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Alps Hockey League aktuell

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Ende November läuft der Spielbetrieb in der Alps Hockey League auf Hochtouren und eine spannende Partie jagt die andere. Das Rennen um die Playoff-Plätze ist in vollem Gange und es zeichnet sich ab, wer zu den Favoriten gezählt werden darf und welche Teams Aufholbedarf haben. Hans-Peter Gauster fasst die aktuellen Geschehnisse zusammen.

Der frühe und heftige Wintereinbruch Mitte November sorgte in der AHL für einige Komplikationen. Mehrere Begegnungen mussten abgesagt werden, weil im Schneechaos den Auswärtsteams die Anreise unmöglich war. Die VEU Feldkirch beispielsweise war schon am Weg nach Asiago, musste sich aber den Wetterkapriolen beugen, als der Reisebus in den Schneemassen hängen blieb. Die abgesagten Spiele müssen nun an Ersatzterminen nachgeholt werden, was für die betroffenen Mannschaften dicht gedrängte Terminkalender bedeuten wird.

Von der Spitze der Tabelle lacht momentan der amtierende Meister Olimpija Ljubljana. Das letzte Spiel, das man ohne Punktegewinn abschließen musste war am 06. Oktober, die letzte Niederlage (nach Overtime gegen den direkten Verfolger HC Pustertal) datiert vom 24. Oktober. Das Rückspiel gegen die Wölfe am 27. November konnten die Laibacher vor heimischem Publikum mit 3 – 2 für sich entscheiden und so die Führungsposition vorerst sichern.

An die Fersen der slowenischen Top-Mannschaft haben sich erwartungsgemäß in erster Linie die Vertreter Italiens in der Liga geheftet. Die schon erwähnten Pustertaler Wölfe, die Rittner Buam, Asiago Hockey und der HC Gherdeina sind die heißesten Anwärter auf die direkte Qualifikation für die Playoffs. Und mitten drin in diesem heißen Verfolgerfeld ist ein Team aus Österreich, das sich nach durchwachsenem Saisonstart seit Mitte Oktober von Erfolg zu Erfolg arbeitet. Der EHC Lustenau hat aktuell sechs Spiele in Folge gewonnen und wäre nicht gegen die schwächer eingeschätzten Vienna Capitals Silver zu Allerheiligen ein Ausrutscher passiert, stünde eine noch beeindruckendere Siegesserie zu buche. Die EBEL Veteranen Chris D‘Alvise (34 Scorerpunkte aus 19 Spielen und aktuell führender der +/- Wertung) und Martin Grabher-Meier sind die Führungsfiguren des Teams, die den EHC auf die Erfolgsspur bringen. Besonders groß war der Jubel, als man das prestigeträchtige Vorarlberger Lokalderby gegen die VEU Feldkirch mit 7 – 3 für sich entscheiden konnte.

Die Zeller Eisbären und die soeben genannte VEU Feldkirch liegen ebenfalls noch in aussichtsreicher Position und können, wenn sie konstant gute Leistungen zeigen, ihre Chancen auf einen Platz unter den besten sechs am Leben halten. In Zell am See sorgen Jure Sotlar (36 Punkte aus 18 Spielen) und und Tomi Wilenius (32 Punkte aus 18 Spielen), für ständige Gefahr vor dem gegnerischen Tor und auch die 28 Scorerpunkte des Lokalmatadors Philip Putnik können sich mehr als sehen lassen. Der Top-Torschütze der gesamten Liga schnürt in Feldkirch seine Schlittschuhe und hört auf den Namen Robin Soudek. In lediglich 15 gespielten Partien hat er schon 20 Volltreffer gelandet und insgesamt 35 Scorerpunkte gesammelt. Sein Kongenialer Sturmpartner Dylan Stanley hat genau gleich viele Scorerpunkte auf seinem Konto verbucht, tritt jedoch häufiger als Assistgeber in Erscheinung.

Keine großen Erfolge feiern die zweiten Teams der EBEL Vereine aus Salzburg, Wien, Klagenfurt und Linz. Am besten positioniert sind derzeit die Juniors der roten Bullen aus Salzburg, die gegen schwächere Gegner zuletzt wahre Torfestivals abliefern konnten. Der EC Bregenzerwald musste sich 15 – 1 (!) geschlagen geben, der KAC wurde mit 8 – 0 abgefertigt und die Steel Wings Linz kamen mit 11 – 0 unter die Räder. Ein Schicksal, das für die jungen Linzer nach mehreren Debakeln leider zur frustrierenden Gewohnheit zu werden droht. Während man in Klagenfurt und Wien Mannschaften aufs Eis schickt, die neben jungen Nachwuchstalenten auch den einen oder anderen erfahrenen Crack in den Reihen haben – exemplarisch sei hier die Wiener Verteidigerlegende Philippe Lakos genannt – setzt man in Linz voll und ganz auf die Jugend. Es zeigt sich, dass das Niveau in der Liga zu stark ist, um mit einer Nachwuchsmannschaft, die ohne erfahrene Leitwölfe auskommen muss, bestehen zu können. Es bleibt den Linzern zu wünschen, dass die Frustration unter den jungen Spielern nicht zu groß wird und sich auch noch das ein oder andere Erfolgserlebnis einstellen wird.

Wir erwarten im Dezember eine Reihe von höchst spannenden Schlagerspielen in der Alps Hockey League und empfehlen dem geneigten Leser immer wieder einen Blick auf die Website der Liga zu werfen, denn löblicherweise werden viele Spiele im kostenlosen Livestream übertragen. Wenn Sie nicht ohnehin ihre Mannschaft im Stadion unterstützen ist unser Rat: Schauen Sie rein! Es lohnt sich.

 

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