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EBEL- Inside: 12 Vereine und eine Analyse – RH mit dem großen Saisonrückblick der Erste Bank Eishockey Liga

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Die Saison 2016/2017 in der Erste Bank Eishockey Liga ist Geschichte, die Vienna Capitals kürten sich zum Meister. RH (ring-hockey.at) wirft in insgesamt 3 Teilen einen Blick zurück und analysiert die Saison 2016/2017 der 12 EBEL-Vereine. Zusätzlich wird auch kurz auf die bevorstehende Saison des jeweiligen Klubs Bezug genommen. Alle Infos von ring-hockey.at direkt auf dein Handy? Dann HIER KLICKEN!

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Teil 1: Die Analyse der Vereine
Teil 2: Das Team der Saison 2016/2017 (inkl.Fanbefragung)
Teil 3: Die EBEL in Zahlen + In welcher Halle herrscht die beste Stimmung (inkl. Fanbefragung)

Teil 1: Die Analyse der Vereine

 

Olimpija Ljubljana:

Saisonverlauf: Nach 44 Runden im Grunddurchgang war die erste Tendenz bereits abzusehen. Olimpija Ljubljana schaffte es trotz beherzten Spiel aufgrund mehrerer Komponenten nicht, den Anschluss an die vor ihnen liegenden Klubs zu halten. Die Slowenen hatten allein auf den Vorletzten einen Punkterückstand von 29 Punkten. Außerdem in der unteren Hälfte mit dabei waren Fehervar AV19, die Bulldogs aus Dornbirn, HC Orli Znojmo, die Graz99ers und der Villacher SV.Die finanziell sehr angeschlagenen Slowenen konnten auch in dieser Saison mit dem Leistungsniveau der Erste Bank Eishockey Liga nicht mithalten. Die Drachen konnten diverse Spieler unter dem Jahr nicht halten und traten teilweise mit einem Rumpfteam an. Mit 24 Punkten, das entspricht 3 Siegen, 6 Overtime-Niederlagen und 32 Niederlagen nach regulärer Spielzeit, standen die Drachen mit Respektabstand auf dem letzten Platz. Erst in der Platzierungsrunde lief es für die Slowenen besser, hier konnte man immerhin Fehervar AV19 einholen und auf den letzten Platz verweisen. Doch ohne diesem System der Zwischenrunde hätte man die Saison abgeschlagen als Schlusslicht beendet.

Fazit: Headcoach Zajc holte aus dem ihm zur Verfügung stehenden Mitteln das Beste raus, mehr ist definitiv unter diesen Umständen nicht drinnen.

Vorschau 2017/2018: Olimpija Ljubljana hat aktuell 12 Spieler für die kommende Saison unter Vertrag. Unter anderem Cracks wie Ales Music oder Anze Ropret. Die Frage ist allerdings, ob die Slowenen auch in der kommenden Saison in der Erste Bank Eishockey Liga antreten. EBEL-Boss Mennel hat eigentlich bereits 12 Teams (ohne Laibach, dafür mit Zagreb) bestätigt, die Drachen könnten aber noch einen Großsponsor präsentieren. Es bleibt abzuwarten, wie es sich am 26.April 2017 in der Generalversammlung entscheiden wird.

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Fehervar AV19:

Saisonverlauf: Fehervar AV19 war für viele Teams auch in der abgelaufenen Saison ein sehr unangenehmer Gegner. Mit einer besseren Torausbeute bzw. einem besseren Torhüter hätten die Ungarn durchaus das Potential gehabt, zumindest das Playoff zu erreichen. Doch ausgerechnet in der wichtigsten Phase der Meisterschaft, nämlich der Platzierungsrunde, ließen wichtige Leistungsträger völlig aus. Zoltan Hetenyi im Kasten der Ungarn kam im Laufe der Saison nur auf eine Savepercentage von 90,8% in 29 Spielen, Teamkollege Rajna Miklos auf 90,3% aus 31 Spielen. Zu wenig um gegen Teams wie Znojmo oder die Graz99ers die Oberhand zu behalten. Der beste Torschütze der Ungarn, Andrew Sarauer, liegt mit 18 Toren auf Rang 31, er ist mit 44 Punkten auch der beste Scorer der Ungarn nach dieser Saison.

Fazit: Fehervar AV19 erlebte eine sehr durchwachsene Saison, vor allem in der entscheidenden Phase stürzte man in ein Loch und beendete die Platzierungsrunde sogar hinter Olimpija Ljubljana auf den letzten Platz.

Vorschau: Die Ungarn werden auch in der kommenden Saison in der Erste Bank Eishockeys Liga antreten. Derzeit sind die Ungarn dabei, ihre Stammkräfte zu verlängern und eine schlagkräftige Mannschaft für die kommende Saison, die auch das Zeug für die Playoffs hat, aufzustellen.

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Dornbirner Eishockey Club:

Saisonverlauf: 15 Siege stehen 21 Niederlagen gegenüber. Die Bulldogs aus Dornbirn fanden sich nach dem Grunddurchgang auf Platz 10 der Tabelle wieder. Die Vorarlberger konnten während der Saison doch das eine oder andere Mal überraschen, dennoch blieb man deutlich hinter den Erwartungen. Bei den Fans wurde die Kritik gegenüber Headcoach MacQueen immer lauter, die Verantwortlichen der Bulldogs hielten allerdings am starken Mann hinter der Bande fest, verlängerten den Vertrag sogar über diese Saison hinaus. Die Bulldogs kamen vor allem in der Platzierungsrunde zurück, scheiterten aber knapp an den 99ers bzw. Znojmo. Vor allem die Heimniederlage gegen die Grazer zu Beginn schmerzte, denn ansonsten wären die Vorarlberger vielleicht doch im Playoff gestanden.

Fazit: Dave MacQueen hat die Mannschaft vor allem zur Mitte der Saison wohl nicht so erreicht, wie er es gerne gehabt hätte. Am Ende führte Kapitän Niki Petrik sein Team an, für die Playoffs reichte es knapp nicht mehr. Wichtig wäre es für die Bulldogs einen guten Torhüter zu holen, denn Hardy konnte seiner Mannschaft nicht den nötigen Rückhalt geben. Mit einem Gegentorschnitt von 2,96 unterstreicht auch die Statistik, dass Alex Kutzer und Co. vor allem auf dieser Position einen guten Mann benötigen.

Vorschau: Mit Niki Petrik verlässt der Kapitän die Bulldogs, dieser Abgang schmerzt. Auch Hardy wird nicht mehr im Kader der Vorarlberger stehen. Die Bulldogs haben einen interessanten Sommer vor sich, hier wird sich wohl einiges am Transfermarkt tun. Das Ziel für die Saison 2017/2018 kann nur das Erreichen der Playoffs sein.

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HC Orli Znojmo:

Saisonverlauf: Die Tschechen waren vor allem zu Beginn eine der negativen Überraschungen in der abgelaufenen Saison. Man konnte im Saisonverlauf nie wirklich an die Top 6 anschließen, am Ende ging es mit Platz 9 im Grunddurchgang in die Platzierungsrunde. Und hier erreichte man knapp vor Dornbirn die Playoffs. Gegen den EC KAC waren die Adler allerdings chancenlos, mussten sich am Ende mit einem 0:4 in der Serie aus der laufenden Meisterschaft verabschieden.

Fazit: Znojmo konnte in der Powerplaystatistik mit Platz 5 durchaus überzeugen, dafür kassierte man mit einem Mann weniger viel zu viele Gegentreffer. Nur 82,3% der Unterzahlspiele konnte man ohne Gegentreffer über die Zeit bringen, der beste Scorer befindet sich mit David Bartos (19 Tore, 28 Assists) erst auf Platz 26.

Vorschau: HC Orli Znojmo soll auch in der kommenden Saison in der Erste Bank Eishockey Liga antreten. Glaubt man tschechischen Medien, dann fühlen sich die Adler, vor allem was die Aufteilung der TV-Gelder betrifft, benachteiligt. Dennoch sollten die Adler auch in der Saison 2017/2018 an der EBEL teilnehmen. Beim Kader selbst wird es wieder einige Adaptierungen geben.

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Graz99ers:

Saisonverlauf: Bei den Graz99ers gab es vor der Saison ein klares Ziel, das Erreichen der Playoffs. Mit Ivo Jan hatte man einen Trainer an der Bande, der im Bunker über einen Legendenstatus verfügt. Jan konnte sich sein Team selbst zusammenstellen, mit Oliver Setzinger, Kyle Beach oder Evan Brophey verpflichtete man gute Spieler, mit Dahm hatte man ein Bollwerk im Tor. Die Grazer starteten auch nicht schlecht in die Saison, gegen Spitzenteams wie die Caps war allerdings kaum etwas zu holen. Viele Experten kritisierten relativ schnell das Coachingssystem von Jan, vor allem da der Trainer vermehrt auf die ersten beiden Reihen um Setzinger setzte, die jungen Spieler kaum Einsatzzeiten bekamen. Am Ende folgte eine Niederlagenserie, wo die Verantwortlichen der 99ers schnell reagieren mussten. Jan wurde verabschiedet, Doug Mason kam und war erfolgreich. Die Spieler konnten das System von Mason rasch umsetzen, außerdem war spürbar, dass der neue Coach sein Team erreichte. Das Powerplay wurde forciert, die Linien entsprechend angepasst, plötzlich funktionierten die Grazer. Die Steirer spielten außerdem ein starkes Unterzahlspiel, was die Statistik mit Platz 2 (PK% 86) bestätigt.

Fazit: Der Trainerwechsel von Jan zu Mason riss das Ruder bei den Grazern noch einmal um. Es wird spannend zu beobachten sein, wie die Grazer mit einer kompletten Vorbereitung unter Mason in der neuen Saison auftreten werden. Auf die gesamte Saison gesehen spielten die Steirer eine gute Saison, das Ziel wurde erreicht und die Fans wurden vor allem beim letzten Heimsieg gegen die Bullen aus Salzburg noch einmal in den Bann gezogen. Beste Werbung für das Grazer Eishockey.

Vorschau: Doug Mason ist heuer in der Gestaltung des Kaders miteinbezogen, wird also noch einmal unter anderen Voraussetzungen in die kommende Saison starten. Die Steirer sind außerdem wieder ein attraktives Ziel, auch für Österreicher, was der Transfer von Daniel Oberkofler unterstreicht. Man darf gespannt sein, ob die 99ers in der kommenden Saison einen weiteren Schritt in Richtung oberere Tabellenhälfte setzen können.

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Villacher SV:

Saisonverlauf: Beim Villacher SV fehlte in der heurigen Saison eindeutig die Konstanz. Trainer Greg Holst konnte ein durchaus starkes Team in der Pre-Season zusammenstellen, fanden doch Spieler wie Locke oder Urbas den Weg an die Drau. Das Hauptproblem in Villach war allerdings ein anderes, nämlich die Verteidigung. Gerhard Unterluggauer wurde nicht verlängert, somit fehlte ein großer Denker und Lenker bzw. Routinier im Kader der Adler. Mikko Jokela sollte diesen Abgang eigentlich kompensieren, jedoch verließ dieser aufgrund familiärer Probleme die Villacher relativ frühzeitig. Mit J.P. Lamoureux verabschiedete sich einer der besten Keeper der Erste Bank Eishockey Liga in Richtung Wien, Roy konnte den Schlussmann nicht wirklich ersetzen. Zusätzlich verletzte sich der Torhüter während der Saison, Lukas Herzog spielte zwar brav, der Druck von außen wurde allerdings vor allem in der wichtigen Phase sehr groß. Wenn man sich die +/- Statistik genauer ansieht, muss man als VSV-Fan auch Angst bekommen, denn es befinden sich einige Cracks der Kärntner im unteren Bereich. Eric Hunter kam im Laufe der Saison sogar auf -29, Markus Schlacher und Dustin Johner auf -20, Benjamin Petrik auf -17. Negativ wirkte sich auch der schmerzliche Abgang von Brock McBride aus, die Gründe für den Abgang wurden zuletzt nie wirklich bekannt, spekuliert wird, dass McBride mit Trainer Holst nicht konnte. Während man im Grunddurchgang nur knapp am Direkteinzug in die Playoffs scheiterte, entwickelte sich die Platzierungsrunde zu einer reinen Katastrophe. Es funktionierte nichts mehr im Gefüge vom Team von Greg Holst. Mit vollen Bonuspunkten gestartet, schafften es die Villacher nicht unter die Top 2, am Ende lag man sogar 6 (!!) Punkte hinter einem Playoffplatz.

Fazit: Bei den Villachern fehlte es heuer an allen Ecken und Enden. Beginnend beim Trainerteam, das heuer seine Emotionen vermissen ließ. Man kennt Greg Holst aus seinen Interviews vergangener Jahre, diese Emotionen und Entschlossenheit hinter der Band sein Team zusätzlich zu pushen fehlte in dieser Saison. Holst wirkte teilweise ratlos an der Bande, was aber natürlich teilweise an den fragwürdigen Auftritten seiner Mannschaft lag.

Vorschau: Für Mion und Co. gibt es heuer in der Pre-Season einiges zu tun. Die Verantwortlichen wollten zumindest eine Führungspersönlichkeit wieder in der Mannschaft haben um auch den Teamspirit nach Villach zurück zu bekommen. Dies ist mit der Verpflichtung von Niki Petrrik durchaus gelungen. Der Abgang von Urbas schmerzt, vor allem muss man nun versuchen Legionäre wie ihn zumindest gleichwertig zu ersetzen.

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HC TWK Innsbruck ‚Die Haie‘:

Saisonverlauf: Die Innsbrucker Haie tätigten vor allem in der Pre-Season eine wichtige Personalie: Trainer Rob Pallin. Der neue Headcoach verstand es, dass Spiel der Haie unberechenbar zu machen und gute Spieler für sein System unter Vertrag zu nehmen. Zwar begann die Saison durchaus kurios (8:7 Erfolg über Bozen), am Ende können die Tiroler jedoch auf ein anständiges Jahr zurückblicken. Die Haie überraschten alle, viele Experten gingen davon aus, dass die Innsbrucker im Laufe der Saison einen Leistungseinbruch erleiden würden, das war allerdings nicht so. Vor allem zu Hause entwickelten sich die Haie zu einer Macht, verloren lediglich 6 von 22 Heimspielen und schlugen hier u.a. Red Bull Salzburg. Während man im Tor (Chiodo) und der Verteidigung eher Probleme entwickelte, hatte man in der Offensive eine starke Durchschlagskraft. Austin Smith (28 Tore), Hunter Bishop (26 Tore), Andre Clark (24 Tore), John Lammers (22 Tore) und Mario Lamoureux (22 Tore) brachten es gemeinsam immerhin auf starke 122 Treffer. Auch das Powerplay konnte sich mit 22,4% Erfolgsquote sehen lassen. Die Haie schafften es am Ende, doch knapp, unter die Top 6 und erreichten damit direkt die Playoffs. Hier traf man auf den späteren Meister, die Vienna Capitals, wo man mit 0:4 in der Serie den Kürzeren zog.

Fazit: Die Haie verfügten über eine starke Offensive, mit einem stärkeren Torhüter hätte man die Saison vielleicht sogar noch besser gestalten können. Rob Pallin hat mit seinem System für erfrischendes und attraktives Eishockey im Haifischbecken gesorgt und doch eine kleine Euphorie entfacht.

Vorschau: Mit Mario Huber verlässt ein Eigengewächs die Haie in Richtung Salzburg. Rob Pallin hat bereits einige interessante Transfers getätigt, welche bereits erahnen lassen, wie er sein System verbessern möchte. Mit den Innsbruckern wird auch in der kommenden Saison zu rechnen sein.

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HCB Südtirol:

Saisonverlauf: Beim HC Bozen ist es mittlerweile Tradition, dass die wichtigsten Transfers erst knapp vor der Saison getätigt werden. Trotzdem schaffte es Tom Pokel wieder einmal, eine schlagkräftige Mannschaft auf das Eis zu zaubern. Der HCB holte sich schlussendlich souverän den 4.Platz im Grunddurchgang, Brodie Ried (30 Tore) entwickelte sich zur absoluten Tormaschine, ansonsten überzeugten die Südtiroler im Kollektiv. In der Platzierungsrunde blieb man dann jedoch hinter den Erwartungen, am Ende hatte man nur 7 Punkte auf dem Konto. Die Füchse galten dennoch als einer der unangenehmsten Gegner und den Linzern blieb am Ende nichts übrig, als Bozen zu picken. Und das die Südtiroler ein Playoffteam sind bewiesen sie auch heuer. Mit einer ausgeklügelten Taktik, zog das Team von Tom Pokel den Linzern den Nerv, es folgte der Einzug ins Halbfinale mit einem 4:1 Serienerfolg. Hier war allerdings gegen den späteren Meister Endstation.

Fazit: In Südtirol kann man wieder absolut zufrieden sein. Den Verantwortlichen um Dieter Knoll ist es aufgrund der guten Leistungen gelungen, neue Sponsoren ins Boot zu bekommen. Mit dem Halbfinaleinzug wurde erneut große Euphorie in der Eiswelle entfacht. In Bozen zeigt der Pfeil also weiterhin steil nach oben.

Vorschau: Der HCB Südtirol wird auch in der kommenden Saison wieder eine tragende Rolle spielen. Mit Transferinfos wird man wohl wieder etwas warten müssen, da die Italiener eben eher später ihre Transferaktivitäten starten.

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Black Wings Linz:

Saisonverlauf: Die Linzer haben sich diese Saison wohl etwas anders vorgestellt. Zwar konnte man zuhause einmal mehr tolle Leistungen abrufen (16 Siege aus 22 Spielen), auswärts konnte man allerdings nicht immer überzeugen. Die abgelaufene Saison der Stahlstädter kann man mit der der Innsbrucker Haie durchaus vergleichen. Wie die Haie brillierten die Black Wings ebenfalls in der Offensive, die Verteidigung blieb dafür hinter den Erwartungen.  DaSilva (32 Tore), Brian Lebler (33) und Joel Broda (30) erzielten 95 Treffer, eine absolute Topquote. Den Grunddurchgang konnte man mit Platz 3 auch sicher unter den Top 6 abschließen, die Platzierungsrunde verlief jedoch nicht wunschgemäß. Zu unkonstant verlief der Auftritt der Oberösterreicher und auch Professor Daum hinter der Bande fand kein Mittel, um das Ruder noch einmal herum zu reißen. So musste man im Pick die Füchse aus Bozen wählen, zwar blieb das Heimrecht, allerdings traten die Linzer ähnlich desolat auf wie in der Platzierungsrunde. Das Ausscheiden gegen Bozen war nicht unbedingt überraschend.

Fazit: Bei den Linzern fehlte es heuer eindeutig in der Defensive, natürlich kam auch das Verletzungspech hinzu, denn die Lukas-Brüder fielen ausgerechnet in der entscheidenden Phase aus. Mike Ouzas schwächelte zwischen den Pfosten, war nicht der Rückhalt wie in den Jahren zuvor. Außerdem schaffte es Trainer Rob Daum nicht mehr, seine Linzer auf Schiene zu bringen.

Vorschau: Rob Daum ist mittlerweile Geschichte, die Linzer sind aktuell noch auf Trainersuche. Wichtig wird es sein, vor allem die Defensive zu stärken und einen ähnlichen Scoringpunch wie in dieser Saison zu haben. Dann ist auch mit den Stahlstädtern wieder zu rechnen.

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EC Red Bull Salzburg:

Saisonverlauf: Der Meister wurde entthront. So kann man eigentlich den Saisonverlauf der Mozartstädter am besten zusammen fassen. Natürlich passierte allerdings sehr viel in Salzburg. Mit Komarek und Heinrich verließen zwei wichtigte Mannschaftsstützen die Red Bulls in Richtung Schweden. Dafür setzten die Bullen neue Maßstäbe, holten Starkbaum, Thomas Raffl und Raphael Herburger in den Kader, der nun wieder über genug Qualität verfügte, um als Favorit in die neue Saison zu starten. Später holte man Heinrich zurück um die Defensve weiter zu stärken. Das größte Problem in dieser Saison war eindeutig das Powerplay. Ausgrechnet hier lag man mit einer Scoringeffizienz von 16,4% nur auf Platz 8 der Ligawertung. Dieses Problem bekamen die Mozartstädter nie wirklich in den Griff und das war auch einer der enormen Unterschiede zu dem späteren Meister, den Vienna Capitals. Die Salzburger beendeten den Grunddurchgang auf Platz 2, wie auch die Platzierungsrunde. Die Graz99ers wählte man als ersten Playoffgegner und die Steirer wurden schlussendlich klar mit 4:1 in der Serie besiegt. Im Halbfinale wartete das ewige Duell gegen den Rekordmeister aus Klagenfurt. Die Bullen konnten die ersten beiden Spiele für sich entscheiden, doch plötzlich riss der Faden und der KAC drehte die Serie zu einem 4:2 Erfolg.

Fazit: Salzburg hat immer das Ziel am Ende als Meister die Saison zu beenden. Aus dieser Sicht war die Saison für die Mozartstädter eher enttäuschend. Im Halbfinale fielen wichtige Spieler wie Welser und Herburger aus, dies schwächte den Kader der Bullen zusätzlich.

Vorschau: Greg Poss wird hinter der Bande der Red Bulls bleiben, der Grundkader mit starken Österreichern steht. Man darf gespannt sein, was sich am Legionärssektor abspielen wird.

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EC KAC:

Saisonverlauf: Wer hätte das wirklich erwartet? Nach den eher mäßigen Auftritten aus dem Jahr davor, schaffte es der KAC heuer unter Headcoach Mike Pellegrims bis ins Finale der Erste Bank Eishockey Liga. Dabei verlief der Start der Rotjacken eher dürftig und in Kärnten kam langsam wieder die Angst auf, dass es wieder eine eher bescheidene Saison werden würde. Der verletzte David Fischer fehlte den Rotjacken an allen Ecken und Enden, außerdem brachten die von Pellegrims zusammengestellten Linien nicht die Leistung auf das Eis, welches von den Verantwortlichen erwartet wurde. Im Dezember kam plötzlich das große Erwachen und der Rekordmeister zeigte ein völlig anderes Gesicht. Pellegrims stellte die Linien neu zusammen, so bildeten Neal, Lundmark und Ganahl die erste und St.Geier, Koch bzw. Manuel Geier die zweite Linie. So verfügte der KAC nun über zwei Formationen, die unberechenbar waren. Zusätzlich konnten auch die dritte und vierte Linie für Gefahr und Entlastung sorgen. Den Grunddurchgang schloss man auf Platz 6 ab, die Platzierungsrunde mit dem starken dritten Rang. Einsergoalie Duba zeigte im Verlaufe der Saison eine solide, aber keine herausragende Leistung. Im Playoff stahl ihm außerdem David Madlener die Show. Der Vorarlberger ließ im Halbfinale (im Viertelfinale wurde Znojmo mit 4:0 in der Serie besiegt) die Stürmer von Red Bull Salzburg verzweifeln und war einer der Hauptfaktoren für den Aufstieg der Klagenfurter ins Finale. Hier setzte es allerdings eine klare 0:4 Serienniederlage gegen effiziente Vienna Capitals.

Fazit: In Kärnten wird traditionell vom KAC viel erwartet, diesen Erwartungen wurden die Rotjacken heuer definitiv gerecht. Mike Pellegrims war nicht unumstritten, vor allem was seinen Umgang mit Spielern, Vorgesetzten und Medien betraf. Dennoch hatte er mit den Rotjacken Erfolg. Der Einzug ins Finale war absolut verdient und eine tolle Mannschaftsleistung.

Vorschau: Mike Pellegrims hat den EC KAC in Richtung DEL verlassen, Dieter Kalt ist aktuell auf der Suche nach einem Nachfolger. Wichtige Personalien wie David Fischer, M. Neal oder auch Kapstad konnten gehalten werden. Zudem laufen auch die Geier Twins, Ganahl, Koch und Lundmark in der kommenden Saison für den KAC auf.

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Vienna Capitals:

Saisonverlauf: Die Vienna Capitals lieferten heuer eine absolute Rekordsaison ab. Das die Wiener in diesem Jahr über eine gute Mannschaft verfügten, konnte man bereits in ihren ersten Auftritten in der CHL mitverfolgen. Hier wurde unter anderem Skelleftea zwei Mal besiegt und KalPa gefordert. Der Grunddurchgang wurde mit unglaublichen 98 Punkten abgeschlossen, die Platzierungsrunde auf Platz 1 und in den Playoffs holte man sich mit 12 Siegen en suite den Meistertitel. Einen wesentlichen Anteil am Erfolg hat Headcoach Serge Aubin, der etwas glücklich nach Wien kam (Hamburg zog sich in der DEL zurück). Die Handschrift vom neuen starken Mann hinter der Bande, der Jim Boni ablöste, war relativ schnell zu erkennen. Die Caps spielten ein schnelles Eishockey, übten auf den Gegner enormes Forechecking aus. Wie aus internen Kreisen zu hören ist, setzte Aubin sehr auf das Konditionstraining, vielleicht auch ein Mitgrund, warum die  Wiener dieses Niveau bis zum Schluss halten konnten. Aubin setzte auch auf den Kampfgeist seines Teams, wer nicht mitzog durfte nicht mehr spielen. Schlussendlich führte dieses harte Coaching zum Ziel. Die Wiener verfügten allerdings auch über hervorragende Einzelspieler, wie J.P.Lamoureux im Tor, Fraser, Brocklehurst und McKiernen in der Verteidigung. Riley Holzapfel war natürlich das Um und Auf der Vienna Capitals. Der Stürmer avancierte zum absoluten Star in Wien, brachte es in der Saison auf 34 Tore und 42 Assists. Ferland,Vause, Tessier, Pollastrone, Sharp,Nödl und natürlich Rotter rundeten ein starkes Kollektiv ab. Und die Vienna Capitals blieben heuer vom Verletzungspech verschont, auch aus diesem Grund konnte man immer in wichtigen Momenten nachlegen.

Fazit: Die Vienna Capitals wurden absolut verdient Meister der Erste Bank Eishockey Liga.

Vorschau: Die Caps wissen es ganz genau: Es wird schwer, diese Saison von heuer noch einmal zu wiederholen. Man wird es aber sicherlich wieder versuchen. Riley Holzapfel wird die Wiener wohl verlassen und Manager Kalla wieder gefordert sein ein starkes Team in der kommenden Saison auf das Eis zu schicken.

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Teil 2: Das Team der Saison 2016/2017 (inkl.Fanbefragung)

Sowohl die Fans, als auch die RH Redaktion gaben ihre Stimme ab für das Team der Saison 2016/2017 und dieses kann sich durchaus sehen lassen. David Kickert behielt knapp die Oberhand gegenüber Sebastian Dahm (Graz99ers), der natürlich ebenfalls eine hervorragende Saison spielte. Die Verteidigung bilden David Fischer (EC KAC) und Sebastien Piché (Black Wings Linz) und der Sturm bringt es gemeinsam auf 99 Tore und 108 Assists! Brian Lebler (Black Wings Linz/ 33 Tore, 26 Assists), Riley Holzapfel (Vienna Capitals/ 34 Tore, 42 Assists) und Dan DaSilva (Black Wings Linz/ 32 Tore, 40 Assists). Der Coach der Saison ist Meistermacher Serge Aubin (Vienna Capitals).

Team der Saison 2016/2017

 

TORHÜTER     

David Kickert (VIC) – (Fotos: Dostal/fodo.at)

     
 VERTEIDIGER

David Fischer (EC KAC)

 

Sebastien Piche (Black Wings Linz)

 

   
 STÜRMER  

Dan DaSilva (Black Wings Linz)

 

Riley Holzapfel (Vienna Capitals)

 

Brian Lebler (Black Wings Linz)

 
 TRAINER  

Serge Aubin (Foto: fodo.at/Dostal)

Teil 3: Die EBEL in Zahlen + In welcher Halle herrscht die beste Stimmung (inkl. Fanbefragung)

Für viele Fans interessant ist immer die Zuseherstatistik des jeweiligen EBEL-Teams. RH hat sich auch diesen Bereich noch einmal genauer angesehen und auch einen Vergleich mit anderen Ligen gesucht. Außerdem wurden die Fans befragt, in welcher Halle in der Erste Bank Eishockey Liga die beste Stimmung herrscht.

EBEL-Statistik
In der Erste Bank Eishockey Liga steht wieder einmal ein Team aus Oberösterreich an der Spitze. Die Black Wings aus Linz brachten es durchschnittlich auf einen Zuseherschnitt von 4679 Besucher , dahinter folgen die Vienna Capitals mit 4420. Danach gibt es bereits eine erste Lücke zum Drittplatzierten KAC (3670). Die Graz99ers kamen in dieser Saison in der neuen Halle auf 2344 Besucher, Dornbirn und Innsbruck liegen noch hinter den Steirern. Schlusslicht ist Laibach mit 599 Besuchern.

EBEL fällt zurück
Im internationalen Vergleich fällt die Erste Bank Eishockey Liga, was den Zuseheranspruch betrifft, zurück. Großbritannien hat die österreichische Liga mittlerweile überholt , somit rangiert die EBEL auf Platz 8. Man muss hier allerdings dazu sagen, dass Laibach diese Statistik sehr verzerrt. Sollten die Slowenen in der kommenden Saison aus der Liga fliegen und Zagreb antreten, dann wird sich hier wohl noch einmal einiges drehen.

Platzierung  Land / Liga   Zuseherschnitt 
 1.  Schweiz/NLA  6.883 Zuseher
2.  Deutschland/DEL  6.198 Zuseher
3.  Russland/KHL  6.124 Zuseher
4.  Schweden/SHL  5.730 Zuseher
5.  Tschechien/Extraliga  5.159 Zuseher
6.  Finnland /Liiga 4.219 Zuseher
7.  Großbritannien /EIHL  2.842 Zuseher
8.  Österreich / EBEL  2.797 Zuseher

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In welcher Halle herrscht die beste Stimmung?

Die Fans der Erste Bank Eishockey Liga konnten zuletzt auf „ring-hockey.at“ abstimmen, in welcher Halle die beste Stimmung herrscht. Es wurden über 2000 Stimmen abgegeben, am Ende geht die Keine Sorgen Eisarena in Linz als Sieger hervor. Somit herrscht bei den Black Wings die beste Stimmung in der Liga, gefolgt von der Eiswelle in Bozen und der Messehalle in Klagenfurt.

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Für Ring-hockey.at

Benjamin Grundauer

ring-hockey.at

(Tabelle EBEL: erstebankliga.at )
(Zahlen internationale Tabelle: hockeyarenas.net)

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