Ring Hockey

Ein Blick hinter die Kulissen – Dornbirn´s Manager Alexander Kutzer im Interview

(C)DEC/GEPA Pictures
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Die Dornbirn Bulldogs gehen heuer in die sechste Saison in der Erste Bank Eishockey Liga. Grund genug für „RH“ einen Blick hinter die Kulissen bei den Vorarlbergern zu werfen und sich mit Manager Alexander Kutzer über die Vorbereitungszeit aber auch die Spieler-Transfers und die EBEL zu unterhalten.

Für Dornbirn verlief die abgelaufene Saison nicht unbedingt nach Wunsch, aus diesem Grund haben die Vorarlberger beim Kader (hier die Kaderliste) einiges geändert, zusätzlich wurde Rick Nasheim als Unterstützung geholt. Manager Alexander Kutzer hatte wieder die ehrenvolle Aufgabe, einen konkurrenzfähigen Kader, aber auch eine professionelle Struktur rundherum in Dornbirn aufzubauen. Mit der Kaderplanung selbst ist er zufrieden, auch wenn es immer schwieriger wird. „Wir sind sehr zufrieden. Wenn ich die Planung mit der ersten Saison vergleiche, wird es jedoch immer schwerer und dauert immer länger eine Mannschaft zusammen zu stellen.“

Die Bulldogs starten heute, am 11.08.2017, in die Pre-Season gegen Rapperswil. Mit Ronan Quemener (Tor), Jerome Leduc, Henrik Neubauer, Thomas Vallant, Sean McMonagle, Brodie Reid und Ziga Pance wurden tolle Spieler verpflichtet, ein neuer Center sollte demnächst präsentiert werden (RH berichtete). Eine Kadereinschätzung ist derzeit aber noch nicht möglich. „Es ist noch zu früh, um sagen zu können, wo wir stehen. Jetzt gilt es durch harte Arbeit den Grundstein für eine gute Saison zu legen.“ Das Ziel der Bulldogs ist natürlich das Erreichen der Playoffs, das in der abgelaufenen Saison verpasst wurde.

Auf die Frage, welcher Transfer sich heuer am schwierigsten gestaltete, meine Alexander Kutzer:“Es gibt keine leichten Transfers. Wie im normalen Arbeitsleben gilt auch im Eishockey, Angebot und Nachfrage. Für gute Qualität gibt es sehr viel Nachfrage aber nur wenige Spieler.“ Die hohe, intensive Arbeit als Manager ist für Kutzer nicht unbedingt spürbar. „Mit einem guten Team im Rücken macht das Arbeiten Spaß und darum empfinde ich es nicht als intensiv. Die Verpflichtung von Spielern ist durch die Zeitverschiebung meist  langwierig aber oft so spannend, dass der hohe Zeitaufwand gar nicht spürbar ist.“

Vertrauen in Headcoach
Dave MacQueen geht in seine bereits sechste Saison als Headcoach der Bulldogs, die Vorarlberger halten weiterhin am 58-jährigen Kanadier fest, allerdings wurde ihm mit Rick Nasheim ein starker Mann zur Seite gestellt. Als Scouting-Mitarbeiter ist Rick Nasheim ins Team der Bulldogs gewachsen. Bereits als SKY-Experte verstand sich Nasheim gut mit Bulldogs Head Coach Dave MacQueen. Am Ende brachte die gemeinsame Kaderplanung für die kommende Saison die beiden sogar bis auf die selbe Trainerbank. Neben seiner Scouting-Tätigkeit wird Nasheim in der Saison 2017/18 zusätzlich als Assistant Coach der Bulldogs fungieren. Was erwartet sich Manager Kutzer von diesem Gespann? „Dass sie die Spieler motivieren und das Beste aus der Mannschaft holen.“ Durch die Verpflichtung von Nasheim stellte man sich in Dornbirn auch breiter auf. „Mit Rick Nasheim konnten wir die Arbeit auf drei Schultern verteilen, wodurch wir mehr Spieler in der gleichen Zeit beurteilen konnten.“

Auch rundherum hat sich bei den Bulldogs einiges getan, wie Kutzer bestätigt. „Da gibt es einiges, jedoch würde das den Rahmen diese Interviews sprengen. Ich kürze es mal so ab. Wir gehen weiter unseren eingeschlagenen Weg und wachsen gesund mit Maß und Ziel. Wir wollen weiter für die Fans Events wie den 24h-Marathon oder die Teampräsentationen mit der Skills Competition machen. Wir sind klein, aber oho. Genau das wollen wir beibehalten.“

@DEC/Mediateam

Zum Schluss warfen wir noch einmal einen Blick auf die Erste Bank Eishockey Liga, vor allem auf das neue Team aus Zagreb, dass Olimpija Ljubljana ersetzt. „Uns ist egal welchen Namen ein Team hat oder aus welcher Stadt das Team kommt. Es muss die Werte, für welche diese Liga einsteht, mittragen. Sportlich schätze ich Zagrab stärker als Laibach ein, und die Kroaten haben mehr Fans.“

Das Interview für RH führte Benjamin Grundauer

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