevin Macierzynski (DEC), Daniel Obersteiner (KAC), Emilio Romig (VSV), Peter Schneider (EHC Biel SUI), Patrick Spannring (VSV), Martin Ulmer (VSV), Ali Wukovits (VIC)

Nach zwei intensiven Trainingstagen stellte sich das österreichische Team einer norwegischen Mannschaft, die natürlich vor heimischem Publikum glänzen wollte. Österreich fand aber einen guten Start ins Spiel und Mitte des ersten Drittels konnte Kapitän Manuel Ganahl mit dem ersten Treffer unserer Auswahl in diesem Winter auf 1 – 0 stellen. Die Freude über die frühe Führung währte nicht lange, denn Mathis Olimb konnte noch kurz vor Drittelende ausgleichen. Spätestens ab dem zweiten Spielabschnitt zeigte sich dann die Klasse der norwegischen Spieler, die sukzessive das Kommando über das Spielgeschehen übernahmen. Gerade die jüngeren Spieler auf Seiten Österreichs, die noch über wenig internationale Erfahrung verfügen, bekamen mit dem hohen Tempo, das die Norweger über weite Strecken dem Spiel aufzwangen, immer wieder Probleme. In Minute 35 erzielte Mathias Trettenes die verdiente Führung für Norwegen. Ein Powerplay-Tor nach einer der 6 Strafzeiten, die gegen Österreich verhängt wurden (im Vergleich zu Norwegens 3), anfangs des dritten Drittels besiegelte schließlich den Endstand und die elfte Niederlage in Folge in einem Länderspiel für Österreich.

Tags darauf hieß der Gegner Dänemark und die Spieler rund um Roger Bader hatten sich fest vorgenommen, auf die positiven Ansätze aus den ersten Minuten gegen Norwegen aufzubauen um diesmal das bessere Ende für sich zu haben. Im Tor durfte sich diesmal David Madlener versuchen, nachdem David Kickert mit einer ansprechenden Leistung gegen Norwegen bereits seine gute Form nachgewiesen hatte. Erneut erwischte Team Österreich den besseren Start ins Spiel und wie schon Tags zuvor drehte Manuel Ganahl jubelnd ab, nachdem er den Führungstreffer für Österreich erzielt hatte. Das Spiel entwickelte sich zum offenen, spannenden Schlagabtausch in dem nicht zuletzt beide Torhüter durch konstant gute Paraden zu überzeugen wussten. Österreich, das diesmal disziplinierter agierte und nur halb so oft wie tags zuvor in Unterzahl spielen musste, ging mit der knappen Führung ins Schlussdrittel, wo schließlich Daniel Obersteiner mit seinem ersten Tor für Team Österreich den Gamewinner verbuchen durfte. Dänemark versuchte kurz vor der Schlusssirene noch mit 6 Feldspielern den Ausgleich zu erzwingen, diese Situation nutzte aber der österreichische Kapitän Manuel Ganahl eiskalt aus und erzielte mit dem Empty Net Tor seinen dritten Volltreffer in zwei Tagen.

Die österreichische Nationalmannschaft hat also bewiesen, dass sie im internationalen Vergleich gegen respektable Gegner konkurrenzfähig ist und gewinnen kann. Gleichzeitig ist im Spiel gegen Norwegen aber auch schmerzlich zu Tage getreten, dass eine in guter Form spielende Mannschaft aus der IIHF Topgruppe vor allem diejenigen Spieler aus Österreich, die noch wenig Erfahrung in internationalen Bewerben sammeln durften, schnell in Probleme bringen kann. Der nächste Formtest für Österreich findet im Februar auf heimischem Eis statt. Die Gegner sind erneut Dänemark und Norwegen und mit Frankreich ein direkter Konkurrent im Kampf um den Wiederaufstieg in die WM-Gruppe A. Wir sehen diesen Spielen schon mit großer Spannung entgegen und hoffen natürlich vor allem auf tolle Stimmung vor Heimpublikum.

 

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