NHL: Das erwartet uns in Runde 2 der Playoffs

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Die zweite Runde der Stanley Cup Playoffs startet am 26. April. Wir schauen uns die Paarungen an und was von ihnen zu erwarten ist.

 

Eastern Conference:

Washington Capitals (#1) vs. Pittsburgh Penguins (#2)

Es ist das Duell der zweiten Runde, wenn es heißt: Erster gegen Zweiter der Regular Season. Titelfavorit gegen Titelverteidiger. Alexander Ovechkin gegen Sidney Crosby. Es ist das Rematch der letztjährigen Runde. Es ist: Washington gegen Pittsburgh.

Zwei der besten Teams der Liga treffen sich wie schon letztes Jahr in Runde 2.

Auf der einen Seite die Penguins, regierender Meister und erneut Titelanwärter. Pittsburgh konnte souverän eines der besten Teams aus der Regular Season überwinden, als man die Columbus Blue Jackets mit 4:1 in den Urlaub schickte. Die Penguins haben einen sehr starken Kern an Goalscorern rund um Superstar Sidney Crosby, Phil Kessel, Evgeni Malkin und Youngster Jake Guentzel. Mit Marc-André Fleury steht auch ein wieder erwachtes Schwergewicht im Tor der Stahlstädter.

Auf der anderen Seite stehen die in der Regular Season beinahe unüberwindbaren Capitals. Wie schon letztes Jahr konnten die Hauptstädter souverän den ersten Platz in der Gesamttabelle ergattern und sich damit das theoretische Heimrecht bis ins Finale sichern. Doch dies hat ihnen letztes Jahr nicht viel gebracht, sind sie doch, nachdem die Philadelphia Flyers ihnen in Runde 1 einen harten Kampf geliefert hatten, bereits in Runde 2 gegen ebenjene Penguins rausgeflogen.

Dieses Jahr soll alles anders werden. Die Truppe rund um Alexander Ovechkin hat natürlich das Potential, den Stanley Cup nach Washington zu holen. Dass man Kevin Shattenkirk am Tag der Trade Deadline geholt hatte, brachte Torhüter Braden Holtby etwas Entlastung und dem Sturm mit Stars wie Marcus Johansson, T. J. Oshie und Nicklas Bäckström eine weitere Option in ihrem offensiven Spiel.

Alles in allem ist wieder einmal ein Eishockeyfest angerichtet. Zwei Teams mit schwerer offensiver Artillerie und zwei Torhütern, die oft wie ein Abwehr-Bollwerk agieren, sind dazu bereit, alles zu geben, um den jeweiligen Erzrivalen aus dem Titelrennen zu eliminieren und sich selbst einen Schritt näher zum ultimativen Titel im Eishockey zu bringen.

Schaffen es die Penguins erneut, Washington aus den Playoffs zu werfen, oder sind die Capitals dieses Jahr besser vorbereitet? Die Serie startet am 27. April in Washington.

 

Vorhersage der Redaktion: Pittsburgh in sechs Spielen

 

Ottawa Senators (#5) vs. New York Rangers (1. Wildcard)

Das zweite Duell der Eastern Conference bietet ein länderübergreifendes Duell, wenn die kanadische Hauptstadt auf die größte Stadt der USA trifft.

Die Rangers konnten überraschenderweise die Montréal Canadiens, Sieger der Atlantic-Division, bereits in sechs Spielen niederringen. Wichtiger Faktor dabei war Torhüter Henrik Lundqvist, der in sechs Spielen nur elf Tore zugelassen hatte. Zusätzlich brachte New Yorks vielfältiger Sturm große Varietät mit.

Die Senators hingegen konnten ihre Serie gegen die Bruins zwar mit 4:2 gewinnen, doch gibt es bei ihnen viel Aufholbedarf, wollen sie Runde 2 überstehen. Obwohl Ottawa wesentlich mehr Schüsse als Boston abgegeben hatte (187:165), schossen die Hauptstädter nur zwei Tore. Kopfzerbrechen wird auch das Powerplay bereiten, traf man doch nur fünf Mal bei dreiundzwanzig Überzahlsituationen.

Sollten die Senators diese Probleme jedoch überwinden, steht eine spannenden Serie nichts im Weg. Qualität im Kader hat Ottawa mit Stürmern wie Bobby Ryan, Alexandre Burrows und Ex-Ranger Derick Brassard genug und auch die Verteidigung ist mit Kapitän und Spielmacher Erik Karlsson und Torhüter Craig Anderson gut bestückt.

 

Vorhersage der Redaktion: New York in fünf Spielen

 

Western Conference:

Anaheim Ducks (#3) vs. Edmonton Oilers (#4)

Eine genauso spannende Serie wie Washington gegen Pittsburgh liefert uns die Pacific Division mit dieser Paarung. Die beiden Top-Teams dieser Division treffen in Runde 2 aufeinander und es verspricht ein Spektakel zu werden.

Anaheim hat in Runde 1 souverän die Calgary Flames mit vier Spielen besiegt und stand als eines der ersten Teams in der nächsten Runde. Die Ducks profitieren von ihrem erfahrenen Kern rund um Ryan Getzlaf, Ryan Kesler und Corey Perry. Mit John Gibson haben sie einen erfahrenen Torhüter, der aber auch durchaus durch Jonathan Bernier ersetzt werden kann.

Bei Edmonton dreht sich alles um Kapitän Connor McDavid. Der Jungspund führte seine Oilers souverän in die Playoffs. In der Serie gegen die San Jose Sharks brillierte er aber nicht nur als Topscorer für sein Team, sondern zeigte vor allem seine Führungsqualitäten. Für die zwölf Tore aus Runde 1 sorgten neun Spieler, was die Tiefe des Kaders herausstreicht. Im Tor steht mit Cam Talbot ebenfalls ein talentierter Mann, der jedoch bei der 7:0-Schlappe gegen San Jose nicht gut aussah.

Ausschlaggebend in dieser Serie wird sein, wie die Oilers mit ihrer fehlenden Erfahrung umgehen werden. Sie haben zwar bereits gegen die Sharks, immerhin Finalist im letzten Jahr, gezeigt, dass sie die notwendigen Qualitäten besitzen, doch ist Anaheim nach der kurzen Serie gegen Calgary frischer.

 

Vorhersage der Redaktion: Edmonton in sechs Spielen

 

St. Louis Blues (#5) vs. Nashville Predators (2. Wildcard)

Im zweiten Duell der Western Conference treffen die beiden Überraschungsteams der ersten Runde aufeinander. St. Louis (4:1 gegen Minnesota) und Nashville (4:0 gegen Chicago) konnten vor allem dank ihrer Torhüter die beiden Favoriten aus dem Titelrennen werfen.

Die Blues kamen zwar als Dritter der Central Division in die Playoffs, jedoch lagen sie mit sieben Punkten hinter Minnesota relativ abgeschlagen. Doch Torhüter Jake Allen konnte den Offensivbemühungen der Wild einen Riegel vorschieben und führte sein Team souverän in die nächste Runde.

Für die Predators gab es in der ersten Runde eines der härtesten Lose. Als zweites Wildcard-Team für die Playoffs qualifiziert, musste man gegen Topfavoriten Chicago ran. Doch die Blackhawks, die mit Jonatahn Toews, Patrick Kane und Artemi Panarin drei der besten Stürmer in ihren Reihen haben, fanden kein Mittel, um an Nashvilles Torhüter Pekka Rinne vorbeizukommen.

Im Mittelpunkt dieser Serie steht also das Duell der Torhüter. Die große Frage wird sein, welcher der beiden Schlussmänner seine Form länger halten kann. Sowohl die Blues (Vladimir Tarasenko, Alex Stehen, Paul Stastny, David Perron, Jaden Schwartz uvm.) als auch die Predators (Filip Forsberg, Viktor Arvidsson, Ryan Johansen, James Neal, Colton Sissons ua.) haben starke Stürmer in ihren Reihen. Den kleinen aber feinen Vorteil in der Defensive hat vermutlich Nashville, das mit Roman Josi, Matthias Ekholm, P. K. Subban und Ryan Ellis vier sehr starke Verteidiger in seinen Reihen hat.

 

Vorhersage der Redaktion: St. Louis in sechs Spielen

 

ring-hockey.at / NHL.com

 

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