05.01.2018, Keine Sorgen Eisarena Linz, AUT, EBEL, Liwest Black Wings Linz vs Sapa Fehervar AV 19, im Bild MacMillan Carruth (Fehervar)

RH-Kaderbewertung: Wo reiht sich Fehervar AV19 ein?

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1 min read
Zugänge: Andrew Sarauer (VSV), Ryan Glenn (VSV), Harri Tikkanen (Zagreb), Tero Koskiranta (Zagreb), Anze Kuralt (Amiens), Zack Phillips (Nottingham), Timotej Sille (Nove Zamky), Istvan Sofron (VSV)
 Abgänge: Brett Palin, Juha Uotila, David Gilbert, Jeff Lovecchio, Luka Vidmar, Olivier Latendresse (Bordeaux), Bence Sziranyi (DVTK), Antonin Manavian (Zagreb), Miklos Rajna (MAC)Ales Music, Mark Szaller, Ferenc Kocsis, Peter Vincze (DVTK),

Tor:
Macmillan Carruth
Daniel Kornakker

Verteidigung:
Bence Stipsicz
Daniel Szabo
Bence Szabo
Eric Meland
Ryan Glenn
Jonathan Harty
Harri Tikkanen
Tamas Laday

Angriff:
Csanád Erdély
Janos Hari
Dániel Kóger
Aron Reisz
Andrew Sarauer
Tero Koskiranta
Daniel Vizi
Szilard Hamvai
Tamas Sarpatki
Krisztian Szabo-Pal
Donat Szita
Zack Philipps
Anze Kuralt
Timotej Sille
Arttu Luttinen
Istvan Sofron

Headcoach:
Hannu Järvenpää

  • Trainer
  • Torhüter
  • Verteidigung
  • Angriff
2.5

Bewertung

Zur Erklärung: 5 Sterne ist die Beste, 1 Stern die schlechteste Wertung. Die Gesamttabelle (Redaktion+Fanvoting) gibt es am 13.09.2018 auf ring-hockey.at zu sehen.

Nach der eher enttäuschenden Saison 2017/2018 möchten die Ungarn in der heurigen Saison ernsthaft um einen Playoffplatz mitkämpfen. Der neuformierte Kader hat durchaus das Potential dazu, allerdings müssen hier mehrere Komponenten zusammenspielen, damit das Ziel Playoff tatsächlich realisiert werden kann.

Ring-hockey.at bietet eine ausführliche Vorschau zu jedem Verein der Erste Bank Eishockey Liga und versucht, folgende Themen zu klären:

Die Sommeraktivitäten: In Ungarn fischte man unter anderem beim VSV, sicherte sich die Dienste von Andrew Sarauer , Ryan Glenn und Istvan Sofron. Generell setzt Fehervar heuer gerne auf bekannte Gesichter aus der Erste Bank Eishockey Liga, denn mit Harri Tikkanen und Tero Koskiranta unterschrieben zwei Cracks aus Zagreb. Zusätzlich verstärkte man den Kader u.a. mit Anze Kuralt, Zack Phillips und Timotej Sille. Nicht mehr sehen wird man dafür Spieler wie Olivier Latendresse, Brett Palin oder Jeff Lovecchio.

MacMillan Carruth (Fehervar)

Tor: Auf der Torhüterposition gibt es keine Diskussion: Fehervar verfügt mit MacMillan Carruth über einen der stärksten Goalies in der Erste Bank Eishockey Liga. Das unterstrich der 26-Jährige in seiner ersten EBEL-Saison, kam auf einen starken Wert von 93% Fangquote. Dahinter folgen David Gyenes (25) und Daniel Kornakker (22).

RH-Bewertung: Die Ungarn haben ihre Hausaufgaben gemacht und können mit Carruth auf einen starken Goalie setzen. Die Back-Up Position ist hier allerdings nicht unbedingt gut besetzt. Sollte es tatsächlich zu einer Verletzung des Amerikaners kommen, dann müssten sich die Verantwortlichen wohl ziemlich rasch um einen adäquaten Ersatz umsehen.

Sterne: ***

Ryan Glenn (im Bild links) spielte bereits in Bozen und zuletzt beim VSV. Photo: Red Bull/GEPA pictures/ Felix Roittner

Verteidigung: Die Abwehrreihen sehen auf den ersten Blick ansprechend aus, doch beim genaueren Hinsehen gibt es auch die eine oder andere Schwachstelle zu beobachten. Mit Ryan Glenn holte man auf jeden Fall einen Routinier für die Abwehr. Allerdings hat der Kanadier mittlerweile 38 Jahre auf seinem Buckel und bereits in der abgelaufenen Saison konnte man beim VSV des öfteren beobachten, dass Glenn mit dem Tempo in der Erste Bank Eishockey Liga durchaus seine Probleme bekommt. Selbiges könnte auch für einen zweiten Neuzugang gelten, Harri Tikkanen. Der 37-Jährige verteidigte 2017/18 ganze 57 Mal für die Bären und erzielte dabei 22 Punkte (2T/20A). Zuvor spielte Tikkanen immer in seinem Heimatland und bestritt dort u.a. fast 1.000 Liiga-Spiele. Abgerundet wird die Verteidigung mit Jonathan Harty, Tamas Laday, Bence Stipsicz, Daniel Szabo und Bence Szabo.

RH-Bewertung: Die Ungarn verfügen über zweite starke Abwehrpaare, allerdings muss man auch beachten, dass Spieler wie Glenn oder Tikkanen nicht mehr die Jüngsten sind und die Saison ziemlich lange dauern kann.

Sterne: **

Andrew Sarauer kehrt vom VSV zurück.

Sturm: Einige Neuzugänge gibt es auch im Sturm bei den Ungarn. Power-Forward Tero Koskiranta  zieht es nach einem Jahr bei KHL Medvescak Zagreb weiter zu Fehervar AV19, wo mit Hannu Järvenpää sein finnischer Landsmann als Head Coach werkt. Der 33-Jährige scorte für die Kroaten in der abgelaufenen Saison in 60 Liga-Spielen 46 Punkte (16T/30A) und gehörte damit zu den Leistungsträgern des Teams. Zuvor spielte der Finne vor allem in seiner Heimat, u.a. fast 600 Mal in der finnischen Top-Liiga und war dort zwei Mal Vizemeister mit den Espoo Blues (2008) bzw. den Lahti Pelicans (2012). Vom VSV holte man Andrew Sarauer zurück. Für den 33-Jährigen Kanadier, der auch die ungarische Staatsbürgerschaft besitzt, verlief die letzte Saison in Villach eher schleppend. Trotzdem brachte es der Angreifer auf 11 Tore und 31 Assists.

RH-Bewertung: Die Angriffsreihen bei den Ungarn sind eher dünn besetzt, die Kadertiefe fehlt. In diesem Bereich könnte es im Laufe der Saison zu Nachbesserungen kommen, vor allem wenn man wirklich um die Playoffplätze mitfighten möchte.

Sterne: **

Hannu Järvenpää

Trainer: Am 1.Dezember 2017 hat Hannu Järvenpää das Amt in Fehervar von seinem Vorgänger Laporte übernommen. Der 55-Jährige kennt die Liga wie seine Westentasche, geht heuer in seine insgesamt 10.Saison in der Erste Bank Eishockey Liga. Dem Finnen ist bewusst, wie stark die Liga ist und wie er sein Team einstellen muss, damit es auch erfolgreich sein kann.

RH-Bewertung: Järvenpää ist ein absoluter Trainerfuchs und kann eine wichtige Komponente im Kampf um die Playoffs werden. Mit Carruth verfügt er über einen starken Goalie, der enge Spiele entscheiden kann. Hier kommt es allerdings nicht nur auf den Torhüter, sondern auch auf die Trainerfähigkeiten an.

Sterne: ***

Fazit/Prognose: Auf den ersten Blick hat das Team von Hannu Järvenpää durchaus Potential um das Playoff zu erreichen. Dieses Ziel wird aber am ehesten über die Qualifikationsrunde geschafft. Es wird aber schwer werden, einen Platz unter den Top 8 am Ende zu erreichen.

Ring-Hockey.at sieht Fehervar AV19 zwischen Platz 9-11 .

Für RH
Benjamin Grundauer

 

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