Connect with us

EBEL

Red Bull Salzburg: Bullen holen weiteren Neuzugang

Bild: GEPA pictures/ City-Press

Während beim EC Red Bull Salzburg gerade das erste Skate Camp läuft, hat sich der neue Head Coach Matt McIlvane, der zugleich erstmals mit einem Teil seines neuen Teams auf dem Eis der Red Bull Eishockey Akademie trainiert, in einer Gesprächsrunde mit Journalisten vorgestellt und Einblicke in seine neue Arbeit mit den Red Bulls gegeben.   

„Salzburg ist ein sehr spezieller Ort, es ist aufregend, die Möglichkeit zu bekommen, hier zu leben und Teil der Organisation zu sein.“ Es ist bereits das zweite Mal, dass Matt McIlvane seine Zelte in Salzburg aufschlägt. Vor fünf Jahren stand er für eine Saison an der Seite von Head Coach Don Jackson bei den Red Bulls auf der Trainerbank, nun ist er in Salzburg selbst der Chef.   

Und der muss seine Mannschaft erstmal richtig kennenlernen: „Es braucht immer seine Zeit, wenn man neu in eine Mannschaft kommt, ein System einzuspielen. Aber es hilft, dass wir Spieler haben, die das System bereits kennen, z.B. Thomas Raffl, Dominique Heinrich oder Derek Joslin aus München. Diese Jungs sind Leader und helfen auch in der Umkleidekabine. Dazu haben wir einen sehr guten Trainerstab, der mit der richtigen Einstellung an der Umsetzung des Spielsystems arbeitet.“  

In Bezug auf die Entwicklung des Kaders mit deutlich weniger Transferkartenspielern, dafür mit mehr jungen Spielern aus dem eigenen Nachwuchs, sagte der 33-jährige Amerikaner: „Wir leben hier in der Akademie in einer der besten Trainingsstätten weltweit mit vielen österreichischen und deutschen Talenten. Diesen Talenten wollen wir eine Chance geben. Wir wollen mehr Junge aus der Akademie ins Team einbauen und wir wollen gewinnen, wobei die Jungen in ihrem Entwicklungsprozess von der Erfahrung der Älteren profitieren sollen. Das gemischt mit der Einstellung und Arbeit der Trainer bildet die Grundlage für eine erfolgreiche Entwicklung.“ 

Bei der Wahl der neuen Spieler, die nicht aus der Akademie kommen, setzt McIlvane hauptsächlich auf Konstanz: „Wenn man sich z.B. die letzten Jahre von J.P. Lamoureux anschaut, sieht man, dass er unglaublich konstant gespielt hat. Das betrifft auch all die anderen neuen Spieler, die wir ins Team geholt haben. Daneben haben wir darauf Wert gelegt, wer mit wem am besten zusammenspielen könnte und haben jetzt eine spannende Mischung gefunden.“   

Über seine neue Rolle als Head Coach nach sechs Jahren als Assistant Coach an der Seite von Don Jackson sagt McIlvane: „Wenn man mir vor sechs Jahren gesagt hätte, dass ich in Europa als Trainer arbeiten würde, hätte ich es wohl nicht geglaubt. Nun gehe ich in mein siebentes Jahr und ich hatte mit Don Jackson wahrscheinlich den besten Mentor, den ein junger Trainer haben kann. Ich habe eine Menge von ihm gelernt, habe nun aber eine gänzlich neue Rolle. Es ist eine tolle Gelegenheit, die sich mir hier eröffnet, und ich werde jeden Tag dazulernen. Es ist sehr spannend und ich freue mich auf die Arbeit mit dem Team, schaue aber nicht zu weit voraus, sondern eher von Tag zu Tag.“   

An den Clubzielen lässt er dabei keine Zweifel: „Wir spielen professionelles Eishockey, da geht es darum, zu gewinnen. Wir wollen den Grunddurchgang gewinnen, wollen die Meisterschaft gewinnen und uns für die Champions Hockey League qualifizieren. Dafür treffen wir uns jeden Tag, um besser zu werden und in der Lage zu sein, die Ziele zu erreichen. Es geht darum, wie man die Ziele erreichen kann und das beginnt mit dem ersten Training, mit dem ersten Spiel und endet im besten Fall mit dem letzten Playoff-Spiel.“

Nach dem aktuellen Skate Camp wird Matt McIlvane zunächst noch einmal nach Chicago zu seiner Familie fliegen. Wenn er die Arbeit in Salzburg im Juli wieder aufnimmt, werden ihm auch seine Frau Megan und die beiden Kinder Mason (3) und Mila (1) – „Meine Tochter ist ein echtes Playoff-Kind“ – bald nachfolgen.   


VERTEIDIGER VOM DEUTSCHEN MEISTER VERSTÄRKT SALZBURGS DEFENSIVE

Der EC Red Bull Salzburg freut sich zudem, mit Brendan Mikkelson einen weiteren Verteidiger für die neue Saison ankündigen zu können. Der 31-jährige Kanadier bringt viel Erfahrung aus den Top-Ligen NHL und SHL mit und feierte zudem erst in der letzten Saison mit den Adler Mannheim den deutschen Meistertitel. 

Der mit 1,91 Meter groß gewachsene Verteidiger hat einst in der kanadischen Juniorenliga WHL das Handwerk gelernt und gewann 2007 mit den Vancouver Giants auch den Memorial Cup, den Pokal für den Sieger der Canadian Hockey League. Ab 2008 spielte Mikkelson über einen längeren Zeitraum abwechselnd in der NHL und AHL und kam mit den Anaheim Ducks, Calgary Flames und Tampa Bay Lightning auf insgesamt 131 NHL-Spiele.   

2015 wechselte der Verteidiger dann nach Europa und spielte drei Saisonen mit Luleå HF in der SHL, bevor er letztes Jahr in Mannheim anheuerte und dort u.a. gemeinsam mit Chad Kolarik, der ebenfalls erst vor kurzem zu den Red Bulls gewechselt hat, den Meistertitel in der DEL gewonnen hat. 

Matt McIlvane über den Routinier: „Er ist ein großer Verteidiger, der die Eigenschaften mitbringt, nach denen wir gesucht haben. Er kann gut eislaufen, spielt sehr physisch und kann uns insgesamt helfen, härter zu spielen.“ Mit Brendan Mikkelson haben die Red Bulls die Kaderplanung vorerst abgeschlossen. Bobby Raymond und Will O’Neill werden somit in Zukunft in Salzburg nicht mehr berücksichtigt. Die Red Bulls bedanken sich beiden Verteidigern – Bobby Raymond hat drei Jahre, Will O’Neill nur zum Ende der letzten Saison in Salzburg gespielt – herzlich für ihren Einsatz und wünschen ihnen auf ihrem weiteren Weg alles Gute und viel Erfolg. 

EC Red Bull Salzburg

Comments

More in EBEL