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EBEL: Bozener Kaltschnäuzigkeit bringt Caps zum dritten Mal in Folge zu Fall

Foto: HCB/Vanna Antonello

Das Duell zwischen dem derzeitigen Tabellenführer und dem amtierenden Meister ging klar an die Gäste aus Bozen. Acht Sekunden im zweiten Drittel und die mangelhafte Chancenauswertung der Gastgeber sorgten für die dritte Niederlage in Folge für die Wiener.
Bei den Gastgebern fehlten weiterhin die Verteidiger Dorion und Clark, dafür rückte Julian Grosslercher als nomineller siebenter Defensivspieler nach. Die Gäste mussten auf Verteidiger Tobias Brighenti verzichten.

Ein Wiedersehen gab es für den Wiener Torjäger Chris DeSousa, der vergangenes Jahr mit den gastierenden Bozenern Meister wurde und die Caps im Halbfinale eliminiert hatte.

1.Drittel:
In der erneut recht spärlich besetzten Erste Bank Arena starteten die umgestellten Wiener gewohnt mit offensivem Druck, zogen jedoch nach gut eineinhalb Minuten die ersten vier Strafminuten in Person von Ex-Fuchs Chris DeSousa. Die erste große Chance in diesem Powerplay hatten jedoch die Caps. Tessier konnte einen unterbundenen Pass der Gäste ergattern und alleine auf das Tor von Leland Irving zustürmen, der jedoch souverän hielt.

Kurz darauf musste Brett Findlay auf Seiten der Südtiroler auf die Strafbank. Im folgenden Vier-gegen-Vier konnten die Hausherren einige gute Aktionen verzeichnen, da keine davon in einem Tor resultierte, musste der Tabellenführer noch einmal für rund vierzig Sekunden in Unterzahl ran. Auch diesmal hatten die Wiener die beste Chance, Vause konnte im Eins-auf-Null-Konter jedoch nicht treffen.
Kurz darauf machte es Ex-Bozener DeSousa besser. Nachdem sich die Bozener an der Bande die Scheibe ergattert hatten, wollte Rowley den Puck sicher in den Slot zu einem Mitspieler spielen. Der Pass des Verteidigers ging jedoch ins Leere und DeSousa reagierte als Schnellster. Der Stürmer schnappte sich das Spielgerät und netzte eiskalt zum 1:0 ein.
Die Gäste kamen wenig später fast zum Ausgleich. Bernard, DeLuca und Insam konnte Lamoureux jedoch nicht bezwingen.
Weiter den Ton gaben die Wiener an, die sich immer wieder im Drittel der Gäste festsetzen konnte und wenige Konter zuließen. Großchancen blieben jedoch auf beiden Seiten aus.
Kurz nach Anbruch der letzten Spielminute kamen die Bozener jedoch mit der richtigen Antwort zurück ins Spiel. Nachdem Insam mit einem Schuss Lamoureux zum Rebound gezwungen hatte, kam die Scheibe zu Crescenzi, der nun ein weit offenes Tor vorfand. Lamoureux versuchte zwar, sich in den Schuss des Stürmers zu werfen, der Puck landete trotzdem zum Ausgleich im Tor.

2. Drittel:
Die Gäste zeigten sich zu Beginn des zweiten Durchgangs kämpferisch und übernahmen anfänglich das Ruder. Viele Chancen konnten sich jedoch beide Teams nicht herausspielen. Nach gut viereinhalb Minuten setzte es jedoch die nächste Strafe für die Wiener. Im folgenden Powerplay schafften es die Gäste über weite Strecken nicht, sich im Drittel der Caps festzusetzen. Erst knapp vor Ablaufen der Strafzeit verzeichneten die Südtiroler einige gute Chancen, die jedoch alle von Lamoureux entschärft wurden.

Kurz darauf durfte die Powerplay-Reihen des Tabellenführers erstmals an die Arbeit gehen. Die Wiener machten ihre Aufgabe zunächst wesentlich besser als ihr Pendant bei den Gästen und konnten gleich zu Beginn der Strafzeit einige hochkarätige Chancen verzeichnen. Nachdem Blunden jedoch einen gefährlichen, aber letztendlich nicht erfolgreichen Konter fahren konnte, schafften es die Caps jedoch nicht mehr, sich nachhaltig im Drittel der Füchse festzusetzen.
Die fanden sich wenig später erneut in Überzahl und diesmal schlugen die Gäste zu. Nur wenige Sekunden nach Beginn des Powerplays kam Nordlund im rechten Bullykreis frei zum Schuss und konnte somit Lamoureux bezwingen. Die Wiener waren durch den erstmaligen Rückstand an diesem Abend sichtlich geschockt, denn nur acht Sekunden später konnte Michael Blunden einen Konter zum 1:3 aus Sicht der Gastgeber verwandeln.
Rund vier Minuten später mussten die Wiener erneut in Unterzahl ran. Die Bozener konnten sich auch diesmal erst gegen Ende der Strafzeit im Drittel der Gäste festsetzen. Zwei Sekunden vor Ablaufen des Powerplays kamen die Füchse zu ihrer größten Chance, den Schuss von Insam konnte Lamoureux jedoch mustergültig abwehren.
In den letzten Minuten des Drittels übernahm der Tabellenführer wieder zunehmend die Kontrolle über das Spiel. Vor allem die nominelle erste Reihe der Caps mit Holzapfel, Rotter und Tessier sorgte für einige große Chancen, die jedoch nicht zum zweiten Tor der Gastgeber führten.
So auch gut zwei Minuten vor Ende des Abschnitts, als Holzapfel vollkommen alleine vor Irving auftauchte. Der Torhüter der Gäste hielt jedoch stand und verhinderte ein Tor des MVPs aus der Wiener Meistersaison.

3. Drittel:
Die rund dreitausendsechshundert Zuseher in der Erste Bank Arena sahen zu Beginn des Schlussdrittels erneut mit Offensivdruck spielende Capitals. Obwohl sich die Wiener in der Zone der Gäste festsetzen konnten, wollte ihnen kein Treffer gelangen.

Ganz anders bei den Bozenern. Die Füchse konnten erst nach knapp vier Minuten ihren ersten richtigen Angriff gegen Lamoureux fahren. Dieser wurde zwar abgewehrt, die Caps brachten jedoch die Scheibe nicht aus ihrer eigenen Zone. Schlussendlich fand der Puck seinen Weg zu Glira im Slot, der eiskalt einnetzte. Der vierte Gegentreffer des Spiels beendete auch den Abend für JP Lamoureux. Der US-Amerikaner musste wutentbrannt zur Bank der Wiener fahren und wurde durch BackUp Matthias Tschrepitsch ersetzt.
Nach diesem Treffer zogen sich die Gäste erneut zurück und ließen den Tabellenführer wieder kommen. Der konnten sich zwar sowohl bei gleicher Stärke als auch im Powerplay eine Vielzahl an teilweise sogar hochkarätigen Chancen erarbeiten, am Ende fehlte es jedoch immer an der nötigen Genauigkeit um Leland Irving ein weiteres Mal zu bezwingen.
In den letzten zehn Minuten des Spiels überließen die Füchse den Caps fast komplett das Spiel. Die Wiener hat zwar deutlich mehr Scheibenbesitz, konnten jedoch kaum mehr gefährliche Akzente nach vorne setzen. Selbst ein letztes Powerplay rund fünfundvierzig Sekunden vor Ende der Partie verhalf den Wienern nicht zum zweiten Treffer.

spusu Vienna Capitals – HCB Südtirol Alperia 1:4 (1:1/0:2/0:1)
Tore VIC: 1:0 DeSousa (7′)

Tore HCB: 1:1 Crescenzi (19′), 1:2 Nordlund (29′, PP1), 1:3 Blunden (29′), 1:4 Glira (45′)

für ring-hockey.at (Lukas Hörmandinger)

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