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RH-Inside: Die Analyse der EBEL-Vereine 2017/2018

Bild: MAC Foto
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In der abgelaufenen Woche hat ringhockey.at alle 12 Teams der Erste Bank Eishockey Liga bewertet. Von vielen Seiten gab es Zustimmung, von anderen Usern Kritik. Das eine Kaderanalyse natürlich polarisiert ist klar, ich möchte in meinem heutigen Blog diese Analysen noch einmal übersichtlich darstellen und vielleicht ein wenig einen anderen Blickwinkel aufzeigen. Hier findet man übrigens alle Bewertungen noch einmal zum Nachlesen – RH-Kaderbewertungen 2017/2018.

Alle Jahre wieder erstellen einige Eishockeyportale, aber auch Zeitungen diverse Kaderanalysen für die bevorstehende EBEL-Saison. Derartige Analysen bzw. Vorhersagen sind im Endeffekt für den Eishockeyfan gemacht, damit auf der einen Seite auf den bevorstehenden Saisonauftakt hingewiesen wird und auf der anderen Seite um dem Leser ein wenig Einblick zu geben, was sich beim jeweiligen Team über die Sommerpause getan hat.

Am Schluss liegt aber kaum eine Redaktion richtig, da verschiedenste Faktoren wie Verletzungen, Neuzugänge etc. während einer Saison dazu führen, dass sich das Blatt wendet. Zusätzlich können sich Teams auch in einen kompletten Siegesrausch spielen und Mannschaften die Liga plötzlich beherrschen mit denen man gar nicht gerechnet hat.

Bewertungen auf RH
Dementsprechend schwer war es zum Beispiel auch für unsere Redaktion, diverse Teams mit einem „Sternensystem“ zu bewerten. Einige Leser fühlten sich bestätigt, andere vielleicht sogar betrogen, da ihre Mannschaft aus ihrer Sicht zu wenig Sterne erhalten hat. Fast jede Redaktion besteht aus Redakteuren, die aus unterschiedlichsten Bundesländern kommen und so natürlich eine andere Mannschaft bevorzugen. Aus diesem Grund hat die RH-Redaktion entschieden, dass alle Redakteure ihre Punkte für jedes Team vergeben, daraus wurde der Schnitt berechnet.

Nun möchte ich noch auf die Bewertungen der Teams eingehen und vielleicht einen anderen Blickwinkel wählen, den der Leser vielleicht außen vor gelassen hat. RH hat nicht nur selbst Sterne vergeben, sondern auch den Lesern die Möglichkeit gegeben, die 12 Klubs der Erste Bank Eishockey Liga zu bewerten. Zu diesem Ergebnis komme ich ein wenig später, zunächst noch einmal zu den Bewertungen unsererseits.

Insgesamt wurden 5 Sterne vergeben, wobei 1 Stern die schlechteste und 5 Sterne die beste Wertung ergab. Schlussendlich ist die Liga sehr knapp zusammen, eine Prognose hinter den Top drei bis vier Teams kaum möglich. Hier entscheiden Kleinigkeiten, wie auch die Bewertungen gezeigt haben. Ich drehe dass nun ein wenig um, vergebe Schulnoten. 1 Stern ist in diesem Fall ein „Nicht Genügend“, 5 Sterne ein „Sehr gut“.

Team  Sterne   Bewertung Fanwertung
 EC KAC    4.3  GUT 4,15
 Vienna Capitals    4.0  GUT 4,07
 Red Bull Salzburg    3.8  GUT 3,19
 EHC Liwest Black Wings Linz   3.8  GUT 4,37
 HCB Südtirol  3.3  BEFRIEDIGEND  3,75
 Villacher SV  3.3  BEFRIEDIGEND 3,26
 Medvescak Zagreb  3.0   BEFRIEDIGEND 2,77
 HC Orli Znojmo  3.0  BEFRIEDIGEND 1,4
 Graz99ers  2.8  BEFRIEDIGEND 2,86
Dornbirn EC 2.8 BEFRIEDIGEND  3,71
HC Innsbruck 2.8 BEFRIEDIGEND  3,4
Fehervar AV19 2.0 GENÜGEND 2,67

Wenn man sich nun die Bewertungen ein wenig anders ansieht ist zu erkennen, dass mit dem KAC, den Vienna Capitals, Red Bull Salzburg und den Black Wings Linz vier Teams in der kommenden Saison wohl den Ton angeben werden. Dahinter entscheiden Kleinigkeiten um den direkten Einzug in die Playoffs, sprich einen Platz unter den Top 6, sowie um die restlichen zwei Plätze unter den Top 8 Teams. Die Liga ist wie gesagt sehr eng beisammen, eine Bewertung aus meiner Sicht, die auch zu 100% zutrifft, unrealistisch. Damit will ich jetzt aber auch nicht behaupten, dass diese Bewertungen für die „Fisch“ sind. Sie geben einen Einblick auf die derzeitige Situation auf dem Papier, am Eis kann das aber wieder völlig anders aussehen.

Robin Peter Weihager (Graz 99ers) – Foto: fodo.at/Dostal

Beispiel Graz: Die 99ers sind vor allem im Sturm sehr schwer einzuschätzen. Sollten die Neuzugänge ähnlich performen wie bei ihren Ex-Teams, könnte Graz eine wichtige Rolle unter den Top 8 spielen. Derzeit liegen die 99ers bei 60 Kaderpunkten, somit ist es derzeit ausgeschlossen, dass man sich in der Verteidigung noch einmal verstärkt. Was sich während der Saison aber eventuell doch noch ändern könnte und die Defense nun mehr Punkte verdient hätte als sie jetzt vergeben wurden. Ähnlich sieht es bei den Bulldogs aus Dornbirn aus. Der ersten beiden Linien zählen bestimmt zum besten Angriff der Liga, nur muss man Komponenten berücksichtigen wie Verletzungen oder bestehende Verletzungen. Noch kann zum Beispiel niemand sagen wie Brodie Reid seine Verletzung aus dem Vorjahr über die komplette Saison wegstecken wird. Auch Quemener könnte sich natürlich steigern und zu einer Festung werden. Damit will ich einem vor die Augen führen, wie schwierig Einschätzungen für Journalisten tatsächlich sind. Leichter ist es natürlich, wenn man in einem Bundesland zuhause ist und nur „sein“ Team bewerten muss, da man hier nicht die Fans aller 12 Teams, sondern vielleicht nur einer Mannschaft zufrieden stellen muss. Eine Redaktion wie RH muss jedoch versuchen so objektiv wie nur möglich zu bewerten um hier auch neutral zu bleiben.

Fanwertung
Auch bei der Fanwertung (Tabelle oben) zeigt sich, dass die Fans einer ähnlichen Meinung sind, wie die Redaktion. Ein paar Teams wurden besser, andere schlechter bewertet. 

Neal . (Bild: fodo.at/Dostal)

Meisterschaftstipp
Persönlich tippe ich heuer auf den EC KAC. Die Rotjacken haben für mich, aus jetziger Sicht, die besten Fortschritte gemacht und sich auch bestens gezielt verstärkt. Brandgefährlich werden die Linzer werden, die Caps und auch Salzburg haben einigen Druck, mit diesem müssen sie erst einmal umgehen. Bozen ist für mich auch definitiv ein Playoffkandidat, wer sich allerdings dahinter platzieren wird, da muss man wirklich den Saisonverlauf abwarten.

Für RH
Benjamin Grundauer
Chefredakteur

 

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