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EBEL-Geschäftsführer Feichtinger im großen Auftakt-Interview

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Nicht mehr lange und es wird endlich wieder Eishockey gespielt. Die Erste Bank Eishockeyliga steht vor der Tür. Grund genug Liga-Geschäftsführer Christian Feichtinger zu einem Interview zu bitten.

RingHockey: Wie lautet Ihr Resümee über die letzten Saison?

Christian Feichtinger: Die Spielzeit 2016/2017 brachte wieder mehr Zuschauer in die Hallen. Mit den Vienna Capitals gab es zudem einen mehr als verdienten Meister.

RingHockey: Wie lautet Ihre Einschätzung über die Entwicklung der Erste Bank Eishockeyliga über die letzten Jahre?

Feichtinger: In der Champions Hockey League haben wir drei Fixplätze. Es wechseln weiters immer bessere Spieler und Trainer in die Liga. Das DOPS wurde von anderen Ligen übernommen. Alles in allem ist die Entwicklung der vergangenen Jahre eine sehr gute.

RingHockey: Stichwort DOPS. In den letzten Jahren wurden die Beschwerden über ausgesprochene Strafen des DOPS immer lauter. Auch Lyle Seitz geriet zunehmend in Kritik. Ihre Meinung?

Feichtinger: Alle zwölf Vereine haben sich zum wiederholten Male dazu bereit erklärt, diesen Weg mit dem DOPS, Player Safety Committee und Lyle Seitz weiterzugehen. Also sind diese Kritiken wohl eher der Tatsache geschuldet, dass es oftmals sehr hitzig zugeht. Aber prinzipiell sind alle damit zufrieden und das erkennt man auch daran, dass die Kritik von Jahr zu Jahr weniger wird.

RingHockey: Die Kritik wird weniger, aber ist das ein Argument?

Feichtinger: Die Champions Hockey League straft ebenso über das DOPS ab. Die Deutsche Eishockeyliga will dieses Strafensystem übernehmen und auch die Schweizer beschäftigen sich mittlerweile damit. Ich denke, dass es europaweit das beste System ist.

RingHockey: ServusTV kündigte bereits an, dass viele Spiele nur noch im Internet und somit nicht mehr im Free TV zu sehen sein werden. Ein Rückschritt?

Feichtinger: Das Internet und die Digitalisierung des Sports wird international immer wichtiger. Man muss dies als Herausfoderung sehen und dieser stellen wir uns. ServusTV wird aber weiterhin die Playoffs im Fernsehen zeigen.

RingHockey: Werden die Vor- und Nachberichterstattungen der EBEL-Spiele durch die Übertragungen im Internet somit ausführlicher?

Feichtinger: Auf die Berichterstattungen haben wir vonseiten der EBEL keinen Einfluss. Ich denke schon, dass ServusTV und Sky dies als Chance sehen.

RingHockey: Werden mehrere EBEL-Spiele in Zukunft zeitglich zu sehen sein?

Feichtinger: Dienstag und Donnerstag bzw. Freitag überträgt SKY. Sonntag weiterhin ServusTV. Das kroatische und ungarische Fernsehen übertragen die Spiele ihrer Klubs.

RingHockey: Olimpija Ljubljana verließ die EBEL, Medvescak Zagreb kam hinzu. Ihre Meinung?

Feichtinger: Es wird eine der ausgeglichensten Spielzeiten seit langem werden.

RingHockey: Medvescak Zagreb verpflichtete bis jetzt fast nur Legionäre und haben dadurch schon weit über 60 Punkte. Umgehen die Kroaten die Punkteregel, wenn sie ihre Spieler kurzfristig einbürgern und somit diese keine 4 Punkte, sondern weniger wert sind?

Feichtinger: Für jeden EBEL-Klub gilt das gleiche Regulativ und dieses besagt, bei einem Spiel darf die Mannschaft die 60-Punktegrenze nicht überschreiten.

RingHockey: Dehnt Zagreb dieses Regulativ durch Einbürgerungen aus?

Feichtinger: Wie ein EU-Land seine Einbürgerungen vergibt, kann die Erste Bank Eishockeyliga nicht beeinflussen.

RingHockey: Sie können die Kritik an diese Methoden nachvollziehen?

Feichtinger: Alle EBEL-Klubs haben für eine Wiederaufnahme von Zagreb gestimmt.

RingHockey: Abschließend, wird es heuer ein Freiluftspiel geben?

Feichtinger: Es gibt Überlegungen. Derzeit ist noch nichts fixiert, aber wir als EBEL werden die Vereine die das veranstalten wollen so gut es geht unterstützen.

RingHockey: Wir bedanken uns für das Interview.

Das Interview führte Alexander Planasch

 

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