Wohin verschlägt es Thomas Vallant? (Bild: fodo.at/Dostal)

EBEL: Freitagsspiele läuten Winter und heiße Grunddurchgangsphase ein

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Die Erste Bank Eishockey Liga startet am Freitag mit vier nationalen und zwei internationalen Duellen in den Winter. Auch am Samstag wird um Punkte gekämpft.

Moser Medical Graz99ers vs. Dornbirn Bulldogs
• Die Moser Medical Graz99ers (3.), bei denen Verteidiger Robin Weihager gesperrt fehlt, empfangen am Freitag in ihrem letzten Heimspiel vor Weihnachten die Dornbirn Bulldogs (10.). Die Murstädter bauen auf ihre Heimstärke, man holte vor eigenem Publikum bereits 34 Punkte (zwölf Siege) aus 14 Partien und ist damit das beste Heimteam der Erste Bank Eishockey Liga. Die West-Österreicher hingegen kämpfen in Graz um ihren ersten Auswärtssieg im Dezember: Die Vorarlberger verloren in diesem Monat bislang beide Spiele in der Fremde in Szekesfehervar (2:5) und in Wien (1:4).• Aber Achtung: Der DEC meldete sich am Dienstag nach starker Vorstellung bzw. 41:26-Torschüssen mit einem 4:2-Sieg über den EHC LIWEST Black Wings Linz aus dem Dezember Break zurück, während die Steirer am Sonntag mit 2:7 bei Meister HCB Südtirol Alperia ihre höchste Saison-Niederlage kassierten und daraufhin mit dem Schweden Anton Sundin prompt einen neuen Verteidiger unter Vertrag nahmen.
• Die letzten drei Duelle dieser beiden Teams brachten einen Erfolg des gastgebenden Teams.
• 99er Oliver Setzinger konnte sich als einziger Spieler in beiden bisherigen Saisonduellen als Torschütze feiern lassen.
• Die Moser Medical Graz99ers sind die Nummer 1 im Power Play. Die Steirer erzielten in 99 Überzahlspielen 29 ihrer 102 Saisontreffer (PP%: 29.3).
Stimmen:
„Sundin gilt als großes Talent mit tollen Pass-Fähigkeiten und einem guten Schuss“, war über den Neuzugang aus Graz zu hören.
Dave MacQueen, Headcoach Dornbirn Bulldogs: „Die 99ers sind extrem stark in Überzahl. Wir müssen defensiv stark spielen und diszipliniert auftreten, das ist der Schlüssel zum Erfolg.“

EC-KAC vs. EHC LIWEST Black Wings Linz
• Der EC-KAC (4.) und der EHC LIWEST Black Wings Linz (6.) matchen sich zu Winterbeginn um ihren ersten Sieg nach dem Dezember Break. Beide Vereine mussten sich am Dienstag auswärts geschlagen geben: Die Rotjacken verloren in Szekesfehervar nach Fehlstart mit 4:5 und die Oberösterreicher unterlagen in Dornbirn mit 2:4 und blieben damit sogar zum zweiten Mal in Folge ohne Punkte.
• Der EC EC-KAC geht mit guten Erinnerungen in das Duell mit den Black Wings. Österreichs Eishockey-Rekordmeister gewann die letzten drei Begegnungen.
• In Klagenfurt setzt man auf die Heimstärke: Die Rotjacken konnten in der laufenden Spielzeit bislang zehn ihrer 13 Heimspiele für sich entscheiden und rührten dabei in der Defensive Beton an! Lars Haugen und Company erlaubten bisher die wenigsten Gegentreffer: Man kassierte zu Hause erst 27 Stück bzw. insgesamt in 27 Partien 66. Die Black Wings kassierten 2018/19 auch erst 78 „Bummerln“ (die fünftmeisten Gegentreffer).
• Bei EC-KAC vs. EHC LIWEST Black Wings Linz trifft Powerplay-Stärke auf Top-Penalty Killer. Klagenfurt hat das zweitbeste Powerplay der Liga, die Kärntner schossen in 106 Überzahlspielen bereits 29 Goals (PP%: 27,4%). Die Oberösterreicher sind sogar die Nummer 1 in Unterzahl, David Kickert und Co. kassierten in 111 Unterzahlsituationen erst 13 Gegentreffer (PK%: 88,3).
• Klagenfurts Nicholas Petersen (36 Punkte – 15G/21A) bzw. Linz‘ Brian Lebler (30 Punkte – 16G/14A) sind die Topscorer und Top-Torjäger ihrer Teams.
Stimmen:
Siim Liivik, Stürmer EC-KAC: „Mit Linz kommt eine sehr gefährliche Mannschaft nach Klagenfurt.  Wir dürfen ihre Offensive nicht zur Entfaltung kommen lassen, dann haben wir, wie in den ersten beiden Duellen, gute Chancen zu gewinnen.“
„Wir wollen zurück auf die Siegerstraße, denn wir brauchen die Punkte um unseren Top 6 Platz abzusichern. Es wird aber nicht leicht, Klagenfurt hat zu Hause zuletzt zwei Mal gewonnen“, war aus Linz zu hören.

KHL Medvescak Zagreb vs. Fehervar AV19
• Fehervar AV19 (8.) ist vor den Weihnachten nochmals richtig gefordert. Die Ungarn bestreiten an diesem Wochenende zwei Spiele binnen 22 Stunden! Zunächst gastieren die Teufel am Freitag in Zagreb (12.) und am Samstag wartet daheim das Duell mit dem HC TWK Innsbruck „Die Haie“ (9.).

• Die beiden Mannschaften zeigten zuletzt unterschiedliche Gesichter! Fehervar AV19 gewann seine letzten drei Matches gegen die Dornbirn Bulldogs (5:2), den EC Panaceo VSV (4:1) und den EC-KAC (5:4) und traf dabei 14 Mal. Die im Umbruch befindlichen Kroaten hingegen blieben zuletzt acht Mal sieglos.
• Aber aufgepasst! KHL Medvescak Zagreb feierten seinen letzten Sieg am 20. November 2018 mit 4:2 daheim gegen Fehervar AV19.
• KHL Medvescak Zagreb ist das fairste Team der Liga: Die Bären kassierten erst 242 PIM, Ø verbringt man 9,3 Minuten pro Partie in der Kühlbox.
• KHL Medvescak Zagreb droht bei einer Niederlage die „Rote Laterne“ des Tabellenletzten. Holt der EC Panaceo VSV zuhause gegen den EC Red Bull Salzburg nämlich zwei Punkte mehr als die Bären daheim gegen Fehervar AV19, dann wären die Kroaten neues Schlusslicht.
Stimmen:
Daniel Kolombo, Trainer KHL Medvescak Zagreb: Wir wollen es dem Gegner schwer machen. Wir müssen clever agieren und werden unser Bestes geben.“
Hannu Järvenpää, Headcoach Fehervar AV19: „Wir agieren richtig stark bei 5-gegen-5. Wir müssen weiterhin die Energie hoch halten und in der Defensive konzentriert ans Werk gehen. Wir wissen, dass Zagreb in einer schwierigen Situation ist, aber wir müssen auf uns schauen und unserem Game Plan folgen.“

spusu Vienna Capitals vs. HC TWK Innsbruck „Die Haie“
• Dem HC TWK Innsbruck „Die Haie“ (9.) steht ein Eishockey intensives, letztes Advent-Wochenende bevor. Die Tiroler gasierten am Freitag in Wien (1.) und sind nur 22 Stunden später schon wieder in Szekesfehervar (8.) gefordert.

• Beide Teams meldeten sich mit Siegen aus dem Dezember Break zurück: Die spusu Vienna Capitals triumphierten in Salzburg mit 4:3 nach Penaltyschießen und verteidigten mit dem vierten Sieg in Folge (aktuell bester Streak) Platz 1, während die Haie einen 3:2-Erfolg über KHL Medvescak Zagreb bejubelten.
• Wien glich zuletzt einer Festung. Der Leader gewann seit dem November Break alle fünf Heimspiele und ließ dabei nur sieben Gegentreffer zu. Der HCI hingegen hat mit einem Auswärtsfluch zu kämpfen. Die Truppe von Rob Pallin ging in der Fremde zuletzt vier Mal leer aus und erlaubte dabei 21 Treffer.
• Es kommt zum Duell der Liga-Top-Torjäger Andrew Yogan (HCI – 20 Tore) vs. Christopher DeSousa (VIC – 17 Goals). Außerdem kommt es zum Bruderduell Goalie Jean Philippe Lamoureux (Wien) vs. Stürmer Mario Lamoureux (Innsbruck).
• Beide Teams jagen ihrem 100. Saisontreffer hinter her. Wien hält 2018/19 bei 94 Treffer, die Haie bei 98 Goals. Die ersten beiden Saisonduelle brachten jeweils Heimsiege und jede Menge Treffer (8:2 in Wien bzw. 4:3/SO in Innsbruck).
Stimmen:
Ali Wukovits, Stürmer spusu Vienna Capitals: „Die Haie sind in der Offensive extrem bissig und sie haben mit Andrew Yogan den Top-Torjäger in ihren Reihen. Aber wir wollen unsere Siegesserie ausbauen und unseren Fans drei Punkte untern Christbaum legen. Dafür müssen wir in der Defensive solide agieren, diszipliniert bleiben und mit den Special Teams effektiv agieren.“
Sacha Guimond, Verteidiger HC TWK Innsbruck „Die Haie“: „Wir müssen uns deutlich steigern, Aber auch die nächsten Spiele beginnen bei 0:0 . Es ist alles möglich, aber es braucht viel Wille und Disziplin!“

EC Panaceo VSV vs. EC Red Bull Salzburg
• Der EC Panaceo VSV (12.) hat am Freitag im Heimspiel gegen den EC Red Bull Salzburg (2.) die Chance die „Rote Laterne“ des Tabellenletzten abzugeben. Villach muss zwei Punkte mehr machen als KHL Medvescak Zagreb zu Hause gegen Fehervar AV19. Der EC Red Bull Salzburg nimmt einen weiteren Anlauf erstmals in dieser Saison die Tabellenspitze zu erklimmen: Die Mozartstädter benötigen dafür drei Punkte und Schützenhilfe der Innsbrucker Haie in Wien.

• Mit dem EC Red Bull Salzburg kommt das beste Auswärtsteam der Liga – die Red Bulls holten in der Fremde bislang 26 Punkte bzw. 8 Siege aus 14 Matches – und jede Menge Offensiv-Gewalt in die Draustadt: Die Mozartstädter erzielten bisher die meisten Treffer in der Fremde (57) und auch insgesamt (116). Villach hingegen traf in 14 Heimspielen erst 33 Mal, im Schnitt 2,36 Mal pro Partie.
• Die Red Bulls reisen mit guten Erinnerungen nach Kärnten. Der Österreichische Meister gewann die letzten vier Aufeinandertreffen mit den Blau-Weißen. Die Adler siegten übrigens zuletzt am 20. Dezember 2016 oder vor zwei Jahren daheim gegen die Bullen. Seither verließen die Red Bulls drei Mal in Folge Villach als Gewinner (3:1,4:1,4:0) und erlaubten dabei insgesamt nur zwei Treffer der Adler.
• Aber aufgepasst: Villach meldete sich am Dienstag mit dem ersten Auswärtssieg der Saison 2018/19 aus dem Dezember Break zurück, siegte in Znojmo 4:2. In Salzburg endete in dieser Woche ebenfalls eine Serie: Die Red Bulls mussten gegen Leader spusu Vienna Capitals allerdings die erste Niederlage (3:4/SO) nach neun ungeschlagenen Spielen (inkl. CHL) hinnehmen.
• Der EC Red Bull Salzburg ist in allen Spezial Wertungen (Powerplay, Penalty Killing, Fair Play und Scoring Effizienz) vor den Adlern zu finden.
Stimmen:
Jerry Pollastrone, Stürmer EC Panaceo VSV: „Wir sind erleichtert, dass es endlich mit einem Auswärtssieg geklappt hat. Die Stimmung im Team ist gut und wir werden versuchen an die Leistung des letzten Spieles anzuknöpfen. Salzburg ist momentan top in Form, aber wir werden mit allem dagegenhalten und versuchen die Punkte in Villach zu behalten.“
Raphael Herburger, Stürmer EC Red Bull Salzburg, warnt: „Der jüngste Sieg wird die Villacher sicher pushen. Gegen uns ist ohnehin jedes Team extra motiviert, daher werden wir wie gegen jedes andere Team wieder versuchen, 100% Leistung abzurufen.“

HCB Südtirol Alperia vs. HC Orli Znojmo
• Der HCB Südtirol Alperia (5.) empfängt am Freitag in seinem letzten Heimspiel vor x-Mas den HC Orli Znojmo (7.). Beide kämpfen um einen Top 6 Platz, der zur Teilnahme an der Pick Round berechtigt und die vorzeitige Playoff Qualifikation nach 44 Runden bedeutet. Aktuell ist Bozen mit 49 Punkten Fünfter und die Tschechen folgen mit 41 Zählern auf Platz 7. Für beide Teams ist es somit ein 6-Punkte-Match.

• Die ersten beiden Saisonduelle endeten jeweils mit einem Erfolg des Gäste-Teams (0:4 in Znojmo, 1:2 in Bozen).
• Der HCB Südtirol Alperia zeigte im Dezember bisher Heimstärke. Der Meister gewann in diesem Monat bisher beide Heimspiele, u.a. seinen ersten Auftritt nach dem Dezember Break daheim gegen die Moser Medical Graz99ers klar mit 7:2. Aber Achtung Auch der HC Orli Znojmo zeigte in diesem Monat auswärts bisher auf, gewann beide Gastspiele in Graz (4:3) und Zagreb (7:1). Zuletzt mussten sich die „Roten Adler“ daheim Villach überraschend mit 2:4 geschlagen geben.
• Die Foxes liegen in allen Spezial Wertungen (Power Play, Penaltykilling, Scoring Effizienz, Fair Play und Fanzuspruch) vor den Tschechen.
• Bozens Brett Findlay (33 Punkte – 5G/28A) bzw. Znojmos Marek Kalus (30 Punkte – 16G/14A) und CJ Stretch (30 Punkte – 7G/23A) sind die Klub-Top-Scorer.
Stimmen:
Ivan Deluca, Spieler HCB Südtirol Alperia: „Gegen die 99ers konnten wir das Match zuletzt erfolgreich heim spielen. Das war sehr wichtig für uns, denn wir haben in letzter Zeit oftmals eine Führung noch aus der Hand gegeben. Aus den letzten beiden Spielen vor Weihnachten gegen Znojmo und Zagreb wollen wir jetzt ebenfalls das Punktemaximum heraus holen und damit unsere Top 6 Platzierung absichern.“
Jakub Stehlik, Spieler HC Orli Znojmo: „Die Heim-Niederlage gegen Villach ist natürlich ärgerlich. Aber wir haben die Top 6 weiterhin in Griffweite und holen uns jetzt die drei Punkte in Bozen. Wir müssen dafür mit mehr Speed und aktiver agieren!“

Auch eine Vorschau auf das morgige Duell in Ungarn können wir liefern:

Fehervar AV19 vs. HC TWK Innsbruck „Die Haie“
• Bei Fehervar AV19 (8.) vs. HC TWK Innsbruck „Die Haie“ (9.) kommt es am Samstag zum Duell zweier Tabellennachbarn, die um den Anschluss an die Top 6 rittern.
• Für beide Teams ist es das zweite Match binnen 22 Stunden. Die Ungarn gastieren zuvor am Freitag in Zagreb und die Tiroler sind in Wien zu Gast.
• Die letzten vier Aufeinandertreffen endeten mit einem Erfolg des gastgebenden Teams, wobei dem siegreichen Team in beiden bisherigen Saisonduellen jeweils genau fünf Treffer gelangen (5:1 in Innsbruck bzw. 5:4/OT in Szekesfehervar).
• Beide Teams zeichnen sich durch ihre Kaltschnäuzigkeit vorm Tor aus: Die Tiroler haben mit 12,16% die beste Scoring-Effizienz (98 Treffer bei 806 Schüssen) und die Ungarn mit 11.52% die drittbeste Scoring-Effizienz (91 Treffer bei 790 Schüssen).
• Hai Andrew Yogan konnte sich in den letzten fünf Duellen (!) mit Fehervar AV19 stets als Torschütze feiern lassen, HCI-Kapitän Tyler Spurgeon traf immerhin in drei aufeinanderfolgenden Duellen mit den Ungarn.

ring-hockey.at / EBEL

 

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