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EBEL

EBEL-Playoffs: Caps hieven sich ins Finale

PSR/Leo Vymlatil

Die Vienna Capitals konnten sich in einem engen Spiel gegen die Red Bulls aus der Mozartstadt durchsetzen und damit das zweite Finalticket lösen. In einer vor allem von der Müdigkeit beider Teams gezeichneten Partie führten lange Zeit die Gäste, doch ein phänomenales drittes Drittel bescherte den Hauptstädtern den entscheidenden vierten Sieg in der Serie.
Es war das fünfzehnte Spiel 7 in der Geschichte der EBEL. Vor diesem Match siegte in zehn dieser Partien das jeweilige Heimteam, die Vienna Capitals konnten mit dem 3:1 gegen Salzburg diesen Trend fortführen und nach einem Jahr Pause erneut in das Finale einziehen.
Beide Teams konnten in Vollbesetzung auflaufen. Während bei den Wiener Rafael Rotter wieder im Kader stand, kehrten bei den roten Bullen die zuletzt ausgefallenen Gazley und Regner zurück.

1. Drittel (0:1)
Die von ihren erstmals in diesen Playoffs zahlreich erschienenen Fans angetriebenen Wiener mussten sich nach exakt einer Minute einen Gegentreffer hinnehmen. Lakos konnte die Scheibe an der blauen Linie der Salzburger nicht kontrollieren, sodass sich Rückkehrer Gazley am Verteidiger der Caps vorbeistehlen und die Scheibe perfekt ins lange Kreuzeuck zur erst dritten Führung der Bullen befördern konnte.

Da die Gastgeber in ihrer sonst so offensiven Anfangsphase durch den Führungstreffer der Gäste sichtlich gestört waren, gestaltete sich die Partie sehr ausgeglichen, gefährliche Angriffe blieben jedoch auf beiden Seiten aus.
Nachdem knapp die Hälfte des ersten Drittels absolviert war, fanden die Hauptstädter zu ihrem Spiel und schnürten die Salzburger zeitweise regelrecht in deren Zone ein. Zu gefährlichen Chancen kamen die Caps jedoch nicht selten. In den meisten Fällen fehlte es den Wiener an der nötigen Zielgenauigkeit. Selbst das erste Powerplay des Abends brachte den Donaustädtern trotz einiger guter Möglichkeiten nicht den erwünschten Treffer.

2. Dritteln (0:0)
Da Ali Wukovits zwanzig Sekunden vor der ersten Pause eine Strafe gezogen hatte, mussten die Caps zu Beginn des zweiten Durchgangs mit einem Mann weniger auf das Eis. Das Powerplay der Bullen griff wie schon so oft in dieser Saison nicht, weshalb die Wiener unbeschadet aus dem Unterzahlspiel gingen.

Fünf Minuten waren vergangen, als die Gemüter erstmals überkochten. Nach einem Schuss von Hackl konnte Michalek die Scheibe nicht sofort kontrollieren, was Romig dazu veranlasste, nachzustochern. Dies geschah sehr zum Missfallen von Baltram, der unmittelbar darauf auf den Wiener losging.
Einer der größten Chancen auf den Ausgleich vergaben die Wiener nur wenige Minuten später. Nachdem ein sichtlich motivierter Rafael Rotter noch die Scheibe in der eigenen Zone ergattern konnte, fuhr Mario Fischer den Konter. Knapp nach der blauen Linie steckte der Wiener auf Wukovits durch, der die Scheibe zwar auf das Tor, aber nicht hinein lenken konnte.
Dieser Angriff markierte den Beginn einer rasanten Phase, in der beide Teams abwechselnd zu tollen Chancen kamen. Lange währte der offensive Schlagabtausch jedoch nicht. Beide Teams wirkten sichtlich müde, vor allem die Wiener präsentierten sich deutlich langsamer und unkonzentrierter als in den vorangegangenen Partien.
Beiden Mannschaften gelang über lange Zeit nur wenig und das Spiel dümpelte eher vor sich hin. Umso überraschter waren Spieler wie Fans, als zwei Minuten vor der zweiten Pause Peter Schneider vollkommen alleine an der lange Stange an die Scheibe kam und das weit offene Tor nicht traf.
Kurz darauf musste erneut ein Salzburger auf die Strafbank. Die Caps erarbeiteten sich im folgenden Powerplay einige Chancen, doch konnten sie keine zwingende verzeichnen, weshalb die Hauptstädter auch in die zweite Pause mit einem Rückstand in die Kabine mussten.

3. Drittel (3:0)
Die Wiener starteten in den Schlussdurchgang mit dem bis dahin besten Angriff des Abends. Dorion setzte den Schuss von der blauen Linie, dieser kam jedoch nie beim Tor von Michalek an. Die Scheibe prallte von einem Salzburger ab und landete direkt vor Tessier, der nur mehr in das leere Tor einschieben musste.

Immer wieder fanden die Wiener nun Energie, um den ein oder anderen Angriff zu fahren. Insgesamt merkte man aber weiterhin die Müdigkeit beider Teams.
Sechs Minuten nach Wiederbeginn zogen die Gäste ihre dritte Strafe und fanden sich somit zu einem wichtigen Zeitpunkt in Unterzahl wieder. Dies sollte sich für die Mozartstädter auch rächen. Die Wiener schafften es zunächst nicht, gefährlich Schüsse auf das Tor der Bullen zu bringen, kurz vor Ende des Powerplays gelang Nissner jedoch der Befreiungsschlag. Nach einem Schuss von Mullen ließ Michalek den Rebound direkt in den Slot abprallen, wo der junge Wiener auf die Scheibe wartete und dem US-Amerikaner keine Chance zu einem weiteren Save gewährte.
Wenig später musste JP Lamoureux einmal mehr in dieser Serie glänzen. Die Salzburger brachten die Scheibe mehrere Male gefährlich auf den Kasten der Caps, doch der US-Amerikaner brillierte mit teils spektakulären Saves.
In weiterer Folge beruhigte sich die Partie wieder zusehends. Den Salzburgern gelang es nicht, nachhaltig Druck aufzubauen und den Ausgleich zu erzwingen.
Gut eine Minute vor Ende der regulären Spielzeit zogen die Gäste alle Register und nahmen nach einem Timeout Goalie Michalek vom Eis. Eine halbe Minute später hatte Matthias Trattnig den Ausgleich auf der Schaufel, vefehlte mit der Backhand jedoch das Tor. Im Gegenzug konnten sich die Wiener befreien. Chris DeSousa kam vollkommen alleine gelassen an die Scheibe und konnte diese locker in das leere Tor der Gäste einschieben.

Damit wiederholt sich ab dem kommenden Sonntag das Finale von 2017, in dem die Wiener mit einem 4:0 gegen den KAC den zweiten Meistertitel ihrer jungen Geschichte ergattern konnten. Spiel 1 steigt in zwei Tagen in der Erste Bank Arena.

EV Vienna Capitals – EC Red Bull Salzburg 3:1 (0:1/0:0/3:0)
Zuschauer (offiziell): 7.022
Referees: Vladimir BALUSKA, Miroslav STOLC; David NOTHEGGER, Elias SEEWALD

Tore VIC: Kelsey (41′), Nissner (48′; PP1), DeSousa (60′; EN)
Tore RBS: Gazley (2′)
Schüsse: 40; 26
Powerplays: 1/3; 0/1
Strafen: 2; 6

für ring-hockey.at (Lukas Hörmandinger)

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