Spannung auf dem DEL-Eis Die heißeste Phase des Eishockeyjahres ist voll im Gange. Heuer erleben wir sowohl hierzulande in der DEL als auch drüben in den Staaten Partien, die den Zusehern regelrecht den Atem rauben. Blicken wir zunächst auf das Viertelfinale der Deutschen Eishockey Liga, wo auf dem Eis ordentlich Zündstoff herrscht. Der EHC Red Bull München hat aktuell gegen Ingolstadt leicht die Nase vorn und führt in der Serie mit 2:1. Nach einem echten Eishockey-Krimi zum Auftakt, der mit 6:5 für München endete, und einem klaren 6:1-Kantersieg, meldeten sich die Schanzer im dritten Match eindrucksvoll mit einem 5:2 zurück. Am 1. April geht nun das vierte Aufeinandertreffen über die Bühne.
Ähnlich nervenaufreibend präsentiert sich die Lage bei den Eisbären Berlin. Die Hauptstädter liegen in ihrer Best-of-Seven-Serie gegen Straubing ebenfalls mit 2:1 in Front. Die Berliner starteten souverän mit 5:1 und 2:1 in den Bewerb, bevor die Straubinger zuletzt einen immens wichtigen 4:2-Sieg einfahren konnten.
Klare Verhältnisse für Mannheim und Köln Weit weniger ausgeglichen verlaufen die anderen beiden Viertelfinal-Paarungen. Die Adler Mannheim lassen Bremerhaven derzeit ziemlich alt aussehen. Mit drei Siegen en suite – darunter eine hart umkämpfte 5:4-Partie in der Overtime – fehlt den Mannheimern nur noch ein einziger Erfolg für das Ticket ins Halbfinale.
Genauso dominant agieren die Kölner Haie gegen Schwenningen. Ein satter 3:0-Serienvorsprung spricht Bände. Auch wenn Schwenningen phasenweise gut dagegenhielt, stehen sie nun gehörig unter Zugzwang und kurz vor dem endgültigen Aus in dieser Saison.
Sensationen drüben in den Staaten Während in Europa noch erbittert um den Einzug ins Halbfinale gerittert wird, stehen in den USA die Teilnehmer für das legendäre Frozen Four bereits in den Startlöchern. Für eine echte Sensation sorgten dabei die Wisconsin Badgers im Worcester Regional. Sie schalteten das favorisierte und an Nummer 3 gesetzte Michigan State völlig überraschend nach Verlängerung mit 4:3 aus dem Bewerb. Im Halbfinale wartet nun ein richtiges Kaliber auf Wisconsin. North Dakota fegte als Nummer 2 des Turniers Quinnipiac mit einem dominanten 5:0 vom Eis und zeigte dabei eine Meisterleistung.
Denver und Michigan machen das Quartett komplett Auch das Loveland Regional bot den Fans Spektakel pur. Denver entschied die Neuauflage des Vorjahresduells gegen den Titelverteidiger Western Michigan mit 6:2 für sich. Die Broncos lagen zwar rasch mit 1:4 zurück und versuchten alles, fanden aber letztlich kein Rezept gegen die stark aufspielenden Jungs aus Denver.
Den letzten Platz für das Finalturnier sicherte sich Michigan. Die topgesetzten Wolverines warfen Minnesota-Duluth mit einem 4:3 aus dem Rennen – und das trotz einer wilden Aufholjagd der Bulldogs im letzten Drittel. Jene Bulldogs waren es übrigens auch, die zuvor Penn State rund um das hochgehandelte Top-Talent Gavin McKenna eliminiert hatten. McKenna gilt als sicherer Nummer-1-Pick für den kommenden NHL-Draft, muss aber heuer nach dem frühen 1:3 zuschauen.
Der finale Showdown naht Das große Finalturnier verspricht nun Eishockey auf allerhöchstem Niveau. Am Donnerstag, dem 9. April, kreuzen zunächst Michigan und Denver die Schläger. Gleich im Anschluss kommt es zum Kracher zwischen North Dakota und Wisconsin. Die Sieger dieser beiden Partien machen sich schließlich am Samstag, dem 11. April, den nationalen College-Titel untereinander aus.