(Bild: fodo.at/Dostal)

EBEL: Caps läuten neue Ära ein – Franz Kalla zu Verteidigungsumbau

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Mit der heutigen Saisonstartpressekonferenz läuteten die Capitals die neue EBEL-Saison und die Ära Dave Cameron ein.

Präsident Dkfm. Hans Schmid verpasste krankheitsbedingt die erste Pressekonferenz seit Antreten des Amtes. Für ihn übernahm General Manager Franz Kalla die Begrüßung und zog Bilanz.

In der vergangenen Saison kamen 154.737 Zuschauer in die Albert-Schulz-Halle (jetzt Erste Bank Arena). Das waren im Schnitt 4.689 Besucher pro Spiel und somit ein deutliches Plus im Vergleich zur Meistersaison.

Auch zum Verlauf der Trainersuche gab Kalla Informationen preis. Über achtzig Kandidaten hatten sich beworben, drei davon (darunter Dave Cameron) waren zu persönlichen Gesprächen in Wien. Für Cameron sprachen seine Erfahrungen im höchstklassigen Eishockeybereich sowie der Jugendarbeit, darüber hinaus dürfte der Kanadier einige Fürsprecher haben.

Der Kader der Hauptstädter hat sich ebenfalls verändert. Sieben Abgänge verzeichnete man in der Off-Season. Die neue Mannschaft ist im Schnitt im zwei Jahre jünger und enthält einen Importspieler weniger. Die mit Abstand größte Gruppe bilden die Wiener, die dreizehn der insgesamt fünfzehn Österreicher stellen.

Hauptziel Verjüngung

Auf Anfrage von Ring Hockey hin äußerte sich Kalla ausserdem zum Umbruch in der Verteidigung, die mit vier neuen Spielern den größten Wandel durchzogen hatte.

Neben Ryan McKiernan, der nach zwei starken Saisonen nach Düsseldorf wechselte, verließen auch Publikumsliebling Jamie Fraser (VSV), Doppelstaatsbürger Tyler Cuma (?) sowie Aaron Brocklehurst (Linz) und Kyle Klubertanz (?) den Verein.

Auf die Frage hin, warum gerade die Defensive so stark verändert wurde und ob man die Spieler halten konnte oder wollte, meinte Kalla, man habe hier am meisten Potential zur Verjüngung gesehen.

Mit dem Abgang von Ryan McKiernan musste man rechnen. Jamie Fraser habe vom VSV ein Angebot bekommen, bei dem man selbst nicht mitgehen wollte. Es sei auch „ein Preis-Leistungsverhältnis“. Man wollte keine Spieler halten, bei denen man das Gefühl hatte, sie haben ihren Peak bereits erreicht.

Es sei ihm lieber, Spieler wie Ryan McKiernan zu holen, die zwar nach kurzer Zeit wohl weiterziehen würden, jedoch in ihrer Zeit bei den Caps unter einem Trainer wie Dave Cameron noch deutlich wachsen könnten.

Ähnlich dazu meinte der Head Coach kurz zuvor, es wäre froh in den Wienern ein Team gefunden zu haben, bei denen die Spieler noch Biss und Erfolgshunger haben und nicht mit ihren Familien in einer schönen Stadt dem Ende ihrer Karriere entgegen blicken.

Laut Kalla können man aber nicht sagen, dass man nach der vergangenen Saison das Gefühl hatte, man müsse aus spielerischen Gründen gerade die Verteidigung umbauen. Darüber hinaus wisse man auch, dass „auch ein Phil Lakos ein Ablaufdatum“ habe und das Karriereende des Wiener Urgesteins ebenfalls eine starke Veränderung nach sich ziehen werde.

Die gesamte Pressekonferenz ist hier nachzulesen.

für ring-hockey.at (Lukas Hörmandinger)

 

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