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EBEL-Playoffs: Olden schießt Wien zu Matchpucks

PSR/LeoVymlatil

Im fünften Spiel der Halbfialserie setzten sich die Vienna Capitals in der ersten Overtime mit 2:1 durch. Nachdem Nissner die Caps am Ende des ersten Drittels in Führung gebracht hatte, missten es die Hauptstädter, den Deckel schon vorzeitig zu zu machen. So konnte Brant Harris für die Bullen ausgleichen. Am Ende durften die Wiener jedoch trotzdem jubeln, da Sondre Olden sie zum hart erkämpften, aber durchaus verdienten Sieg führte.
Die Wiener hatten vor dem heutigen Spiel bereits sechs Mal in dieser Serie eine Führung aus der Hand gegeben, konnten jedoch hoffnungsvoll auf die Playoffs aus dem Jahr 2013 zurückblicken. Dort besiegten die Caps zunächst im Viertelfinale Znaim mit 4:1, ehe man eine 2:0-Halbfinalführung gegen Salzburg hergab. Am Ende stiegen die Hauptstädter jedoch mit einem 4:2-Seriensieg in das Finale auf. Dieses Endergebnis ist nach dem heutigen 2:1-Sieg weiterhin möglich.

Beide Teams mussten von Beginn an auf Rafael Rotter (VIC) beziehungsweise Dustin Gazley (RBS) verzichten.

1. Drittel (1:0)
Nachdem die Gastgeber einen offensiven Start hingelegt hatten, kam Thomas Raffl im Konter zur ersten Chance des Spiels. Sein Schuss mit der Backhand traf jedoch nur die Stange. Daraufhin übernahmen jedoch sofort wieder die Wiener das Ruder, die nach zwei gespielten Minuten durch Emil Romig, der im Eins-auf-Null nur Michalek traf, zu ihrer ersten Möglichkeit kamen.

Nachdem sich das Spiel in weiterer Folge etwas gelegt hatte, zogen die Salzburger die erste Strafe der Partie. Im folgenden Powerplay knallte zunächst Nödl die Scheibe aus dem Slot heraus über die Latte, kurz darauf verfehlte DeSousa den Puck am langen Pfosten nur knapp.
Die Caps ließen sich vom ungenützten Überzahlspiel jedoch nicht verunsichern und fuhren Angriff um Angriff auf den Kasten von Bullen-Goalie Michalek. Die Gastgeber schadeten sich jedoch selbst, nachdem Patrick Peter auf die Strafbank verbannt wurde.
Die erste aufsehenerregende Aktion der ersten Überzahlsituation der Gäste war aber keine Torchance. Im Fokus stand Dominique Heinrich, der in der Ecke hinter dem Tor von JP Lamoureux einen Stock in das Gesicht bekam und schmerzverzerrt zur Bank fahren musste. Zu Tormöglichkeiten kamen die Bullen erst wieder kurz vor Ende des Powerplays, Viveiros und Baltram vergaben jedoch.
In der zweiten Hälfte des ersten Durchgangs beruhigte sich die Partie zusehends. Beide Teams fuhren den ein oder anderen gefährlichen Angriff, wirkliche Großchancen ergaben sich jedoch nicht.
Eine der wenigen guten Möglichkeiten hatte Kelsey Tessier, der seinen zunächst geblockten Schuss wieder auf die Kelle bekam und dann aus dem Slot heraus Michalek zu zentral auf die Brust schoss.
Kurz vor Ende des Drittels wurden die Wiener für ihre harte Arbeit schlussendlich belohnt. Nachdem die Salzburger nicht klären konnten, kam die Scheibe über Mullen zu Fischer, der aus dem Bullykreis den Schuss suchte. Michalek konnte parieren, der Rebound fiel jedoch in den Slot direkt vor Nissner’s Schaufel, der die Scheibe nur noch unter dem Pad des Salzburger Goalies in das Tor schieben musste.

2. Drittel (0:0)
Da Taylor Vause sechs Sekunden vor der Pause eine Strafe gezogen hatte, starteten die Gäste mit einem Powerplay in den zweiten Durchgang. Die Penalty-Killing-Linien der Caps arbeiteten jedoch stark und konnten die Scheibe lange Zeit nicht nur aus ihrer eigenen Zone draussen sondern auch über einen gewissen Zeitraum auch in der Zone der Gäste halten.

Nach dem Ablaufen der Strafe zündete erneut der Offensivdrang, ein weiteres Tor blied jedoch aus und die Partie gestaltete sich abermals ausgeglichen.
Zur nächsten Ausgleichschance kamen die Gäste nach knapp einer halben Stunde. Patrick Peter knallte unglücklich mit Michael Schiechl zusammen und musste deswegen für zwei Minuten auf die Strafbank. Doch das Überzahlspiel der Bullen wollte nicht so wirklich in die Gänge kommen, die Caps konnten die Scheibe immer wieder ohne Mühe aus ihrem Drittel entfernen.
Die Undiszipliniertheit der Wiener führte sieben Minuten vor der zweiten Pause jedoch zu einer weiteren Strafe. Doch auch diesmal spielten die Unterzahleinheiten der Hauptstädter beherzt auf und machten den Powerplaylinien der Bullen das Leben schwer. Zwar kamen die Gäste diesmal zu einigen Chancen, jedoch war auch JP Lamoureux jedesmal auf seinem Posten.
Kurz nach Ablaufen der Strafe wurde Dominic Hackl ebenfalls zwei Minuten verbannt und die Wiener fanden sich erneut in Uunterzahl wieder. Das Überzahlspiel der Mozartstädter griff jedoch ein weiteres Mal nicht und so endete auch die fünfte Strafe für die Caps ohne Gegentreffer.
Eineinhalb Minuten vor Ende des zweiten Abschnitts musste zum zweiten Mal an diesem Abend ein Salzburger auf die Strafbank. Das stärkste Penalty Killing der Liga hielt jedoch Stand und so lagen die Gäste nach zwei Dritteln weiterhin nur mit 0:1 hinten.

3. Drittel (0:1)
Nachdem es zu Beginn des dritten Durchgangs etwas gedauert hatte, ehe die Partie wieder an Fahrt aufgenommen hatte, kamen die Wiener besser in Schwung und verzeichneten einige gute Möglichkeiten, die, wie jene von Nödl, der nach einem Pass von Olden die Scheibe mit der Backhand nicht im Tor unterbringen konnte, jedoch ungenutzt blieben.

Im Gegenzug konnten die Gäste im Konter erstmals einnetzen. Über VandeVelde kam die Scheibe zu Raffl, der die Scheibe in Richtung Slot beförderte, wo Brant Harris rechtzeitig ankam. Der Amerikaner musste nur seine Schaufel hinhalten und die Scheibe somit über die Schulter von Lamoureux unter die Latte befördern.
In weiterer Folge drehten die Wiener weiter auf und schnürten die Salzburger immer wieder in deren Zone ein. Knapp zehn Mintuen vor Ende der regulären Spielzeit zog jedoch Patrick Peter eine weitere Strafe und bescherte den Caps damit das sechste Unterzahlspiel der Partie. Die Bullen konnten aus dieser Situation aber kein Kapital schlagen, da nur gut dreißig Sekunden später auch ein Salzburger auf die Strafbank verbannt wurde.
Fünf Minuten vor Ende des dritten Drittels bewahrte Michalek die Salzburger vor einem spätem Rückstand, als er sich in letzter Sekunde nach Pass von Schneider noch in einen Schuss von Holzapfel werfen konnte. Die Wiener hatten nun ihre Schlussoffensive gestartet und wollten den Sieg erzwingen. Die Hauptstädter schnürten die Gäste zwar in deren Drittel ein, das entscheidende Tor fiel jedoch nicht.

1. Overtime (1:0)
Auch in der Overtime setzte sich das gleiche Muster fort. Wien hatte grundsätzlich mehr vom Spiel, Salzbrug kam zu einigen Entlastungsangriffen. Abermals zogen die Caps eine Strafe, abermals agierten die Unterzahleinheiten der Hauptstädter stark und machten dem Powerplay der Gäste das Leben schwer.

Bei gleicher Stärke gaben weiter die Hausherren den Ton an. Nach gut sechs Minuten konnte Heinrich nach einem Sabgefälschten Schuss von Mullen verhindern, dass Nissner die freie Scheibe richtig trifft und ins Tor befördert. Im Gegenzug warf sich Dorion in einen Pass von Cijan, der ansonsten den frei vor dem Tor der Wiener stehenden Harris, der bei dieser Aktion einen Schläger in das Gesicht bekommen hatte und kurz darauf in der Kabine verschwand, in Szene gesetzt hätte.
Neun Minuten waren noch zu spielen, als Mario Huber an der lange Stange die Chance auf den Siegestreffer vergab. Im Gegenzug fuhren die Wiener den entscheidenden Angriff der Partie. Nachdem die Caps bereits einige Pässe im Drittel der Gäste gespielt hatten, kam die Scheibe zu Wall, er diese scharf in den Slot weiterleitete. Dort stand Sondre Olden goldrichtig und der Norweger erlöste die Caps mit dem Tip In zum 2:1.

EV Vienna Capitals – EC Red Bull Salzburg 2:1 (1:0/0:0/0:1/1:0)
Zuschauer: 5.300
Schiedsrichter: Manuel NIKOLIC, Trpimir PIRAGIC; Kevin KONTSCHIEDER, Gasper Jaka ZGONC

Tore VIC: Nissner (20′), Olden (72′)
Tore RBS: Harris (46′)
Schüsse: 32:35
Powerplay: 0/3; 0/7
Strafminuten: 16; 8

für ring-hockey.at (Lukas Hörmandinger)

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