VSV-Goalie Kickert im Interview: „Ich freue mich auf die Derbys“

//
3 mins read

Der EC VSV ist der einzige EBEL-Klub der kommenden Saison, der mit zwei österreichischen Torhütern startet. Neben dem 24-jährigen Lukas Herzog, wechselte der frischgebackene Meister David Kickert an die Drau. Ring-Hockey.at traf sich mit dem 23 Jährigen und plauderte über die letzte Saison bei den Vienna Capitals, seine neue Herausforderung Villach und auf was er sich am meisten freuen wird.

Ring-Hockey: Wie hast du dich in Villach eingelebt?

David Kickert: Ich wurde von der Mannschaft und vom Verein mit offenen Armen empfangen. Es gibt nichts worüber ich mich beschweren könnte.

Ring-Hockey: Wie ist dein erster Eindruck vom Team?

Kickert: Die Stimmung ist gut. Es wird hart gearbeitet und auch wenn das Training offiziell beendet ist, bleiben alle am Eis und trainieren freiwillig weiter.

Ring-Hockey: Wo siehst du einen organisatorischen Unterschied zwischen den Vienna Capitals und dem EC VSV?

Kickert: Die Vienna Capitals sind größer, während beim VSV alles familiärer vonstatten geht.

Ring-Hockey: Letzte Saison gewannst du mit den Vienna Capitals den Grunddurchgang, die Zwischenrunde und alle zwölf Playoffspiele. Nun Monate später, warum wart ihr so viel besser als die Konkurrenz?

Kickert: Es hat letzte Saison alles gepasst. Vom Trainer über die Spieler, es harmonierte. Zudem wussten wir trotz Rückstände, dass wir jedes Spiel drehen können – wie es auch im Finale gegen den EC KAC zu sehen war.

Ring-Hockey: Wann habt ihr das erste Mal gewusst, dass der Titel realistisch werden könnte?

Kickert: Nach dem Halbfinale hatten wir von acht Playoffspielen acht Siege. Da dachten wir erstmals, dass die Vienna Capitals Meister werden können.

Ring-Hockey: Warum dann der Wechsel nach Villach und nicht die Herausfoderung Titelverteidigung?

Kickert: Es war eine sehr schwere Entscheidung. Aber ich bin nun 23 Jahre und muss spielen. Mit der Vertragsverlängerung von Jean-Philippe Lamoureux (Anm. der Redaktion: Verlängerung um 2 Jahre) wusste ich, dass ich nicht genug Eiszeit bekommen werde. Und selbstverständlich war auch VSV-Goalietrainer Markus Kerschbaumer ein Grund.

Ring-Hockey: Was macht Kerschbaumer besser als andere Goalie Coaches?

Kickert: Er lässt einen spielen wie er will. Somit schenkt er den Torhütern viel Vertrauen.

Ring-Hockey: Wurde bereits besprochen, ob du oder Lukas Herzog Starting Goalie wird?

Kickert: Nein.

Ring-Hockey: Deine Meinung zu der Aussage, der EC VSV ist sehr mutig mit einem solch jungen Goalie-Gespann in die Saison zu gehen.

Kickert:  Mutig ist nicht das richtige Wort. Herzog und ich wollen das Vertrauen des VSV in uns mit guten Leistungen zurückzahlen.

Ring-Hockey: Auf was freust du dich beim EC VSV am meisten?

Kickert: Auf die Herausforderung, die Mannschaft und das Derby.

Das Interview führte Alexander Planasch

 

Comments