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Bestechungsskandal in der EBEL? Liga bezieht Stellung

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Znojmo steht nach Vorwürfen der Bestechung im Visier von Polizei und EBEL-Verantwortlichen. Die Verantwortlichen der Erste Bank Eishockey Liga haben nun eine Stellungnahme abgegeben.

Der HC Orli Znojmo steht im Mittelpunkt des jüngsten Skandals der Erste-Bank-Eishockeyliga. Ex-Laibach-Goalie Jeff Frazee hat nach Angaben der „Oberösterreichischen Nachrichten“ einen Bestechungsvorwurf gegen Znaim geäußert.

Der Kanadier, der letzte Saison im Tor der lange finanzschwachen Slowenen gestanden ist, bezieht sich in seiner Geschichte auf das letzte Spiel der Qualifikationsrunde der vergangenen Saison. Am 21. Februar besiegten die tschechischen Adler in der eigenen Halle die Drachen mit 7:0. Frazee verließ bereits beim Stand von 3:0 das Eis.

Doch brisant waren die Geschehnisse vor dem Match. Laut Frazee bekam dessen Torwart-Trainer vor dem Spiel einen Anruf von einem Vorstandsmitglied der Znaimer. Dieser habe gefragt, ob Frazee dem Team aus Tschechien helfen würde, die Partie zu gewinnen. Für Znaim ging es in diesem Spiel noch um Einiges, brauchte man einen Sieg um noch in die Playoffs einziehen zu können. Dabei sei ihm die Möglichkeit eröffnet worden, seinen „Preis“ zu nennen.

Ein verlockendes Angebot, bedenkt man, dass Laibach Frazee nach eigenen Angaben 18.000€ schuldet. Frazee habe jedoch die Situation seinem Coach geschildert. Daraufhin wären Oberschiedsrichter Lyle Seitz sowie die Polizei informiert worden.

Doch Frazee spricht nicht nur über Znaim. Auch die Liga kommt bei ihm nicht gut weg. So klagt er darüber, dass er nur in Laibach unterschrieben habe, weil er im Glauben gelassen wurde, dass das Team seine finanziellen Probleme hinter sich gelassen habe. Dies war aber offenkundig nicht der Fall, weshalb Frazee die Liga in die Kritik nimmt. Er meint, Laibach hätte schon vor der vergangenen Saison aus der Liga ausgeschlossen hätte sollen.

Die „Causa Znaim“ nimmt durch diesen Tritt an die Öffentlichkeit Fahrt auf. Frazee selbst erklärt seinen Schritt mit einem Wunsch nach „Gerechtigkeit“.

Liga mit Stellungnahme
Ligaboss Christian Feichtinger hat nun gegenüber der „Oberösterreichischen Nachrichten“ bereits Stellung bezogen.  „Die Liga hat alles getan, was in so einem Fall zu tun ist. Es ist ein laufendes Ermittlungsverfahren, das noch keine Ergebnisse gebracht hat. Solange es keine Beweise gibt, gilt die Unschuldsvermutung. Sollte der Verdacht begründet sein, wird das staatsanwaltschaftlich verfolgt. Die Liga hat in dieser Causa keine Parteienstellung“, so Feichtinger gegenüber der „OÖN“.

 

ring-hockey.at

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