DORNBIRN,AUSTRIA,15.OCT.17 - ICE HOCKEY - EBEL, Erste Bank Eishockey Liga, Dornbirn EC vs EC Red Bull Salzburg. Image shows the disappointment of Layne Viveiros (EC RBS). Photo: GEPA pictures/ Oliver Lerch - For editorial use only. Image is free of charge.

Darum macht die Liga Spaß

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Die Erste Bank Eishockeyliga kehrte mit diesem Wochenende aus der Pause zurück und sie hielt, was sie schon davor versprach: viel Unterhaltung.

Die Liga ist ausgeglichen wie noch nie. Einzig die Vienna Capitals ziehen auf und davon und langweilen sich wahrscheinlich schon ein wenig. Ansonsten kann jeder jeden schlagen und vor allem, es passiert auch.

Zwischen den Plätzen zwei und vier liegen nur drei Punkte Unterschied. Zwischen Platz zwei und sechs nur acht Punkte oder der Tabellenletzte mit seinen 22 Zählern hat ebenso nur fünf Punkte Rückstand auf einen direkten Playoffplatz. In anderen Worten, zwei Siege oder Niederlagen in Folge, und schon steht ein Team in der Tabelle ganz wo anders.

Für Fans zeitweise ein Horror, wenn sicher geglaubte Spiele verloren gehen. Für die Liga, für die Medien oder die neutralen Zuschauer ist es aber ein Grund zum Jubeln.

Warum dies heuer so ausgeglichen ist, hat mehrere Gründe.

Zagreb für Ljubljana

Einerseits wurde der Punktelieferant Olimpija Ljubljana durch den Rückkehrer Medvescak Zagreb mehr als würdig ersetzt. Die „Bären“ aus Kroatien haben momentan zwei Spiele weniger als der Rest, halten aber bei gleich vielen Punkten wie der direkte Playoffplatz. Zwar toben sich die Zagreber wie erwartet am Transfermarkt aus, seit Saisonbeginn fünf Transfers, für die Spannung der Liga ist dies aber kein Nachteil.

Einige Trainerwechsel

Viele Vereine brauchen noch Zeit. Mit dem HC Bozen, EC KAC, Black Wings Linz und Medvescak Zagreb gingen gleich vier Klubs – oder ein Drittel der Liga – mit neuen Trainern in die Saison. Dass dies Zeit benötigt bis die Mannschaft das neue taktische Konzept im Blut hat, ist nachvollziehbar.

Gute und schlechte Transfers

Das ist zwar jede Saison so, aber einen richtigen Kracher hat bis dato kein Team verpflichtet. Es wechselten zwar viele gute Eishockeyspieler in die EBEL, viele tauschten ihre Teams auch innerhalb der Liga, aber die Mannschaften wirken sehr ausgeglichen. Einzig Red Bull Salzburg hat mit den Nachverpflichtungen von Rob Schremp und Peter Mueller Akzente gesetzt. Nicht nur deswegen, befinden sich die „Bullen“ auch im Aufwind.

Die Hälfte des ersten Grunddurchgangs ist in zwei Monaten schon wieder Geschichte. Die erste stressige Phase um Weihnachten herum steht ebenso vor der Tür. Kein Team darf sich deswegen einen Hänger erlauben, da es ansonsten sofort nach hinten durchgereicht wird.

Für die Fans wird das weiterhin ein Wellental der Gefühle werden. Schlägt man durch eine Topleistung einen Großklub, verliert man zwei Tage später gegen einen Nachzügler. Das Auf und Ab bleibt somit in allen Eishallen erhalten. Für die Liga und die Spannung hingegen kann kaum etwas Besseres passieren.

Alexander Planasch

 

 

 

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