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Der neue VSV-Obmann Ulf Wallisch im Interview (Teil 2)

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Turbulente Wochen hat der EC VSV hinter sich. Einerseits rangieren die Villacher im hinteren Tabellendrittel, andererseits wurde der gesamte Vorstand ausgetauscht. Ring-Hockey.at bat daher den neuen starken VSV-Mann Ulfried Wallisch zum Interview und sprach über die letzten Wochen, über die Zukunft und wie er den Verein modernisieren will. Lest hier im 2. Teil über die sportliche Zukunft des Vereins.

Im 1. Teil ging es über die Neuausrichtung hinter den Kulissen —> Hier geht’s zum ersten Teil.

Ring-Hockey.at: Es soll ein Sportdirektor engagiert werden. Muss dieser einen Bezug zu Villach und zum EC VSV haben?

Ulf Wallisch: Wir wollen den österreichischen Weg gehen. Heuer starteten wir bereits als einziger EBEL-Klub mit zwei österreichischen Torhütern in die Saison. So soll es nicht nur bleiben, sondern wir werden das ausbauen. Es werden in Zukunft noch mehr Österreicher und Villacher bei uns spielen. Und auch wird es einige Überraschungen in nächster Zeit beim VSV geben.

Ring-Hockey.at: Es beginnen bereits die Spieler-Vertragsverhandlungen für die nächste Saison. Nach Mions Rücktritt, machst du diese nun?

Ulf Wallisch: Ja, aber mit Absprache des Vorstands und eines neu installierten Beirats.

Ring-Hockey.at: Was ist das für ein Beirat und welche Funktionen hat dieser?

Ulf Wallisch: Es werden drei Beiräte gegründet; der Fan-Beirat, der Sport-Beirat und der Wirtschafts-Beirat. Im Sport-Beirat sitzen ehemalige Profi-Eishockeyspieler und beraten den Verein.

Ring-Hockey.at: Wie stehst du zu Trainer Greg Holst?

Ulf Wallisch: Nach Rücksprache mit der Mannschaft weiß ich, das Team steht zum Trainer. Die schlechte Leistung zum Beispiel gegen Dornbirn (Anm.: 3:6-Niederlage) nahm die Mannschaft auf ihre Kappe. Es ist immer einfach bei Niederlagen dem Trainer die Schuld zu geben.

Ring-Hockey.at:  Wenn es nicht am Trainer liegt, dann an der Einstellung der Spieler?

Ulf Wallisch: Ich möchte Boris Becker zitieren, Gewonnen und Verloren wird zwischen den Ohren. Das heißt, es spielt sich sehr viel im Kopf ab. Ist ein Spieler nicht bereit die notwendigen ein, zwei Zusatzmeter zu machen, kann ein Trainer nicht viel tun. Daher bin ich bei einem Trainerwechsel immer skeptisch. Anfangs kann es zu einem Effekt führen, doch nach ein paar Wochen kommt die Einstellung der Spieler wieder zu Tage. Daher müssen wir an dem arbeiten.

Ring-Hockey.at: Wird sich der VSV also um neue Spieler bemühen?

Ulf Wallisch: Wir werden alles gründlich analysieren und relativ rasch zu einem Ergebnis kommen.

Ring-Hockey.at: Du warst zuletzt in der DEL bei den Augsburg Panthers tätig. Trainer ist dort die VSV-Legende Mike Stewart. Die Bayern liegen derzeit auf dem vorletzten Tabellenplatz. Feiert Stewart in Villach ein Trainer-Comeback?

Ulf Wallisch: Das glaube ich nicht. Stewart wird in Deutschland bleiben.

Ring-Hockey.at: Abschließend noch zu deiner Person, wie kamst du zum Eishockeysport?

Ulf Wallisch: Als Villacher wächst man mit dem EC VSV auf. Vor Jahren begann ich zudem eine Mediator-Ausbildung und arbeitete dann mit einigen Profi-Eishockeyspielern, unter anderem eben auch mit Mike Stewart, zusammen. Dieser nahm mich nach Bremerhaven und Augsburg mit. So lernte ich das Eishockeygeschäft von innen kennen.

Ring-Hockey.at: Ein Villacher und VSV-Fan, der nun der neue starke Mann beim VSV ist. Ging ein Traum für dich in Erfüllung?

Ulf Wallisch: Der Traum geht in Erfüllung, wenn der EC VSV wieder sportlich unter den Top 4 der Liga ist.

Ring-Hockey.at: Wir bedanken uns für das Interview.

Das Gespräch führte Alexander Planasch

Hier könnt Ihr den ersten Teil des Interviews nachlesen—> Link

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