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CHL: Caps wahren Aufstiegschance

(Bild: MAC Foto)
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Die Vienna Capitals feierten in der Champions Hockey League den ersten Sieg. Das Team von Head-Coach Serge Aubin gewann, zu Hause in der Albert-Schultz-Eishalle, gegen HK Neman Grodno, mit 5:4 nach Penalty-Schießen. Damit wahrten die Caps auch ihre Aufstiegschancen in die K.O.-Runde. Zum Fels in der Brandung wurde einmal mehr Wiens Goalie Jean-Philippe
Lamoureux.

Head-Coach Serge Aubin muss im Line-Up auf die angeschlagenen Spieler Tyler Cuma, Kelsey Tessier und Aaron Brocklehurst verzichten. Für Matthias Tschrepitsch, der in Schweden beim Nachwuchs-Nationalteam weilt, rückt Max Zimmermann auf die zweite Goalie-Position. Das Gehäuse der Caps hütet wieder Jean-Philippe Lamoureux. Die Vienna Capitals starten dynamisch in die Partie und üben vom ersten Bully an Druck auf Grodno aus. Ryan McKiernan gibt den ersten Warnschuss ab. Im Gegenzug bewahrt Lamoureux die Hausherren mit einer Glanztat – ein Grodno-Spieler kam aus kurzer Distanz alleine vor dem Tor zum Schuss – vor einem frühen Rückstand (3. Min.). Es sollte nicht die einzige spektakuläre Aktion von Wiens Nummer „1“ an diesem Abend bleiben. Die Gäste präsentieren sich an der Scheibe sehr sicher und bringen die Wiener Defensive öfters in Schwierigkeiten. Genau in dieser Phase gelingt den Caps aber die Führung. Ali Wukovits zieht aus halbrechter Position ab und knallt den Puck an die Latte. Den Abstauber verwertet Niki Hartl zum 1:0 (5. Min.). Österreichs Meister hat Lunte gerochen und will gleich nachlegen. Jerry Pollastrone bekommt die Scheibe alleinstehend vor dem Grodno-Gehäuse serviert. Die Nummer „36“ hat alle Zeit der Welt, scheitert aber an Goalie Vitali Trus (7. Min.). Zur Mitte des ersten Drittels steht es dann 2:0. Andreas Nödl verwertet einen Rebound aus kurzer Distanz zum zweiten Caps-Treffer (11. Min.). Wien bekommt das erste Powerplay an diesem Abend zugesprochen. Wenige Sekunden später ist die Überzahl aber schon wieder Geschichte, denn auch Ryan McKieran muss für zwei Minuten auf die Strafbank (13. Min.). Im nächste Caps-Powerplay hat Riley Holzapfel den dritten Treffer am Schläger. Sein Schuss landet direkt auf der Brust von Grodno-Goalie Trus (15. Min.). Gleichzeitig verfügen die Aubin-Männer auch über das nötige Glück. Vyacheslav Lisichkin fälscht einen Schuss spektakulär ab. Die Scheibe springt von der Latte zurück aufs Eis (17. Min.).

Das zweite Drittel beginnt gleich mit einer Strafe für die Vienna Capitals. Jamie Fraser muss wegen Stockschlags für zwei Minuten in die Kühlbox. Wieder steht in Unterzahl Lamoureux im
Mittelpunkt Der Caps-Goalie verhindert erneut mit einer tollen Parade den ersten Gegentreffer (22. Min.). Im nächsten Penalty-Killing verliert der US-Amerikaner jedoch seine „weiße Weste“. Gerade als Rotter von der Strafbank kommt, trifft Sergei Malyavko (26. Min.) zum 1:2. Die Gäste aus Weißrussland bekommen Oberwasser und drängen auf den Ausgleich. Nur 79 Sekunden nach dem 1:2 stellt Filipp Metlyuk auf 2:2 (28.). Wien hat – 57 Sekunden später – die richtige Antwort parat. Nödl schnappt sich die Scheibe, schickt Vause auf die Reise. Die Nummer „91“ fackelt nicht
lange und bringt die Hausherren wieder in Führung (3:2, 28. Min.). Die Vienna Capitals haben sich gefangen und erspielen sich einige Möglichkeiten: Pollastrone (33. Min.), Nödl (34. Min.) und
Wukovits klopfen am Gehäuse der Gäste an. Der nächste Treffer gelingt allerdings Grodno. Artyom Levsha trifft zum 3:3-Ausgleich (38. Min.). Mit diesem Stand geht es auch in die zweite
Pause.

Die Vienna Capitals starten ins Schlussdrittel mit einer Strafe (2 Min. für Nödl wegen übertriebener Härte). Die Caps überstehen die Unterzahl und jubeln kurz darauf. Vause nützt einen Abwehrfehler von Grodno beinhart aus und stellt, mit seinem zweiten Treffer im Spiel, eiskalt auf 4:3 (45. Min.). Die Partie ist offen. Vause hat erneut die Chance auf dem Schläger (51.
Min.). Die Gäste werfen alles noch vorne und können erneut ausgleichen. Pavel Boyarchuk trifft zum 4:4 (58. Min.).

Es geht in die Overtime und diese ist an Dramatik kaum zu überbieten. McKiernan hat mit einem Schuss an die Latte Pech (62. Min.), Fraser schießt knapp neben das Tor (62. Min.). Darüber
hinaus können die Caps aus einer zweiminütigen Überzahl kein Kapital schlagen. Auf der anderen Seite hält Lamoureux einen Penalty-Shot von Grodno (63. Min.). Die Entscheidung fällt somit im Penalty-Schießen. Auf Seiten der Vienna Capitals verwandeln McGregor Sharp und Holzapfel. Lamoureux veredelt seine starke Leistung mit vier gehaltenen Penalties. Wien gewinnt gegen Grodno mit 5:4 nach Penalty-Schießen und hält in der Gruppe C jetzt bei drei Punkten nach vier Spielen. Die Caps bleiben zwar Letzter. Die Aufstiegschance in die K.O.-Runde ist aber noch intakt. In den letzten beiden Gruppenspielen gegen EV Zug müssen jetzt zwei Siege her.

„Wir haben im ersten Drittel sehr gut gespielt. Im zweiten Abschnitt machten wir uns mit einigen Strafen wieder das Leben selbst schwer. Die schnelle Antwort, nach dem 2:2-Gegentreffer, war
wichtig. Im Schlussdrittel spürten wir die Ausfälle. Leider haben wir noch das späte Gegentor kassiert. Was mir sehr gefallen hat ist die Tatsache, dass wir einen Weg gefunden haben das Spiel zu gewinnen. Grodno ist ein gutes Team. Meine Mannschaft hat viel Charakter gezeigt. Natürlich bleibt unser Ziel der Aufstieg. Es wird hart, aber um ehrlich zu sein. Wir machen uns jetzt noch bis Mitternacht Gedanken über die Champions Hockey League und danach ist unser Fokus nur noch auf den Start in der Erste Bank Eishockey Liga gerichtet.“

Vienna Capitals – HK Neman Grodno 5:4 n. P. (2:0, 1:3, 1:1, 1:0)
Tore Caps: Niki Hartl (5. Min.), Andreas Nödl (11. Min.), Taylor Vause (28. Min., 45. Min.), Riley
Holzapfel (65. Min., SO)
Tore Grodno: Sergei Malyavko (26. Min.), Filipp Metlyuk (28. Min.), Artyom Levsha (38. Min.),
Pavel Boyarchuk (58. Min.)

Line-Up Vienna Capitals
#1 Jean-Philippe Lamoureux / #36 Max Zimmermann / #5 Dominic Hackl, #4 Phil Lakos – #11
Sascha Bauer, #50 Mario Fischer, #22 Julian Großlercher / #44 Jamie Fraser, #49 Kyle
Klubertanz – #36 Jerry Pollastrone, #21 Riley Holzapfel, #6 Rafael Rotter / #14 Patrick Peter #58
Ryan McKiernan – #26 Andreas Nödl, #91 Taylor Vause, #17 Jérôme Samson / #70 Benjamin
Nissner – #9 Ali Wukovits, #16 MacGregor Sharp, #96 Niki Hartl

Vienna Capitals

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