Die EBEL im Rückblick!

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Bevor es mit den Play-Offs losgeht, wollen wir uns noch einmal mit dem Grunddurchgang und der darauffolgenden Zwischenrunde beschäftigen. Welche Teams konnten überzeugen, bei welchen Mannschaften ist noch eine Steigerung nötig und warum hat es für drei Klubs am Ende nicht gereicht. Ein Überblick von Christopher Knöbl. 

Nach dem Grunddurchgang stand mit Red Bull Salzburg ein Team an der Tabellenspitze, dass sich die Qualifikation für die CHL zu diesem Zeitpunkt wohl verdient hatte. In den ersten neun Spielen wurde immer gepunktet, auch danach setzte es gerade einmal sieben Pleiten nach regulärer Spielzeit. Überragend bei den Bullen natürlich Tormann Jean Philippe Lamoureux, der zurecht zum MVP des Grunddurchgangs gewählt wurde. Inklusive Zwischenrunde absolvierte JP 34 Spiele, in denen er gerade einmal 60 Gegentreffer kassierte, zudem kam er auf eine Fangquote von 94.6%. Mit Thomas Raffl, Raphael Herburger und John Hughes hatte man zudem eine überragende 1. Linie, wobei die längere Zeit durch Verletzungen zerrissen wurde. Eine der schönsten Geschichte neben dem Sieg im Grunddurchgang ereignete sich aber im letzten Spiel der Zwischenrunde gegen die 99ers, Alexander Rauchenwald konnte nach überstandener Krankheit sein Comeback feiern, ein Moment, der die gesamte EBEL samt ihren Fans freute, auch wir freuen uns, Alexander wieder auf dem Eis zu sehen. 


Auch die Vienna Capitals konnten sich souverän für das Viertelfinale qualifizieren, am Ende fehlten auf die Bullen fünf Zähler, den KAC hielt man sich deutlich vom Leib. Neben den ohnehin bekannten Stützen Riley Holzapfel und Sondre Olden, die häufig am Scoreboard zu finden waren, erwiesen sich vor allem Ty Loney und Brenden Kichton als starke Verpflichtungen. Loney hatte einen Scoring Streak von 14 Spielen, am Ende kam er nun auf 57 Punkte, davon 20 Tore. Kichton erzielte als Verteidiger unglaubliche 13 Tore, verletzte sich aber am 17.01. gegen die Graz 99ers und fällt seither aus. In der Zwischenrunde lief es nicht mehr ganz nach Wunsch, man konnte sich am Ende aber den 3. Platz sichern und so vor dem KAC picken. Viel wird bei den Capitals sicher von den Torhütern abhängen, man darf davon ausgehen, dass Bernhard Starkbaum im Play-Off starten wird. In den letzten Partien der Zwischenrunde erwies er sich als starker Rückhalt.


Enger ging es dahinter zu, am Ende trennten den Dritten und den Achten nur sieben Zähler, schlussendlich konnten sich der KAC, die Graz 99ers und der HC Bozen vorzeitig das Ticket für die Post-Season. Der KAC konnte wieder auf eine starke Defensive vertrauen, gerade einmal 79 Gegentore erhielt man im Grunddurchgang. Unglaubliche 11 Shutouts verzeichneten David Madlener und Lars Haugen, zusammen schafften sie eine Serie von vier Spielen ohne Gegentor. Letztere wurde aufgrund einer anhaltenden Verletzung vor Ende der Zwischenrunde durch jhonas Enroth ersetzt, der Schwede wird auch als Nummer eins ins Play-Off starten, wohl auch, weil Madlener derzeit krank ist. Interessant wird auch sein, ob und wann Nick Petersen ins Line-Up zurückkehren wird, er fehlte dem Rekordmeister in der Offensive. Da man in der Zwischenrunde Vierter wurde blieb am Ende zum „Picken“ nur mehr Linz übrig, es wird wohl eine spannende Serie.
Die Graz 99ers überraschten viele mit dem Einzug in die Top 5, möglich gemacht haben das acht Siege in den letzten zehn Spielen des Grunddurchgangs. Die Murstädter waren bisher von vielen Verletzungen gebeutelt, meist spielte man mit nur drei Linien, mit Beginn der Play-Offs wird sich das nun ändern. Herausgestochen haben bisher neben dem starken Keeper Cristopher Nihlstorp die Stürmer Ken Ograjensek, der mit 40 Punkten seine beste EBEL-Saison im Grunddurchgang absolvieren konnte und Daniel Oberkofler, der wieder auf 16 Treffer kam. Man darf gespannt sein, ob die Mason Truppe auch dieses Jahr eine Runde überstehen kann.


Historisch hat der HC Bozen geschafft, mit null Bonuspunkten ging man in die Pick-Round, am Ende gewann man diese mit sieben Siegen aus acht Spielen, damit ist man wie Salzburg für die CHL qualifiziert. Während der Saison kam es zu einem Trainerwechsel, Greg Ireland ersetzte Clayton Beddoes, der erste vergangene Spielzeit Kai Suikkanen ablöste. Stützen konnte man sich wieder auf zwei starke Torhüter, Leland Irving kam auf eine Fangquote von 92.7%, generell erwiesen sich die Foxes am Ende der Saison in der Defensive sehr kompakt. Für viele ist Bozen der Titelfavorit, man darf gespannt sein, wie die Südtiroler damit umgehen, im Viertelfinale trifft man auf Znojmo. 


In die Qualifikationsrunde mussten am Ende der VSV, Linz, Znojmo, Fehervar und Dornbirn. Am Ende konnten sich auch die drei erstgenannten Mannschaften für das Play-Off qualifizieren. 


Der VSV hatte einen guten Saisonstart, danach stockte der Motor etwas, schlussendlich fehlten zwei Punkte auf einen Top 5 Platz. Auch der Start in die Zwischenrunde war nicht gut, daraufhin trennte man sich von Trainer Jyrki Aho, es übernahm „Professor“ Rob Daum. Unter ihm wurden die ersten drei Spiele gleich gewonnen, man konnte sich zwei Partien vor dem Ende für die Post-Season qualifizieren. Jerry Pollastrone und Jamie Fraser, bereits letzte Spielzeit an Bord, zeigten erneut starke Leistungen, aber auch die Neuzugänge Patrick Bjorkstrand, Anton Karlsson und Martin Ulmer wussten punktetechnisch zu überzeugen. Im Tor war zudem Brandon Maxwell ein sicherer Rückhalt. Nun bekommt man es mit den Bullen zu tun, man darf gespannt sein, ob man diese zähmen kann.


Keiner der ersten drei Teams pickte Linz, so blieben die Stahlstädter noch für den KAC übrig. Im Dezember spielte man noch um den 1. Platz, aufgrund eines Negativlaufs musste man am Ende aber in die Qualifikationsrunde. Lebensversicherung dort war die Linie um Brian Lebler, Dragan Umicevic und Rick Schofield. Alle drei Akteure sind unter den ersten vier Spielern der Punkteliste zu finden. Am Torhütersektor wurde noch einmal nachgebessert, man holte Jeff Glass, daher kam David Kickert zu Entlastung. Können die Linzer ihre Form abrufen, kann es für den KAC eine unangenehme Serie werden.


Znojmo komplettiert das Play-Off, den Platz sicherte man sich erst am letzten Spieltag der Qualifikationsrunde. Einen großen Anteil dabei haben Anthony Luciani, der mit 18 Toren und 62 Punkten auf dem 2. Platz der Punkteliste zu finden ist, Tomas Svoboda und Robert Flick, dieser erzielte immerhin 16 Treffer in 34 Partien. Schwachpunkt der Adler sind sicher die Special-Teams, man hat mit 11.3% das schlechteste Powerplay. Dennoch ist mit den Tschechen zu rechnen, man wird dem Sieger der Pick-Round Paroli bieten wollen und Bozen zeigen, dass man sie zu unrecht als Erstes gezogen hat.


Drei Teams befinden sich mittlerweile im Urlaub, Fehervar, Innsbruck und Dornbirn. Die Teufel hatten bis zur letzten Runde die Chance auf die Post-Season, ein Sieg gegen Linz war aber aufgrund des Dreiers von Znojmo zu wenig. Man hatte viele Auf und Abs in der Spielzeit, es wurde auch der Trainer getauscht, Antti Karhula stieg vom Co-Trainer zum Chefcoach auf. Andrew Yogan scorte mit 24 Treffern und 52 Punkten erneut gewaltig, am Ende reichte das aber auch nicht. Bei den Special-Teams lag die Mannschaft im Mittelfeld, Mike Ouzas kam auf eine Fangquote von 90.8%. Schlussendlich sollten dennoch drei Zähler fehlen.


Ebenfalls drei Punkte hinter Znojmo landeten die Haie aus Innsbruck, die im Grunddurchgang gerade einmal 31 Punkte erreichen konnten. Man hatte mit vielen Verletzungen zu kämpfen, diese konnte man aber nicht so gut wegstecken. 159 Gegentreffer waren dann doch zu viele, so ging es mit einem Bonuspunkt in die Qualifikationsrunde. Dort holte man schlussendlich gleich viele Punkte wie Znojmo, die aber drei Bonuszähler mehr hatten. Die Neuzugänge Caleb Herbert, Jesper Thörnberg und Joel Broda scorten verlässlich, John Lammers erzielte 14 Treffer, die Offensive wurde dieses Mal aber nicht zum Trumpf. 


Eine schwierige Saison hatten die Bulldogs aus Dornbirn, nachdem Auftaktsieg gegen Innsbruck verlor man 13 Spiele in Serie, es wurde der Trainer getauscht. Kai Suikkanen löste am 31.10. Jussi Tupamäki ab, es wurde danach besser, man belegte dennoch den letzten Rang im Grunddurchgang. In der Qualifikationsrunde konnten die ersten beiden Spiele gewonnen werden, danach folgten drei Niederlagen, damit war schnell klar, dass die Vorarlberger dieses Jahr die Post-Season verpassen werden. Man hatte von Beginn an mit Ausfällen zu kämpfen, die Top-Scorer William Rapuzzi und Evan Trupp mussten die Saison vorzeitig beenden, am Ende war mit Emilio Romig ein Österreicher der beste Scorer im Team. 

 

Bild: Photo: GEPA pictures/ Jasmin Walter 

 

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