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CHL: Internationale Heimschwäche kostet Caps den Aufstieg

Bild: fodo.at/Dostal

Zum zweiten Aufeinandertreffen in der CHL-Gruppenphase zwischen Wien und Zürich unter Ex-Caps-Coach Serge Aubin kam es heute Nacht in Wien-Kagran. Dabei konnten die Gastgeber nicht den zum Aufstieg nötigen Sieg einfahren und mussten eine deutliche Schlappe hinnehmen.

Bei den Wienern wurden gleich drei Spieler aus der Erste Liga hinaufgezogen. Da Nödl, Dorion und DeSousa fehlten, durften David Sätmark, Fabio Artner und Julian Grosslercher ihren ersten CHL-Einsatz verbuchen.

1. Drittel:
Nachdem die Gäste von Anfag an Druck aufbauten, konnten die Lions bereits nach gut zwei Minuten durch Miranda in Führung gehen. Die Nummer 98 der Schweizer konnte sich in der neutralen Zone den Puck schnappen, sich entlang der Bande vorbewegen und schlussendlich vor das Tor der Gastgeber ziehen.

Auch nach dem Führungstreffer waren die Gäste die spielbestimmende Mannschaft, die Wiener konnten jedoch vereinzelt Akzente nach vorne setzen. Am gefährlichsten zeigten sich die Hausherren jedoch im ersten Powerplay des Abends nach knapp neun Minuten. Aus einigen guten und teils gefährlichen Chancen resultierte im Endeffekt aber kein Tor.
Im Gegenzug setzte es dafür den zweiten Gegentreffer. Nach einem souverän gewonnenen Bully spielte Lakos einen ungenauen Pass und die Scheibe klatschte gegen das Aussennetz. Dort reagierte Hollenstein am schnellsten und konnte den Pass in den Slot setzen. Cervenka nahm den Puck an und versenkte ihn im Tor von JP Lamoureux.
Vier Minuten vor Schluss gab es eine Schrecksekunde für die Caps. Bodenmann konnte seinen eigenen Rebound im Slot annehmen und die Scheibe mit der Backhand an Lamoureux vorbeschieben. Der Puck knallte jedoch nur gegen die Stange und Rotter konnte die Situation entschärfen. Kurz darauf schlug ein Schuss von Shore nur im Aussennetz ein.
Das 0:3 setzte es knapp zwei Minuten vor Schluss im Powerplay. Lakos saß auf der Strafbank und Noreau konnte mit einem Schlagschuss die Scheibe unter die Latte hämmern.
In der letzten Minute des Drittels konnte Lamoureux ein viertes Gegentor nach einem Schlagschuss von Bodenmann gerade noch verhindern.

2. Drittel:
Die Wiener reagierten auf das schwache erste Drittel und ersetzten JP Lamoureux durch Matthias Tschrepitsch, der damit seinen ersten Saisoneinsatz bestreiten durfte.

Der Back-Up durfte auch gleich ein Tor seiner Mannschaft bejubeln. Exakt zwei Minuten waren im zweiten Abschnitt absolviert, als es erstmals im Tor von Luaks Flüeler einschlug. Über Tessier und Wall kam die Scheibe zu Topscorer Schneider, der aus dem Bullypunkt den Onetimer zum 1:3 verwandelte.
Kurz darauf setzte es eine weitere Strafe für die Zürcher. Die zuvor erfolgreiche Powerplaylinie konnte diesmal ernormen Druck aufbauen und Nissner, Schneider sowie Wall konnten hochkarätige verzeichnen.
Nach diesem Anfangsschock fanden die Gäste jedoch wieder besser in die Partie. Eine Großchance zum möglichen 4:1 verstolperten die Lions aber.
Kurz vor Überschreiten der Halbzeitmarke hatten die Wiener ihre beste Chance. Schneider kam vollkommen alleine vor Flüeler an die Scheibe, der Torhüter der Gäste konnte jedoch erfolgreich parieren.
Kurz darauf musste dafür Tschrepitsch das erste Mal hinter sich greifen. Im Powerplay konnte Wick einen Schuss von Hollenstein entscheidend abfälschen und zum 4:1 einnetzen.
In der Folge übernahmen jedoch die Hausherren vermehrt das Ruder. Immer öfter konnten die Caps gefährliche Angriffe fahren und die ein oder andere gefährliche Aktion verzeichnen. Im Gegenzug liefen die Wiener jedoch immer öfter in Konter, was schlussendlich in einem weiteren Gegentor endete. Tschrepitsch schien die Scheibe bereits sicher unter sich begraben zu haben, die Zürcher ließen jedoch nicht locker und durften letztendlich den fünften Treffer bejubeln.

3. Drittel:
Das Schlussdrittel startete mit einem Powerplay der Gäste. Dieses spielten die Lions sehr stark. Es resultierten einige Chancen, jedoch kein Tor aus dieser Überzahl. Direkt nach Ablaufen der Strafe konnte Mat Clark, der von der Strafbank kam, die Scheibe ergattern und einen Konter starten, den Flüeler jedoch stoppte.

Im Anschluss setzte es ein Strafe für die Zürcher, aus dem die Wiener Kapital schlagen konnten. Von Alex Wall kam die Scheibe zu Tessier, der mit einem gut platzierten Schlagschuss verkürzte.
Wenig später meldeten sich jedoch die Gäste wieder. Im Powerplay setzte Blindenbacher den Schuss von der blauen Linie, den Bachofner abfälschen und zum 6:2 verwandeln.
In der Folge dieses Tores steigerten die mitgereisten Schweizer Fans ihren Support noch weiter und ließen es so aussehen, als fände das Spiel in Zürich statt. In diese Phase fiel jedoch auch der beste Save der Wiener. Tschrepitsch musste sich ganz lang machen und konnte ein siebentes Gegentor verhindern.
Die nächsten Aktionen gehörten wieder den Caps, doch Tessier konnte zwei Mal nicht in das leere Tor treffen.
Rund zehn Minuten vor Ende der regulären Spielzeit bekamen die Wiener ein weiteres Powerplay zugesprochen. Kurz nach Beginn der Strafzeit wurde Schneider an der langen Stange angespielt, Flüeler konnte jedoch in letzter Sekunde seinen Blocker in den Schuss des Wieners halten.
Knapp sieben Minuten waren noch zu spielen, als die Caps zu einer weiteren großen Chance kamen. In einem schönen Konter kam die Scheibe zu Romig, der sich durch zwei Zürcher schummeln konnte, dann jedoch den Puck mit der Backhand über das Tor setzte.

Die Wiener scheiden mit dieser Niederlage bereits in der Gruppenphase aus der diesjährigen Ausgabe der Königsklasse aus. Für die Caps geht es am Freitag gegen Salzburg und am Sonntag gegen Linz in der Liga mit zwei hochkarätigen Heimspielen weiter.

Vienna Capitals – ZSC Lions 2:6 (0:3, 1:2, 1:1)
Tore VIC: Schneider (23′ PP1), Tessier (45′ PP1)

Tore ZSC: Miranda (3′), Cervenka (12′), Noreau (19′ PP1), Wick (30′ PP1), Bachofner (35′), Bachofner (48′ PP1)

für ring-hockey.at (Lukas Hörmandinger)

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