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EBEL

RH-Kaderbewertung: Das ist das Team von Red Bull Salzburg

Photo: GEPA pictures/ Thomas Bachun
Zugänge: Lukas Herzog (VSV), Chris VandeVelde (Lukko), Steve Michalek (Iowa Wild), Dustin Gazley (Hershey Bears), Brent Regner (Texas Stars)
Abgänge: Manuel Latusa (Karriereende), Julien Brouillette (Karriereende),  Maximilian Egger (Kitzbühel), Bernhard Starkbaum (Kloten), Matt Generous, Luka Gracnar, Peter Mueller (Brno),Rob Schremp

Tor:
Steve Michalek
Lukas Herzog

Verteidigung:
Dominique Heinrich
Matthias Trattnig
Bobby Raymond
Daniel Jakubitzka
Alexander Pallestrang
Layne Viveiros
Martin Stajnoch
Brent Regner

 

Angriff: 
John Hughes
Florian Baltram
Thomas Raffl
Alexander Rauchenwald
Michael Schiechl
Christof Wappis
Alexander Cijan
Raphael Herburger
Peter Hochkofler
Mario Huber
Dario Winkler
Brant Harris
Ryan Duncan
Chris VandeVelde
Dustin Gazley

Headcoach:
Greg Poss

  • Trainer
  • Torhüter
  • Verteidigung
  • Angriff
4.5

Bewertung

Zur Erklärung: 5 Sterne ist die Beste, 1 Stern die schlechteste Wertung. Die Gesamttabelle (Redaktion+Fanvoting) gibt es am 08.09.2017 auf ring-hockey.at zu sehen.

Red Bull Salzburg ist seit der Saison 2004/2005 ein fixer Bestandteil der Erste Bank Eishockey Liga. Das war übrigens auch die einzige Saison, in der die Bullen es nicht in die Playoffs geschafft haben. Anschließend hieß es fast immer Halbfinale oder Finale. Die Mozartstädter gehen auch heuer als einer der Favoriten auf den Titel ins Rennen, doch das Team von Greg Poss hat nicht nur seine Stärken. Schafft es der Headcoach heuer sein Team ins Finale zu führen bzw. vielleicht sogar zum Titel? Wie haben sich die Bullen verstärkt?

Ring-hockey.at bietet eine ausführliche Vorschau zu jedem Verein der Erste Bank Eishockey Liga und versucht, folgende Themen zu klären:

Die Sommeraktivitäten: Red Bull Salzburg hat jede Saison den Anspruch ins Finale der Erste Bank Eishockey Liga einzuziehen, letztes Jahr zog man am Ende gegen Bozen den Kürzeren. Greg Poss darf weiterhin hinter der Bande stehen, die Kritik an seiner Person ist aber noch nicht verstummt. Die Bullen selbst sind hervorragend in die Champions Hockey League gestartet und stehen bereits mit einem Bein in den Playoffs. Doch kann man sich heuer in der EBEL endlich wieder den Titel sichern?

Steve Michalek (EC RBS). Photo: GEPA pictures/ Thomas Bachun

Tor: Alles Neu, heisst es bei Red Bull Salzburg auf der Torhüterposition. So trennte man sich zunächst von Goalie Luca Gracnar, er wird ersetzt durch Lukas Herzog (VSV). Auch Bernhard Starkbaum musste sich mit Kloten einen neuen Verein suchen, dafür nahmen die Bullen den 25-Jährigen Amerikaner Steve Michalek unter Vertrag.  Der 24-jährige Amerikaner hat in der letzten Saison 31 Spiele in der AHL bzw. in der ECHL bestritten und freut sich nun auf sein erstes Engagement in Europa. Mit dem 1,91 Meter großen Steve Michalek haben die Red Bulls einen groß gewachsenen Torhüter geholt, der in der NCAA mit dem Team der Havard University 2015 auch schon einen Meistertitel feiern konnte. Der NHL-Sechstrundendraft der Minnesota Wild (2011) hat danach drei Jahre in der AHL bei den Iowa Wild gespielt und im gleichen Zeitraum auch Einsätze in der ECHL bei den Quad City Mallards bzw. den Rapid City Rush absolviert.

Salzburgs Head Coach Greg Poss sagt über den Neuzugang: “Steve ist sehr athletisch und hat eine gute Größe, ist aber trotzdem beweglich. Er hat in Nordamerika schon seine Klasse bewiesen und will sich nun in Europa weiterentwickeln. Mit seinen Voraussetzungen ist er unser Wunschgoalie und mit 24 Jahren hat er auch ein gutes Alter, um uns zu helfen und sich mit unserem Torhütertrainer Santeri Hilli weiterzuentwickeln.“


RH-Bewertung: Red Bull Salzburg hat in dieser Saison wieder ein starkes Torhüter-Duo. Beide Goalies bewiesen bereits in der Vorbereitung ihre Klasse und werden auch in der kommenden Saison zu den besten Goalies der Liga zählen.

Sterne: *****

Brent Regner (EC RBS). Photo: Red Bull/GEPA pictures/ Daniel Goetzhaber

Verteidigung: In der Verteidigung galt es Spieler wie Julien Brouillette und Matt Generous nicht nur zu ersetzen, sondern vielleicht die Qualität sogar zu steigern. Einer der das schaffen soll, wäre Brent Regner. Der 29-jährige Kanadier bestritt vergangene Saison 88 Spiele in der American Hockey League (AHL), wo er sich mit den Texas Stars im Finale um den Calder Cup im Spiel 7 den Toronto Marlies geschlagen geben musste.

Mit dem 29-jährigen Verteidiger Brent Regner bringen die Red Bulls viel Erfahrung und eine Führungspersönlichkeit nach Salzburg. Nachdem er im NHL Draft 2008 in der 5. Runde an Stelle 137 von den Columbus Blue Jackets gedraftet wurde, spielte er über einen neunjährigen Zeitraum seiner bisherigen Profikarriere bereits bei sechs verschiedenen AHL-Teams in insgesamt 586 Meisterschaftsspielen. Als mobiler Verteidiger, der die Scheibe gerne schnell den Stürmern serviert, sich in Angriffe einschaltet und mit seiner Übersicht vor allem im Powerplay für Gefahr sorgt, erzielte er in der AHL 45 Tore und bereitete 186 weitere vor.

Neben seinen sportlichen Qualitäten besticht er als Führungsspieler auf und neben dem Eis – er hat bislang Chicago Wolves, Portland Pirates und Springfield Thunderbirds als Kapitän bzw. Texas Stars als Assistant-Kapitän auf das Eis geführt. Eines seiner größten sportlichen Highlights war sein NHL-Debüt für die Florida Panthers in der Saison 2015/16, als er für sieben Spiele vom Farmteam Portland Pirates in die beste Liga der Welt befördert wurde. Sportlich markierte der 1,83 Meter große Verteidiger in der abgelaufenen Saison mit 31 Punkten (10 Tore, 21 Assists) in 66 Spielen seine Bestmarke. Im Playoff im Kampf um den Calder Cup legte er in 22 Spielen noch einmal 11 Punkte (1 Tore, 10 Assists) nach, musste sich am Ende mit den Texas Stars jedoch im 7. Finalspiel den Champions Toronto Marlies geschlagen geben.

Ansonsten vertraut man in Salzburg auf alte Stammkräfte wie Matthias Trattnig, Dominique Heinrich, Alexander Pallestrang,Martin Stajnoch, Daniel Jakubitzka, Layne Viveiros und Bobby Raymond. Abgerundet wird die Verteidigung mit Maximilian Egger und Daniel Jakubitzka.

RH-Bewertung:  Die Bullen verfügen über vier ausgeglichene Verteidigungspaare und besitzen auch über die notwendigen Mittel, im Fall der Fälle nachzulegen.

Sterne: *****

Chris Vandevelde (EC RBS). Photo: Red Bull/GEPA pictures/ Daniel Goetzhaber – For editorial use only. Image is free of charge.

Angriff: Peter Müller, Daniel Welser und Rob Schremp stehen in dieser Saison nicht mehr im Kader von Red Bull Salzburg. Drei schmerzliche Abgänge für die Mozartstädter, man hat heuer aber gleich versucht von Beginn Weg entsprechende Verstärkungen unter Vertrag zu nehmen. Chris VandeVelde und Dustin Gazley sollen die Abgänge vergessen machen. 

Mit dem 31-jährigen Chris VandeVelde kommt ein Spieler nach Salzburg, der allein in NHL und AHL (American Hockey League) schon in 557 Spielen auf dem Eis gestanden hat. Die AHL-Premiere hatte der Stürmer in der Saison 2009/10 bei den Springfield Falcons, in der Saison darauf absolvierte er bereits die ersten zwölf NHL-Spiele für die Edmonton Oilers. In den Folgejahren bis zur Saison 2014/15 wechselte er innerhalb der Spielzeiten zwischen den NHL-Clubs Edmonton Oilers und Philadelphia Flyers sowie den AHL-Clubs Oklahoma City Barons, Adirondack Phantoms und Lehigh Valley Phantoms hin und her. In den Saisonen 2015/16 und 2016/17 spielte er ausschließlich in der NHL für die Philadelphia Flyers. In der letzten Saison setzte Chris VandeVelde erstmals über den großen Teich und stürmte für den finnischen Erstligaclub Lukko Rauma.

Mit dem pfeilschnellen Angreifer Dustin Gazley kommt ein Spieler nach Salzburg, der in seiner bisherigen Profikarriere in Amerika auf Punktejagd ging. In der Saison 2011/12 sorgte Dustin Gazley in der East Coast Hockey League (ECHL) in seinem ersten Profijahr für Elmira Jackals mit dem Ligabestwert von 85 Punkten in 72 Grunddurchgangsspielen für Furore und wurde zum Rookie of the Year gewählt. In den zwei Folgejahren debütierte der 1,75 Meter große Stürmer zunächst in der AHL für die Binghamton Senators, ehe er innerhalb der Spielzeiten zwischen den AHL-Clubs Binghamton Senators und Hershey Bears sowie den ECHL-Clubs Elmira Jackals und Reading Royals hin und her wechselte. Mit den Hershey Bears, dem Farmteam des amtierenden Stanley Cup Siegers Washington Capitals, gelang dem Angreifer in der Saison 2014/15 endgültig der AHL-Durchbruch. Das unterreichen 140 Punkte (63 Tore, 77 Assists) aus 317 Spielen in Nordamerikas zweithöchster Spielklasse.

Dazu kommen natürlich fixe Größen wie John Hughes, Brent Harris, Mario Huber, Ryan Duncan, Raphael Herburger, Thomas Raffl, Michael Schiechl oder Alexander Rauchenwald. Komplettiert wird der Angriff durch Florian Baltram, Alexander Cijan, Peter Hochkofler, Christoph Wappis und Dario Winkler.

RH-Bewertung: Der Angriff der Bullen verfügt über viel Qualität, so wird man auch hier mit vier relativ ausgeglichenen Linien in die neue Saison starten. Allerdings gilt es, sich in einigen Bereichen zu verbessern.  Ein großes Problem ist auch heuer noch das Überzahlspiel der Salzburger, wo aber auch der Headcoach sich etwas überlegen muss.

Sterne: *****

Greg Poss (EC RBS). Photo: GEPA pictures/ Thomas Bachun


Trainer: Greg Poss steht weiterhin hinter der Bande bei Red Bull Salzburg. Kritische Stimmen gibt es weiterhin gegen seine Person, diese sind aber zumindest aktuell mit der Leistung in der CHL verstummt.

RH-Bewertung: Der Druck auf Greg Poss ist natürlich da, man darf gespannt sein wie er mit diesem umgehen wird. In der Champions Hockey League hat das schon einmal gut funktioniert, doch seine Mannschaft muss auch in der EBEL mit diesem Kader abliefern.

Sterne: ***

FAZIT/PROGNOSE: Die Bullen gehören auch heuer zu den Top-Teams in der Erste Bank Eishockey Liga und zählen zu den Favoriten auf den Meistertitel. Die Mozartstädter verfügen natürlich auch über den notwendigen finanziellen Background, das Finale sollte auch heuer wieder das Ziel sein.

Ring-hockey.at sieht Red Bull Salzburg zwischen Platz 1-4.

Für RH
Benjamin Grundauer

 

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