League to Watch – DEL

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Die DEL (Deutsche Eishockey Liga) existiert in dieser Form seit 1994 und schon über 30 Teams haben insgesamt daran teilgenommen. Bekannte Teams wie die Hannover Scorpions, die Hamburg Freezers oder die Frankfurt Lions sucht man in der aktuellen Zusammensetzung vergeblich. Nichtsdestotrotz blicken wir in dieser Ausgabe auf die höchste deutsche Eishockeyliga.

Der Playoff Modus ist etwas anders als bei uns in Österreich. Die ersten 6 Teams vom Grunddurchgang sind fix für das Viertelfinale qualifiziert. Die Teams von 7-10 spielen sich 2 weitere Plätze für das Viertelfinale aus. So trifft der 7te auf den 10ten und der 8te auf den 9ten. Bei diesen Spielen kommt noch die „Best of Three“ Serie zum Einsatz, ehe es dann ins „Best of Seven“ übergeht.

Nach 3 Titeln in Serie von Red Bull München, konnten sich in der Saison 2018/2019 die Adler aus Mannheim zum Champion krönen. Die Finalserie ging mit 4:1 relativ deutlich an Mannheim. Auch die Topscorerliste liest sich beeindruckend. Mark Katic, Ben Smith und Andrew Desjardins jeweils mit 14 Punkten. Die Mannheimer Dominanz wurde nur vom Düsseldorfer Jaedon Descheneau gebrochen, der mit 13 Punkten aus 7 Spielen seine unglaubliche Saison auch im Playoff fortsetzen konnte. Dahinter mit Luke Adam, Markus Eisenschmid, Matthias Plachta und Chad Kolarik wieder 4 Mannheimer Spieler.

Die Adler aus Mannheim sind auch in der kommenden Saison das „Team to beat“. Mit Chad Kolarik (zu Red Bull Salzburg) und Luke Adam (zu den DEG Metro Stars) wechseln zwar 2 wichtige Spieler der Pavel Gross Truppe, man hat aber mit Chad Billins (D/ Linköping) und Jan-Mikael Järvinen (F/ Tappara) schlagkräftige Neuzugänge präsentieren können. Im Tor hat Dennis Endras mit Johan Gustafsson einen neuen „Konkurrenten“ aus Frölunda erhalten. Player to watch bei Mannheim aber natürlich Moritz Seider. Der 18 jährige wurde von den Detroit Red Wings an 6ter Stelle gezogen, könnte diese Saison aber wohl noch in Mannheim verbringen. Auch im Nationalteam hat er bei der WM in Bratislava/Kosice bereits seine Visitenkarte abgeben können.

Großer Herausforderer wollen natürlich wieder die Münchner sein. Hier gab es auch einige Aktivitäten am Transfermarkt. Die Neuzugänge mit Derek Roy (36), Chris Bourque (33), Philip Gogulla (32) und Blake Parlett (30) sind zwar namhaft, aber auch nicht mehr die jüngsten. In die CHL startete man mit 2 Siegen (jeweils 3:0 gegen Ambri und Banska Bystrica) jedoch vielversprechend. Danach gab es noch eine 2:3 Niederlage nach Shootout gegen Bystrica sowie einen 3:2 Erfolg – ebenfalls im Penaltyschießen- gegen Ambri.

Außenseiterchancen haben die Eisbären Berlin, die mit Serge Aubin, Sebastian Dahm und Ryan McKiernan auch einige Spieler/Trainer mit EBEL Vergangenheit in ihren Reihen haben. Ebenfalls ein fixer Playoff Kandidat ist Mike Stewart mit seinen Kölner Haien. Mit Jon Matsumoto kommt ein Spieler, der schon bei Schwenningen, Augsburg, München und zuletzt bei Iserlohn tätig war. Er kennt die Liga und hatte letzte Saison herausragende 56 Punkte in 52 Spielen für die Roosters. Er wird die eher schwache Offensivleistung der Kölner bestimmt auf ein höheres Niveau heben. Akeson, Fredi Tiffels und Jason Bast (kommt aus Nürnberg) werden ihm dabei behilflich sein.

Die Überraschungsmannschaft der letzten Saison, die Augsburger Panther, haben mit Mike Stewart ihren Headcoach verloren. Tray Tuomie steigt daher vom Assistant Coach auf.

Auch die DEG Metro Stars, der ERC Ingolstadt (Kris Foucault und Brett Olson) und auch die Thomas Sabo Ice Tigers (Brandon Buck) aus Nürnberg hoffen auf eine direkte Playoff Qualifikation.


Schwierig wird es für die Pinguine aus Krefeld und Bremerhaven (Jan Urbas und Miha Verlic). Auch die Iserlohn Roosters (Alex Petan und Mike Halmo) und Schwenninger Wild Wings (Mike Blunden) werden es diese Saison schwer haben.

 

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