Leon Draisaitl hat einmal mehr unter Beweis gestellt, warum er zur absoluten Weltspitze der NHL gehört. Beim fulminanten 7:4-Sieg seiner Edmonton Oilers gegen die Nashville Predators war der Deutsche schlichtweg nicht zu stoppen. Mit einem eigenen Treffer und satten vier Assists markierte er fünf Scorerpunkte und führte sein Team damit zum fünften Erfolg in Serie.
In der teaminternen sowie ligaweiten Scorerliste zeichnet sich derweil ein gewohntes Bild ab: Draisaitl rangiert mit nun 21 Punkten nur hauchdünn hinter seinem kongenialen Partner Connor McDavid, der gegen Nashville ebenfalls glänzte und zwei Tore sowie zwei Vorlagen beisteuerte. Die Oilers festigen mit dieser Ausbeute von 14 Punkten aus zehn Partien ihren Status als Top-Team der Western Conference und bleiben den Vegas Golden Knights dicht auf den Fersen.
Gemischte Gefühle für die weiteren Legionäre
Während es in Alberta Grund zum Feiern gibt, verlief der Spieltag für andere Akteure aus dem deutschsprachigen Raum eher ernüchternd. Tim Stützle musste mit den Ottawa Senators eine knappe 3:4-Niederlage gegen die Tampa Bay Lightning hinnehmen. Ähnlich erging es Nico Sturm: Zwar konnte er für seine San Jose Sharks einen Assist verbuchen, am Ende reichte es gegen die Anaheim Ducks dennoch nicht. Die Sharks zogen im Penaltyschießen mit 5:6 den Kürzeren.
In Seattle gab es derweil einen 5:4-Sieg der Kraken gegen die Calgary Flames zu bejubeln – allerdings ohne deutsche Beteiligung auf dem Eis. Nationaltorhüter Philipp Grubauer fehlt seinem Team weiterhin. Er wurde nach einer Unterkörperverletzung, über deren genaues Ausmaß der Klub keine Details nannte, vorerst auf die „Injured-Reserve-List“ gesetzt.
Popkultur trifft Puck: „Heated Rivalry“ als neuer Reichweiten-Bringer
Abseits des reinen Spielgeschehens sorgt derzeit ein mediales Phänomen für Gesprächsstoff, das der NHL ein völlig neues Publikum beschert. Die TV-Serie „Heated Rivalry“, die auf dem gleichnamigen Roman von Rachel Reid basiert und die Romanze zwischen zwei Profi-Eishockeyspielern thematisiert, schlägt Wellen. Für eine Liga, die in Sachen Inklusion und dem Umgang mit der LGBTQ+-Community in der Vergangenheit nicht immer ein glückliches Händchen bewies, kommt dieser Hype fast einer Zäsur gleich.
Die Serie schafft es, Menschen für den Sport zu begeistern, die vorher kaum Berührungspunkte mit dem harten Spiel auf dem Eis hatten. Ein Beispiel dafür sind Fans wie Rue Tercero und ihre Freundin Cara Barry. Während Tercero quasi mit den Washington Capitals aufgewachsen ist, fand Barry erst durch die fiktive Geschichte den Zugang zum realen Sport. Es sind genau diese neuen Dynamiken, die die NHL dazu zwingen, sich intensiver mit der Frage auseinanderzusetzen, wie willkommen diverse Fangruppen in den Stadien tatsächlich sind.