Österreicher erobern die Welt

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In dieser Serie blicken wir auf unsere „Auslandsösterreicher“, die ihr Geld nicht im Heimatland verdienen. In dieser Ausgabe blicken wir dabei auf die Schweiz!

Mittlerweile relativ viele Österreicher sind westlich von uns im Einsatz, in der Schweiz. Dort sind ganze 8 Spieler zu Saisonbeginn im Kader der jeweiligen Teams.

Ambri-Piotta, der Verein aus dem Tessin, stellt dabei mit 3 Spielern den Spitzenreiter.

Ambri wurde noch nie Schweizer Meister und gilt als ewiger Underdog. Helfen sollen heuer Julian Payr (D), Fabio Hofer (W) und Dominic Zwerger (W). 

Der 19-jährige Vorarlberger Payr gilt als sehr talentiert. Schon letztes Jahr konnte er in der NLA bei Davos Spielzeit in der höchsten Schweizer Liga sammeln. Der großgewachsene Linksschütze wird auch bei Ambri sicher seine Spielzeit bekommen und hofft, den nächsten Schritt in seiner Entwicklung nehmen zu können. 

Ebenfalls in Vorarlberg geboren ist Fabio Hofer, welcher schon in der vergangenen Spielzeit seine Schuhe für Ambri schnürte. Schon da war er unter den Top 5 Scorern des Teams mit 27 Punkten (13 Tore, 14 Assists). Dadurch, dass Hofer eine Schweizer Spiellizenz hat, zählt er jedoch nicht zum Legionärskontingent. Fabio Hofer war zudem Rookie of the year in der vergangenen NLA Saison.

Diese Auszeichnung kennt auch der dritte Schweizer Spieler, Dominic Zwerger. Mit 40 Punkten in seiner Rookie Saison (17/18) ist er damit der beste der vergangenen 18 Jahre in der NLA. Ebenfalls aus Vorarlberg, hat auch Zwerger eine Spiellizenz für die Schweiz. Mit erst 23 Jahren zählt er dennoch schon zu einem wichtigen Leistungsträger für Ambri. In den vergangenen 2 Jahren hat er schon 82 Punkte im Grunddurchgang gesammelt. Heuer sollte die 100 Punkte Grenze definitiv überschritten werden.

Ehemaliger Mannschaftskollege von Payr bei Davos war Center Benjamin Baumgartner. Der 19 Jährige Zeller ist auch heuer wieder beim Veranstalter des traditionsreichen Spengler Cup im Einsatz. Er konnte schon Erfahrung in der NLA sammeln, ist aber aufgrund seines Alters auch noch Thema für die U20 Elit Liga. Auch er zählt nicht als Legionär.

Dies gilt auch für Stefan Ulmer. Der Verteidiger geht in seine bereits 10.Saison in der Schweiz. Ungewohnt wird es jedenfalls, Stefan Ulmer wird nicht mehr für die Bianconeri auflaufen, wo er bisher seine Schweiz Karriere verbrachte. Fast gänzlich durch die Schweiz geht es für ihn von Lugano im Süden in den Nordwesten zu Biel. Auch dort wird er aber Thema für die Special Teams sein, ist immerhin neben Schweiz Rückkehrer Yannick Rathgeb der einzige Rechtsschütze als Verteidiger.

Ulmer hat mit Peter Schneider auch einen österreichischen Teamkameraden, der zum ersten Mal in der Schweiz spielt. Der MVP der EBEL Saison 2018/2019 wird sicher mit seinen Qualitäten aber auch dort schnell zu Recht finden. Schneider hat einen unglaublich harten und platzierten Schlagschuss und wird Biel auch im Powerplay bereichern können. Für Erfolge wird es für die beiden mit Biel jedoch schwierig, 3x in Serie musste man im Viertelfinale die Segel streichen. Kult Goalie Jonas Hiller hat seinen Rücktritt mittlerweile auch verkündet.

 

Weitere nennenswerte Spieler in der Schweiz:
Stefan Müller (G/Lugano)

Marvin Kortin (G/Davos)
Tobias Reinbacher (D/Kloten U20)
Marlon Tschofen (F/Kloten U20)

Bild: fodo.media/Dostal

 

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