EBEL: Das war die Pressekonferenz des KAC

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In den Räumlichkeiten der Kärntner Sparkasse läutete der EC-KAC vor geladenen Medienvertretern die heiße Phase der Vorbereitung auf die Saison 2018/19 ein.
23 Tage vor dem ersten Ligaspiel der Rotjacken in der Erste Bank Eishockey Liga lud der EC-KAC am Mittwochnachmittag zur traditionellen Saisonauftakts-Pressekonferenz. Im Großen Saal der Kärntner Sparkasse am Neuen Platz – das Bankinstitut ist seit 47 Jahren Sponsor und Partner des Klubs – stellten sich General Manager Oliver Pilloni, Sport Manager Johannes Reichel, Head Coach Petri Matikainen und Kapitän Manuel Geier den Fragen der Medien.

Im Folgenden die Zusammenfassung der Eröffnungsstatements.

GENERAL MANAGER OLIVER PILLONI
„Zu Beginn möchte ich erwähnen, dass es sich bei der Zusammenarbeit mit der Kärntner Sparkasse nicht „nur“ um ein Sponsoring handelt, sondern dass wir beim EC-KAC die Kooperation als eine tolle Partnerschaft sehen und dafür sehr dankbar sind. Zur diesjährigen Mannschaft soll gesagt sein, dass es sowohl im Trainerstab als auch im Kader viele Veränderungen gab. Wir haben einige Trainerkandidaten interviewt, bei Petri Matikainen hatten wir vom ersten persönlichen Gespräch an ein sehr gutes Gefühl. Da er ja bereits als Spieler hier in Klagenfurt erfolgreich war, wusste er auch, worauf er sich einlässt. Petri verfolgt die selben Ziele, die sich auch die Sportliche Leitung gesetzt hat: Wir wollen eine Mannschaft am Eis sehen, die hart arbeitet, immer alles gibt und vor allem das Publikum mitreißen kann. Nach der Verpflichtung von Mitch Wahl, die noch gemeinsam mit Dieter Kalt beschlossen wurde, hatten wir eine Liste von rund 400 potenziellen Neuzugängen, die wir Schritt für Schritt abgearbeitet haben. Der Trainerstab hat bei einzelnen Cracks bis zu 200 aktuelle Videoclips zum jeweiligen Spieler gesichtet, um wirklich im Detail ergründen zu können, ob und wie uns diese Athleten verstärken und ergänzen können. So stieß, auf unser neues System abgestimmt, ein Spieler nach dem anderen zu uns. Mit dem Ausgang der vergangenen Saison waren wir natürlich nicht zufrieden – wir sind zwar recht gut in die Playoffs gestartet, am Ende hat es aber nicht gereicht. Wir denken, dass wir an den richtigen Schrauben gedreht haben, um uns heuer zu verbessern. Ich möchte aber auch ein weiteres Mal auf unsere tolle Arbeit im
Juniorenbereich hinweisen: Es wäre auch möglich gewesen, unsere Philosophie zu ändern, einige Nachwuchsmannschaften aus dem Rennen zu nehmen und dafür weitere Legionäre zu verpflichten, doch das ist nicht unser Weg. Abschließend möchte ich mich im Namen des EC-KAC auch bei den politischen Entscheidungsträgern auf Stadt-, Landes- und Bundesebene bedanken, die den Umbau des Kabinentraktes ermöglicht haben. Zwar ist es für die Fans nicht schön, dass wir mit so vielen Auswärtspartien in die neue Spielzeit starten, doch wir wissen, was wir dafür bekommen, nämlich eine zeitgemäße Infrastruktur im Kabinenbereich, sowohl für die Profis als auch endlich für den Nachwuchs. Daher nehmen wir diesen Road Game-Streak zu Saisonbeginn auch gerne in Kauf.“

SPORT MANAGER JOHANNES REICHEL
„Ich bin sehr froh darüber, wieder an meiner alten Wirkungsstätte zurück zu sein. Meine neue Position, mein Aufgabenbereich beim EC-KAC ist gleichzeitig eine große Ehre und auch eine tolle Herausforderung für mich. Die Anfangsphase war etwas turbulent, ich musste mir zunächst einen Überblick verschaffen und mir darüber klar werden, welche Vorstellungen wir für den EC-KAC insgesamt haben und wie wir diese bestmöglich umsetzen können. Wir wollen uns auch weiterhin darauf konzentrieren, junge Spieler an ihre Leistungsgrenze und darüber hinaus zu bringen. Neben einer guten Ausbildung ist dazu auch ein möglichst großes Ausmaß an Spielerfahrung nötig, daher stellt unser Verein heuer auch so viele Nachwuchsmannschaften in diversen Meisterschaften wie nie zuvor. Mit unserem neuen Farmteam-Coach Kirk Furey haben wir über die Ambitionen unserer AHL-Mannschaft gesprochen, wo wir einerseits eine bessere Grundlage für die nachrückenden Spieler schaffen wollen, den Sprung in die Kampfmannschaft zu schaffen, und andererseits auch in der Tabelle eine Verbesserung ins Mittelfeld anstreben. Der Art und Weise, wie wir derzeit innerhalb der Organisation zusammenarbeiten, stehe ich sehr positiv gegenüber, denn alle Schritte werden sowohl mit Oliver Pilloni als auch mit Petri Matikainen besprochen und diskutiert, so kommen wir stets zu Antworten und Lösungen, die wir alle gemeinsam vertreten können. Trotz der bis dato den Ergebnissen nach nicht sonderlich erfolgreichen Pre-Season sehe ich in unserem EBEL-Team jede Menge Potential, das sich über die Saison hinweg dann hoffentlich auch in den Leistungen und der Tabelle wiederspiegeln wird.“

HEAD COACH PETRI MATIKAINEN
„Als ich nach dem Ende der vergangenen Saison die Gesprächseinladung aus Klagenfurt erhielt, war ich zunächst ein wenig überrascht, doch ich habe sehr viele schöne Erinnerungen aus meiner Zeit als Spieler beim EC-KAC und freue mich daher, hier nun auch coachen zu dürfen. Nach elf Jahren als Trainer in Finnland war es Zeit für eine Veränderung: Ich hatte die Möglichkeit, ein sehr gutes Team in meiner Heimat zu übernehmen, als Trainer muss man aber oft einfach auf sein Bauchgefühl hören und auch wenn es sich kitschig anhört, hat es sich in meinem Herzen richtig angefühlt, nach Klagenfurt zu wechseln. Unsere neue Mannschaft hat sehr viel Potential und ich bin mit unserer Arbeitsweise, dem Engagement des Teams im Training, sehr zufrieden. Zusammen mit Oliver Pilloni und Johannes Reichel haben wir die Stärken und Schwächen der einzelnen Spieler evaluiert und dann entschieden, wie wir weiter vorgehen, wie wir aus dieser Gruppe eine schlagkräftige Einheit formen können. Mit jedem Training und jedem Testspiel wird das Bild für mich klarer, wir Coaches lernen mit jedem Tag dazu. Ich will, dass unser Publikum wahrnimmt, dass wir auf dem Eis ein gutes und geschlossenes Kollektiv sind und dass wir füreinander einstehen. Wir müssen kämpfen – jedes Spiel, jede Minute und jeden Shift. Natürlich können wir nicht immer gewinnen, aber wir müssen stets alles geben. Unsere ersten drei Testspiele haben wir verloren und man hat gemerkt, dass wir in einigen Aspekten noch nicht auf dem selben Level waren, wie unsere Gegner, doch der Entwicklungstrend im Verlauf des Turniers war positiv. Im Leben und im auch im Eishockey wird einem nichts geschenkt, für Erfolge muss man arbeiten – und wir haben noch viel Arbeit vor uns. In der kommenden Saison werden auch unsere Farmteam- und Nachwuchsspieler ihre Chancen erhalten, diese müssen sie sich aber auch verdienen. Einige haben großes Potential, das haben wir am vergangenen Wochenende beispielsweise bei Thimo Nickl gesehen. Wenn er weiterhin hart arbeitet und wir ihn richtig fördern und leiten, wird man noch sehr viel von ihm hören. Insgesamt will ich für die kommende Saison in der Erste Bank Eishockey Liga keine Versprechungen machen, aber ich kann versichern, dass wir immer alles, was an Energie und Leidenschaft in uns steckt, aufs Eis bringen werden. Gepaart mit dem Talent, das sich in unserem Team versammelt, haben wir so alle Möglichkeiten, erfolgreich zu werden.“

KAPITÄN MANUEL GEIER
„Das letzte Jahr war für mich persönlich nicht einfach, zunächst die lange Rehabilitationszeit, dann der nicht optimale Saisonverlauf. Doch heuer starte ich fitter denn je in die neue Spielzeit und ich freue mich schon riesig auf das erste Ligaspiel. Das Fundament unserer Truppe und unseres Systems steht und wir bewegen uns meiner Meinung nach in die richtige Richtung. Die neuen Spieler haben sich bestens integriert, die Zusammenarbeit mit dem Trainerstab funktioniert toll. Der Vorteil an einem neuen Coach ist, dass sich wirklich jeder einzelne Crack neu beweisen kann, man nicht mit Vorurteilen konfrontiert ist. Man ist sprichwörtlich ein unbeschriebenes Blatt, genau so behandelt uns Petri Matikainen auch und das ist sehr erfrischend. Die bisherige Vorbereitungsphase lief noch nicht nach Plan, aber es gab so viele Umstellungen und Veränderungen, die noch Feinschliff benötigen, damit alles so funktioniert, wie wir uns das vorstellen. Man kann nicht erwarten, dass wir gleich zu Saisonbeginn alle Gegner wegfegen und jedes Spiel gewinnen, dafür hat sich zu viel verändert. Ich sehe die Situation ähnlich wie vor zwei Jahren, als sich vieles finden musste und wir uns dann im Saisonverlauf kontinuierlich gesteigert haben. Ich denke, dass wir uns als Team und

innerhalb unseres Systems so entwickeln können und werden, dass wir ab Januar eine Mannschaft sind, gegen die niemand in dieser Liga gerne antritt. Personell und taktisch ist eine Aufbruchstimmung da, die durch den baldigen Umzug in die neuen, zeitgemäßen Kabinen zusätzlich befeuert wird, dementsprechend freuen wir uns schon sehr darauf, dass es bald losgeht.“

EC KAC

 

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